Anekdoten

Hans von Bülow eilte in Bayreuth über die Straße. Ein Verehrer nähert sich mit den Worten: »Ich wette, Herr von Bülow, Sie kennen mich nicht mehr.« Der sagte: »Gewonnen!« und enteilte.

Theodor Mommsen sagte nach einem Blick auf die Festschrift zu seinem 60sten Geburtstag: »Ich werde Monate brauchen, den Unsinn zu widerlegen.«

Der amerikanische Hypnotherapeut Milton H. Erickson ging gegen 16 Uhr in einem entlegenen Stadtteil spazieren, als ein gefährlich aussehender Mann aus einer Toreinfahrt sprang und sich bedrohlich vor ihm aufbaute. Erickson schaute auf seine Uhr und sagte: »Es ist genau zehn Uhr« – und ging einfach weiter. Nach etwa 100 Metern schaute er sich um, da stand der Mann immer noch regungslos an derselben Stelle.

Embodiment für die Schlagfertigkeits-Methode Zustimmen

Spontantheater JA GENAU

Bei einer Übung im Spontantheater stellen die Spieler Behauptungen auf, die der andere zunächst mit: »Ja genau!« annimmt und anschließend begründet. Durch diesen Modus denken wir zunächst in Richtung Zustimmung, bevor wir dagegen argumentieren.

Welchen Mottosatz verbinden Sie mit dieser Haltung?

• Ja genau!
• Welchem Teil stimme ich diesmal zu?
• Ich bin dafür!
• …

Übung macht den Meister!
Die Embodiments üben Sie für den Ernstfall folgendermaßen ein.
Versetzen Sie sich mit Hilfe folgender Fragen in den gewünschten Zustand.
• Was nehmen Sie in dieser Rolle mit den Sinnen wahr?
• Was sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken Sie? Zum Beispiel:
• Wie stehen Sie da? (gerade, leicht gebückt, Rücken durchgedrückt, Füße parallel oder leicht versetzt…?)
• Wie ist Ihre Kopfhaltung?
• Wo sind Ihre Hände?
• Wie ist Ihr Gesichtsausdruck?
• Wie ist Ihre Atmung?

Verstärken Sie diese Empfindung. Fühlen Sie sich ganz wie Ihr Vorbild. Potenzieren Sie das Gefühl und genießen Sie es. Verbinden Sie das Gefühl mit Ihrem Mottosatz. Atmen Sie tief ein und sprechen Sie beim Ausatmen Ihren Mottosatz. Wiederholen Sie das dreimal.
Verlassen Sie jetzt Ihr Vorstellungsbild und bewegen Sie sich ein wenig. Schütteln Sie Arme und Beine aus und seien Sie wieder Sie selbst.
Und nun wechseln Sie mit Hilfe Ihres Mottosatzes, der Haltung,… mehrfach ins Vorstellungsbild und zurück. Diesen Teil der Übung wiederholen Sie bitte die nächsten 3 Wochen täglich, am besten morgens und abends. Gut nutzen können Sie dafür auch Wartezeiten beim Einkaufen, an der Ampel,…
Führen Sie die Übung so lange durch, bis die Gefühlsänderung sich auf „Knopfdruck“ einleiten lässt, sie sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist und Sie – wie beim Autofahren – nicht mehr überlegen müssen, wo der nächste Gang ist sondern automatisch agieren können wie Ihr Vorstellungsbild.
Dabei viel Erfolg!

Leibwächter für’s „gelassen bleiben“

Sache und Beziehung trennen:

  • erst auf die Beziehung eingehen,
  • danach auf die Sache antworten.

Beispielformulierung:

„Ich möchte etwas zur Sache sagen und auch zum Ton, den Sie anschlagen. Zunächst zum Ton: Ich empfinde ihn als anmaßend bis unverschämt. Er verdirbt die Atmosphäre dahingehend, dass nichts Neues entstehen kann. Zur Sache möchte ich Ihnen aufzeigen, worin für mich das Neue liegt…“

Der Angriff des Monats November

Situation: Sie sind begeistertes Mitglied im Schwimmverein. Zum Dorffest wird geplant, einen Stand mit Kaffee und Kuchen zu organisieren. Sie erinnern sich mit Grauen an die letzte Kuchenschlacht und sind dafür, diesmal den anderen Vereinen den Vortritt zu lassen und stattdessen mal zu grillen. Der Vorstand ist damit nicht einverstanden und bügelt Sie nieder mit den Worten:

Wenn Sie sich nicht nach den anderen richten, bleiben Sie allein!

