Je schöner Sie formulieren, umso besser treffen Ihre Aussagen

Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft’s.
Martin Walser

Es sagte ein Passant auf die Frage eines Reporters zum Thema Politiker und Diätenerhöhung: »Die Unbefangenheit wird dadurch doch etwas in Frage gestellt.«

Üben Sie täglich, Ihre Aussagen schön zu verpacken. Achten Sie auf Wörter, die Sie selbst (und auch andere) in Ihrer Emotion bestätigen oder Ihr Gefühl neutralisieren.

Testen Sie jetzt, wie Sie selbst die Wirkung  folgender Wörter empfinden.

  • Ich bin wütend.
  • Ich bin irritiert.

Bemerken Sie den Unterschied? Entscheiden Sie selbst, inwieweit Sie sich Ihre Emotionen selbst erzeugen wollen.

Legen Sie sich ein Repertoire schöner Formulierungen zu.

Vor kurzem fragte mich eine Teilnehmerin im Seminar: »Muss man denn immer höflich und freundlich bleiben?«

Meine Antwort war: »Muss nicht, aber es wirkt viel besser. Und je schöner unsere Antwort formuliert ist, desto wirkungsvoller ist sie.«

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Schöne Formulierungen!

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Der Angriff des Monats November

Situation: Sie besuchen einen Volkshochschulkurs zum Thema: Politik. Während der Ausführungen der Dozentin erfragen Sie einen Fachbegriff und bekommen darauf von Ihrer Sitznachbarin zur Antwort:

 „Das weiß doch jeder!“

 Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

 

Mögliche Reaktionen:

  1. Ich bin aber nicht jeder.
  2. Ich noch nicht, sorry.
  3. Ich nicht. Bin ich entehrt?
    1 – 3. Sie stehen zu sich und antworten direkt. Ob als Zusatz »sorry« oder »Bin ich entehrt?« kommt, hängt von Ihrer Laune und der Person ab auf die Sie antworten. Letzteres wirkt witziger, passt jedoch nicht in jedes Umfeld.
  4. Die Erfahrung zeigt, dass man es nicht oft genug wiederholen kann.
    Sie antworten rein sachlich. Niemand zwingt Sie, auf Bosheiten einzugehen. Solch eine Antwort lässt Sie sehr souverän wirken.
  5. Es ist schön, dass Sie das wissen. Dann können wir uns die Unterweisung sparen und gleich in die Diskussion gehen. Was halten Sie von…
    Sie geben den Ball geschickt zurück. Sie loben Ihr Gegenüber und verzweigen sofort in Richtung Diskussion. Die Reaktion wirkt sehr souverän und überlegen.
  6. Ach was. Und Ihr Name ist sicher – lassen sie mich raten – Albert Einstein.
    Ironie wirkt gut, wenn die andere Person sie auch versteht und Sinn dafür hat. Hier kommt es sehr auf den Tonfall an, ob danach wieder ein sachlicher Diskurs möglich ist oder nicht. Es kommt darauf an, wie viel Ihnen an der Beziehung liegt.
  7. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, Ihre Menschenkenntnis zu verbessern?
    Gegenangriffe erzeugen immer eine Missstimmung, auch wenn der andere angefangen hat.
  8. Man lernt nie aus.
  9. Egal was passiert – es gibt immer einen, der es besser weiß.
  10. Schon mancher ist als Löwe gesprungen und als Bettvorleger gelandet.
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Kreativitätsübung November

Finden Sie 7 Minuten lang Begriffe, die etwas mit der Zahl »3« zu tun haben.

z. B. Drei Musketiere, Dreizack, Dreieck, …

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 Finden Sie 3 Minuten lang Synonyme für »arbeiten«.

z. B. schuften, produzieren, schaffen, …

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Denksport des Monats

Ein Schäfer will mit einem kleinen Ruderboot einen Fluss überqueren. Dabei hat er ein Schaf, einen Wolf und einen Kohlkopf. Alle drei sollen heil über den Fluss gebracht werden, doch er kann leider immer nur einen davon im Boot mitnehmen, also nur das Schaf, nur den Wolf oder nur den Kohlkopf. Lässt er den Wolf mit dem Schaf alleine, so frisst dieser das Schaf. Das gleiche gilt für das Schaf und den Kohlkopf. Wie schafft es der Schäfer, alle heil ans andere Ufer zu bekommen?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Dichter unter sich

