Kreativitätsübung Februar

Beantworten Sie folgende Fragen zu dem Gegenstand »Regenschirm«.

  1. Wofür kann dieser Gegenstand noch verwendet werden (ohne ihn zu verändern)?
  2. Was könnte man stattdessen benutzen? Was ist diesem Gegenstand ähnlich?
  3. Wie könnte er für einen anderen Verwendungszweck umgestaltet werden?
  4. Was wäre, wenn er größer (dicker, schwerer, stärker) wäre?
  5. Was wäre, wenn er kleiner (dünner, leichter, kürzer) wäre?
  6. Womit könnte man ihn kombinieren?

Wählen Sie nun einen eigenen Gegenstand und wenden Sie die Fragen noch einmal an.


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Finden Sie 5 Minuten lang Assoziationen oder Anwendungsmöglichkeiten für einen Teller.

Fragen Sie sich: Was ist auch weiß und rund?

Was kann man mit einem Teller alles tun? Wofür kann man ihn verwenden?

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Finden Sie 17 Anagramme basierend auf dem Begriff: »Geschäftsleitung«.

z. B. Scheine, lustige Chefs tagen, Seilschaft, Fälschung, …

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Denksport des Monats

Vervollständigen Sie die Reihe:

M D M D

Welcher Buchstabe kommt als nächstes?

Tipp: Lassen Sie sich nicht von der Regelmäßigkeit täuschen. Überlegen Sie, wofür die Anfangsbuchstaben stehen könnten?
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Der Angriff des Monats Februar

Situation: Sie setzen sich beim Elternabend vehement für das Schulessen ein. Ihrer Meinung nach soll die neue Mensa so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden. Sie haben drei Kinder in dieser Schule und brauchen die durchgängige Versorgung. Nun hören Sie die freundlich-süße Stimme Ihrer Vorsitzenden:

 „Wer geschieden ist, kann darüber so denken, aber…“

 Erst Ihre eigene Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

  1. Nicht, wer geschieden ist, sondern jemand, der flexibel ist in seinem Denken, der kann so darüber denken.
  2. Aber als Nichtverheiratete sehe ich das ganz anderes.
    – Durch das Umdefinieren erhalten Sie Ihren Abstand und weisen den Sprechenden darauf direkt hin.
  3. Alles nur eine Frage klarer Entscheidungen.
    Da, wie sie ja wissen, ein Großteil der Bevölkerung bereits mindestens einmal geschieden ist, können Sie davon ausgehen, dass dieser Gedanke sehr realitätsnah ist.
    – Sie gehen rein sachlich auf die Aussage ein, ohne auf die spitze Bemerkung Bezug zu nehmen. Das kann sehr souverän wirken.
  4. Sie müssen es ja wissen. Und wie denken Sie nun genau darüber?
  5. Oh, interessanter Standpunkt – wie kommen Sie darauf?
  6. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie mit meinen Äußerungen überfordert habe.
  7. Die Betonung liegt auf »kann«, er »kann« demnach auch anders denken.
    – Sie nehmen ein Wort heraus und reagieren auf das. Auch das ist eine gute Variante, um Ihren eigenen Abstand beizubehalten und sich nicht getroffen zu fühlen.
  8. Wer geschieden ist, ist nur nicht mehr verheiratet, sein Denken ist davon nicht beeinträchtigt.
TIPP: Wenn Sie das Gefühl haben Ihnen tritt jemand zu nahe, dann wirkt eine Antwort wie die folgende, immer souverän:

Meine persönliche Situation hat nichts mit dieser Angelegenheit zu tun. Bitte bleiben Sie bei der Sache.