Mark Twain machte auf einem Empfang einer Dame ein Kompliment über ihr gutes Aussehen.
Darauf sagte die: »Leider kann ich Ihr Kompliment nicht zurückgeben!«
Darauf meinte er: »Machen Sie’s doch wie ich, lügen Sie einfach.«

Tucholsky sagte zu einem Dichter: »Ich habe Ihr Buch gelesen.«
»Mein Letztes?«
»Hoffentlich.«

Die Frau von Jack London sagte zu ihm: »Ich habe nichts anzuziehen.«
Darauf antwortete er ihr: »Hülle dich in Schweigen.«

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Von blöde Kuh bis blöder Köter…

Kennen Sie das? Sie gehen im Park spazieren, Ihr Hund schnüffelt vergnügt am Boden und Sie schauen ihm dabei zu. Oder Sie laufen eilig durch die Stadt und jemand muss Ihnen ausweichen. Diese oder ähnliche Situationen begegnen uns öfters und sind normalerweise auch nicht bemerkenswert. Doch es gibt Zeitgenossen, die dann an einem vorbeilaufen und eine blöde Bemerkung in den (oft nicht vorhandenen) Bart murmeln. Mir ist das bisher nur in der Stadt (im Gegensatz zum Dorf) passiert und seltsamerweise auch nur von Männern. Frauen machen auch mal Bemerkungen, aber die sagen es einem direkt.

Beachtlich ist dabei übrigens auch, dass es sich hierbei in den seltensten Fällen um eine direkte Ansprache handelt nach dem Motto: „Geh aus dem Weg, Du blöde Kuh!“ Nein es wird vielmehr so formuliert:

„Kann nicht aus dem Weg gehen, die blöde Kuh.“

Wie reagieren wir am besten auf so was? Wie immer gibt es viele Varianten. Oberstes Gebot ist jedoch: Nicht Ärgern und möglichst selbst nicht mit Schimpfworten reagieren! Viel cooler ist:

  • Überhören (nach dem Motto, wer weiß wen der gemeint hat)
  • „Haben Sie mit mir gesprochen?“
  • „Haben Sie etwas gesagt?“
  • „Waren sie wegen Ihrer Selbstgespräche schon mal beim Arzt? Das klingt pathologisch.“
  • „Haben Sie eine Bitte an mich gerichtet?“
  • „Das habe ich gehört! Legen Sie Wert auf eine Anzeige
    oder entschuldigen Sie sich lieber?“

Zusatz: Es gibt auch Mitmenschen, die einem Zettel an die Windschutzscheibe hängen mit der Bemerkung: „Schwaben können augenscheinlich nicht einparken“

Das ist mir vor 2 Tagen in Staufen passiert. Meine Interpretation hierzu: Da hat sich jemand geärgert und wollte, dass ich mich auch ärgere. Doch … wenn ich den Menschen gar nicht kenne und er mir keine Gelegenheit der Auseinandersetzung gibt … wieso sollte ich mich dann ärgern?

Solche Hinweise behandeln Sie am besten, indem Sie diese ignorieren und … den Zettel wegwerfen. (Oder Sie machen es wie ich und nehmen so etwas als Anlass für einen blog-Beitrag :-). )

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»Die Frage stellt sich so nicht. Vielmehr stellt sich folgende Frage…«

Mit dieser Standard-Antwort retten sich auch Politiker gerne. Es kann nun auf eine vorbereitete Frage geantwortet werden. Ob die erste Frage auch noch beantwortet wird, das liegt dann an Ihnen…

Doch seien Sie vorsichtig mit der bayrischen Variante dieses Standards. Die lautet: »Die Frage können Sie so nicht stellen!«

Die ruft Widerspruch hervor.

Und wir wollen doch ablenken statt den anderen unnötig zu reizen, oder?

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Lieblingsantworten, damit Sie – ab sofort – nie mehr sprachlos sind!

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Kreativitätsübung Oktober

Suchen Sie sich für die nächste Übung eine Partnerin oder einen Partner. Vielleicht möchte Ihr Gegenüber ja gleich mit üben, dann wechseln Sie nach jedem Satz oder nach einer Sequenz ab. Es geht um schnelles Improvisieren. Sie können eine Erweiterung oder eine gegenteilige Aussage anschließen. Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit.

Ihr Gegenüber stellt eine einfache Frage, die Sie mit »Ja und…« oder mit »Ja nur…« beantworten, wobei Sie sofort einen Satz anfügen.

Hast Du heute schon die Zeitung gelesen?
Ja und Radio gehört habe ich auch.

Sonst schaust Du doch nur Fernsehen?
Ja nur heute hatte ich das Autoradio dabei.

Bei der Übung geht es darum, ohne lange Überlegung schnell Antworten zu kreieren, auch wenn Ihnen diese zunächst nicht besonders originell erscheinen. Es ist eine neue Art zu denken, die für Ihre neu gewonnene Schlagfertigkeit nützlich sein kann. Die Antwort muss nicht logisch mit der Frage zusammenhängen. Bsp.:

Warst Du heute schon spazieren?
Ja und in meinem Roman habe ich auch schon gelesen.

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Finden Sie 5 Minuten lang Verben, die mit »b« beginnen und innen ein »h« haben.

z. B. behandeln, behaupten, …

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Denksport des Monats

Werner ist größer als Sascha, Jens größer als Klaus.
Sascha ist kleiner als Peter, jedoch größer als Jens.
Peter ist kleiner als Werner.

Wer steht größenmäßig in der Mitte?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Der Angriff des Monats Oktober

Situation: Sie stehen an der Kasse im Supermarkt und der nette junge Mann vor Ihnen legt zwei Sektflaschen und eine große Packung Kondome auf das Laufband. Sie lächeln in sich hinein darauf meint dieser unfreundlich:

„Warum grinsen Sie so blöd?“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. Ach wissen Sie, ich habe gute Laune und das Leben ist herrlich!
  2. Sind Sie sicher, dass die ausreichen für einen ganzen Abend?
  3. Ich bin halt ein freundlicher Mensch.
  4. Oh, ich dachte, ich mache Ihnen eine Freude.Die vier funktionieren alle ähnlich. Sie nehmen es humorvoll und überhören die Spitze. Das ist eine sinnvolle Variante, wenn Sie sich nicht auf einen Streit einlassen wollen.
  5. Wenn Sie ein positiv gemeintes Lächeln so negativ interpretieren, sollten Sie das doch besser für sich behalten.
  6. Weil ich mal so grinsen wollte, wie Sie fragen!
  7. Ich grinse nicht, ich freue mich. Es gibt Menschen außer Ihnen, die können grundlos fröhlich sein.
  8. Ich lächle Sie freundlich an.Bei 8 und 9 definieren Sie beide male, was Sie tun – nämlich freundlich lächeln. Definieren ist oft eine gute Reaktionsmöglichkeit.
  9. Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen. Marie von Ebner-Eschenbach
  10. Wenn ich Sie so ansehe, wäre mir tatsächlich eher zum Weinen zumute.
    Sie gehen hier zum Gegenangriff über. Es ist pfiffig formuliert und wenn Sie sicher sind, diesem Menschen nie mehr wieder zu begegnen, durchaus eine mögliche Antwort.
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Die überraschende Antwort

Ein älterer Herr antwortete auf die Frage, wie er es gemacht habe, 105 Jahre alt zu werden: »Weil ich nie aufgehört habe zu atmen.«

Kellner tropft einer Dame Tee auf die Bluse. Darauf sagt sie: »Ich hatte Sie eigentlich für jemanden gehalten, der nicht zu blöd ist, Tee zu servieren.«
Darauf sagt er: »Und ich hätte Sie gerne weiterhin für eine Dame gehalten.«

Peter schläft im Unterricht. Als der Lehrer das entdeckt, schüttelt er ihn kräftig und fragt entrüstet: »Weißt Du, wie man so etwas wie Dich nennt?«
»Ja« gähnt Peter, »einen aufgeweckten Jungen.«

Kellner: »Ihr Glas ist leer! Soll ich Ihnen ein neues bringen?«
»Was soll ich mit zwei leeren Gläsern?«

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Anekdoten vom Gähnen

Ein Filmproduzent sagt zum anderen: „Meine Filme sind noch nie ausgepfiffen worden.“
Antwort des anderen: „Logisch. Wer kann schon gleichzeitig pfeifen und gähnen.“

Ein Abgeordneter zum anderen: “Herr Kollege, Sie kriegen ja in keiner Sitzung den Mund auf.“
Antwort: „Irrtum, mein Lieber, immer wenn Sie reden muss ich gähnen.

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