 

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Was wir von Herrn Adenauer zum Thema Schlagfertigkeit lernen können

So wird jede langweilige Besprechung zur inspirierenden Veranstaltung. Nehmen Sie sich ein Muster am Tag vor und überlegen Sie bei Äußerungen anderer, was Sie darauf antworten könnten. Da unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen tatsächlich Gesagtem und nur Überlegtem, können sie auch durch Durchdenken Ihr Reaktionsrepertoire erweitern. Und… es macht gar nichts, wenn Ihnen nicht sofort etwas einfällt. Da niemand weiß, woran Sie gerade heimlich üben, probieren Sie es einfach mit der nächsten Aussage wieder 🙂

Beginnen Sie also jeden Morgen neu mit Ihren Übungen zur Schlagfertigkeit. Machen Sie es wie Herrn Adenauer, der mal gesagt hat:

  • Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.
  • Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt‘s nicht.

Wenn Ihnen mal was schiefgeht, dann nehmen Sie den Spruch:

  • Morgen gibt es eine neue Zeitung!
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Tatsächlich passiert

Letzte Woche sagte ein Postbeamter zu mir: »Ach Sie schon wieder mit Ihrer Büchersendung!« Da konnte ich das Jahr doch gleich mit einer kleinen Übungseinheit in Sachen Schlagfertigkeit beginnen. Ich hab ihn mit dem »Du-kommst-hier-nicht-rein-Blick« angesehen und dabei überlegt, welche Reaktion ich jetzt auswähle. Zur Auswahl hatte ich:

  • Ich freu mich auch Sie zu sehen.
  • Gut erkannt.
  • Schön, dass Sie wieder für mich arbeiten.
  • Ist das bei der Post Einstellungsbedingung, Sendungen sofort einordnen zu können?
  • Was wollen Sie mir damit sagen?
  • Warum denn heute so freundlich?

Und gesagt habe ich: »Warten Sie nur bis morgen. Da bringe ich zwei!«

Was wäre Ihnen in der Situation eingefallen? Machen Sie es wie ich. Nutzen sie Alltagssituationen für Ihre tägliche Übung.

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Kreativitätsübung Januar

Bilden Sie drei Sätze aus den Buchstaben des Wortes: »Laserdrucker«.

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Gehen Sie durch das Alphabet und finden Sie pro Buchstabe ein Tier, das mit dem Buchstaben beginnt.

Ameise, Bär, Chamäleon, …

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Finden Sie 4 Minuten lang Transportmittel.

z. B. Tupperdose, ICE, Heißluftballon, …

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Denksport des Monats

Vier Leute wollen über eine Hängebrücke auf die andere Seite eines Abgrunds. Es können immer nur zwei Personen gleichzeitig über die Brücke. Sie haben nur eine Taschenlampe dabei, die auch jedes Mal mitgenommen werden muss, da sonst der Weg nicht zu erkennen ist. Die Lampe muss auch jedes mal wieder zurücktransportiert werden. Die Wanderer sind unterschiedlich gut zu Fuß. Einer von ihnen braucht 5 Minuten, einer 10, einer 20 und einer 25 Minuten um die Brücke zu überqueren. Die Brenndauer der Taschenlampe beträgt genau eine Stunde. Wie können sie die Brücke in nur 60 Minuten überqueren?

Tipp: Lassen Sie immer 2 Personen gleichzeitig laufen und probieren Sie die Varianten aus, die Ihnen zunächst seltsam vorkommen…

 … wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Der Angriff des Monats Januar

Situation: Sie müssen Ihre Kinder vom Kindergarten abholen und haben gerade eine größere Portion Sauerkraut auf dem Herd. Die Küche ist voller Dampf und Ihre Kleidung und die Haare haben entsprechend gelitten. Nun stehen Sie abgehetzt vor dem Kindergarten und eine andere Mutter sagt mit einem Seitenblick schnippisch:

 „Shampoo ist bei Ihnen wohl knapp!“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. Wieso, wollen Sie sich welches bei mir borgen?
    Das ist eine raffinierte Variante. Sie beziehen den Angriff / die Spitze nicht auf sich sondern auf die Sprecherin.
  2. Wieso, kann ich mir bei Ihnen welches ausleihen?
  3. Klar, meiner Gesundheit zu Liebe verdünne ich es mit Wasser.
  4. Nö, aber ich wusste, ich kann Ihnen eine Freude machen, wenn ich mit ungewaschenen Haaren komme.
  5. Haben Sie keinen Frisör, der Ihnen zuhört?
  6. Ich habe das leider nicht richtig verstanden. Was möchten Sie mir mit dieser Andeutung mitteilen?
    Das ist eine wunderschöne Standardantwort, die Ihnen in vielen Situationen gute Dienste leisten kann.
  7. Wenn ich Sie so anschaue bin ich froh, dass es bei mir nur das Shampoo ist.
  8. Seife und Deo auch, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen?
    Durch eine Übertreibung zeigen Sie dem anderen wunderbar, dass Sie über den Dingen stehen.
  9. In der Wahl seiner Feinde kann man nicht vorsichtig genug sein. (Oscar Wilde)
  10. Das ist der neue Look: „Wash and wear!“
    Auch eine gute Variante, die Zustimmung bei gleichzeitigem Überhören der tatsächlichen Spitze.
  11. Es tut mir leid, wenn Ihnen meine Frisur nicht gefällt. Trotzdem haben Sie nicht das Recht, so mit mir zu sprechen.
  12. Nein. Blendet Sie mein glänzendes Haar?
  13. Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen. (Gabriel Laub)
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Schöne Formulierungen

Ich hoffe Sie haben das Jahr 2017 gut angefangen und sind nun motiviert, Ihr Schlagfertigkeitstraining in Angriff zu nehmen.

Was halten Sie davon, ab sofort nicht mehr von „Angriff“ zu sprechen?

Mein Vorschlag einer schöneren Formulierung ist: „Kommunikatives Angebot mit negativem Inhalt.“

In diesem Sinne viel Erfolg beim Üben.

  • Der Unterschied zwischen denen, die uns gernhaben dürfen -, und jenen, die uns gernhaben können, gleicht dem zwischen Tag und Nacht.
  • Der Vorschlag stieß auf große Zurückhaltung bis zu starkem Widerstand.
  • Nach eingehender Gewissenprüfung halte ich diesen Vorwurf für nicht gerechtfertigt.
  • Uns gelang das zunächst unmöglich scheinende, offensichtlich durch die Hegelsche List der Vernunft.
  • Eine Vereinigung zum Ziele des Umsturzes nennt man Kegelverein.
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Kreativitätsübung Dezember

Mit der Kreativitätsübung Dezember verabschiede ich mich für dieses Jahr, wünsche Ihnen besinnliche Festtage, einen fröhlichen Jahresbeginn und viel persönlichen Erfolg für 2017.

Weitergehts mit dem blog am 11. Januar 2017.

Die besten Wünsche von Petra Philipp

Welche Synonyme für »Geld« fallen Ihnen ein? Sie haben 5 Minuten Zeit.

z. B. Knete, Kohle, Zaster, …

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Formulieren Sie für folgende Angriffe je eine Antwort, bei der Sie den Bezug verändern oder die Aussage auf den Sprechenden beziehen. Nehmen Sie sich pro Antwort soviel Zeit, wie Sie benötigen.

  • Haben Sie überhaupt Freunde?
  • Mit Ihnen auf einer einsamen Insel. Ich würde mich aufhängen.
  • Im Anzug sehen Sie fast aus wie ein Mann.
  • Von einem Spatzenhirn kann man ja nicht mehr erwarten.
  • Haben Sie noch Sex oder spielen Sie schon Golf?

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Denksport des Monats

Ein Spion möchte sich in eine Stadt schleichen. Dazu muss er aber den Wachen am Stadttor die richtige Parole nennen. Er legt sich also, nahe des Stadttores, auf die Lauer und beobachtet die Vorgehensweise der Anderen.
Ein Händler verlangt Einlass. Der Wächter sagt: »28, was ist deine Antwort?«. Der Händler antwortet mit »14« und wird eingelassen. Dann kommt ein junges Mädchen, der Wächter sagt: »8«, das Mädchen antwortet »4« und wird eingelassen.
Ein Hirte antwortet auf die Ansage »16« mit »8« und wird eingelassen.
Der Spion hat verstanden, wie es geht und läuft los. Der Wächter sagt: »10, was ist deine Antwort?«.
»Ich sage 5!« antwortet der Spion und will weiterlaufen, aber bevor er auch nur einen Schritt machen kann, zieht der Wächter sein Schwert und tötet den Spion, denn die Antwort ist falsch. Was wäre die richtige Zahl gewesen?

Tipp: Wie bei der Übung 34 geht es hier nicht um ein mathematisches Rätsel. Überprüfen Sie doch einmal, ob Sie auch mit den Buchstaben etwas anfangen können.

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Der Angriff des Monats Dezember

Situation: Sie haben heute Abend Gäste und erledigen noch die letzten Einkäufe. An der Fleischtheke ist eine Menge los und Sie stellen sich hinten an und warten geduldig. Als Sie an der Reihe sind, bitten Sie den Metzger höflich, Ihnen den Rinderbraten auch gleich zu spicken. Da sagt der Verkäufer mit einem demonstrativen Blick auf die Uhr zu Ihnen:

 „Dafür ist keine Zeit mehr!“

 Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1.  Sie haben »zu verlieren« vergessen.
    Souveräne Antwort, indem Sie den Satz in Ihrem Sinne weiterführen.
  2. Wenn man möchte dann doch.
  3. Wenn wir nicht so lange reden würden, hätten wir die Zeit. <auf die Uhr schauen>
    Sie bleiben hartnäckig, wirken jedoch schon leicht säuerlich, was der Situation durchaus entspricht. Wenn Sie nun Ihre Bitte wiederholen, bleibt dem Herrn kaum eine Wahl, als die zu erfüllen.
  4. Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.
    Das ist ein schönes Wortspiel, wenn die Betonung stimmt. Ihr Gegenüber wird die unterschwellige Drohung dann sofort verstehen.
  5. Richtig, das Sprichwort heißt ja auch »no time – no money«, nicht wahr?
  6. Es gibt Pizza-Bringdienste für das Abendessen.
  7. Wenn Sie gleich damit angefangen hätten, wären wir schon weiter. Oder: Wenn jetzt nicht, wann dann?
  8. Langfristig spart es mir Zeit.
  9. … sagte der Abteilungsleiter und machte den größten Fehler seines Lebens
  10. Nur unbegabte Menschen haben keine Zeit. Karl Popper
  11. Es ist nie zuwenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. Seneca

Im Büro gäbe es noch folgende Antwortmöglichkeiten:

  • Wir haben immer Zeit es noch einmal zu machen, aber nie es gleich beim ersten Mal richtig zu machen.
  • Langfristig spart es uns Zeit.
  • Zeit ist nur das Leben der Uhr. Oder: Dann nehmen wir uns Zeit.
  • Wie viel Zeit werden wir denn dafür brauchen?
    Wenn die Zeit keine Rolle spielen würde, spräche dann noch etwas dagegen?
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Je schöner Sie formulieren, umso besser treffen Ihre Aussagen

Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft’s.
Martin Walser

Es sagte ein Passant auf die Frage eines Reporters zum Thema Politiker und Diätenerhöhung: »Die Unbefangenheit wird dadurch doch etwas in Frage gestellt.«

Üben Sie täglich, Ihre Aussagen schön zu verpacken. Achten Sie auf Wörter, die Sie selbst (und auch andere) in Ihrer Emotion bestätigen oder Ihr Gefühl neutralisieren.

Testen Sie jetzt, wie Sie selbst die Wirkung  folgender Wörter empfinden.

  • Ich bin wütend.
  • Ich bin irritiert.

Bemerken Sie den Unterschied? Entscheiden Sie selbst, inwieweit Sie sich Ihre Emotionen selbst erzeugen wollen.

Legen Sie sich ein Repertoire schöner Formulierungen zu.

Vor kurzem fragte mich eine Teilnehmerin im Seminar: »Muss man denn immer höflich und freundlich bleiben?«

Meine Antwort war: »Muss nicht, aber es wirkt viel besser. Und je schöner unsere Antwort formuliert ist, desto wirkungsvoller ist sie.«

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Schöne Formulierungen!

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