Zuerst Ihre eigene Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
    Das ist eine schöne Assoziation zum Schwimmclub. Die Bemerkung wird Ihr Gegenüber zum Nachdenken bringen.
  2. Nur Lemminge gehen da hin, wo alle hingehen.
  3. Wenn das in der Vergangenheit alle gesagt hätten, würden wir noch in unseren Höhlen sitzen und grunzen.
  4. Neue bahnbrechende Ideen hatten es schon immer etwas schwerer, akzeptiert zu werden!
  5. Der Starke ist am mächtigsten allein.
  6. Lieber bleibe ich allein, als dass ich etwas ohne Spaß mache.
  7. Darf man keinen eigenen Standpunkt mehr haben?
  8. Ich sehe schon: Kein Argument kann Ihnen Ihre Meinung nehmen
  9. Und wieso haben Sie dann so wenig Freunde?
    Ein Gegenangriff liegt natürlich nahe, doch so werden Sie selbst sich keine Freunde machen und auch wenig Unterstützung für Ihre eigenen Vorschläge bekommen. Den vorher immer genau überlegen.
  10. Wie sagte Albert Einstein einmal so schön, um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können muss man in erster Linie eines sein und zwar ein Schaf.
    Ein Zitat kommt meistens gut an. Außerdem haben Sie dadurch Unterstützung von einer Autorität. Schöne Zitate, die Sie so verwenden können, finden Sie im Kapitel 6.
  11. Ja, und wenn ich es tue, kommen wir alle zusammen keinen Schritt weiter.
  12. Das glauben Sie? Dann muss ich wohl damit leben.

So kontrollieren Sie in akuten Situationen Ihre Gefühlsäußerungen

Schaffen Sie inneren Abstand, indem Sie nicht sofort und automatisch reagieren, sondern innerlich zählen. Bringen Sie sich in eine andere Verfassung, indem Sie Ihre Körperhaltung ändern, tief ein- und ausatmen, sich bewegen. Gemeinsam mit der körperlichen Entspannung löst sich auch die seelische Belastung.

Nehmen Sie sich Bedenkzeit. Sagen Sie: „Ich denke darüber nach und gebe Ihnen später / morgen Bescheid.“

Kreativitätsübung Oktober

Was bedeutet die Abkürzung »DVNKU«? Finden Sie wenigstens 5 Deutungsmöglichkeiten

Z. B. Deutscher Verein notorischer Kunst Unterhändler.

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Sie sind auf einer einsamen Insel gelandet mit nichts als 200 leeren Glasflaschen à 0,5 Liter Füllmenge. Was können Sie damit alles machen, um Ihre Situation zu verbessern?

Notieren Sie 7 Minuten lang alle Lösungen.

z. B. Brennglas für Feuer, als Baumaterial verwenden, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Synonyme für »Vorteil«.

z. B. Oberwasser, Nutzen, Profit, Bonus, …

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Denksport des Monats

Drei Forscher werden von einem Indianerstamm gefangen genommen. Der Häuptling ist ein Freund von Rätseln. Er verspricht ihnen die Freiheit, wenn Sie das Rätsel lösen könne, dass er ihnen stellt. Es gibt insgesamt drei weiße und zwei schwarze Federn! Die Gefangenen bekommen jeweils eine Feder auf den Kopf, die restlichen zwei sind nicht sichtbar. Sie sitzen hintereinander aufgereiht. Der Hinterste sieht die zwei vor sich, der Mittlere einen und der Vordere nur die Prärie. Sie können sich nicht umdrehen. Einer der drei soll sagen, welche Farbe die Feder auf seinem Kopf hat. Nach einer längeren Zeit sagt der Vorderste: »Wenn die Anderen beiden mitgedacht und entsprechend reagiert haben, dann ist meine Feder auf dem Kopf eine?« Ja, welche ist es denn und wie kann er das wissen?

Tipp: Wichtig ist der Hinweis, dass der vorderste eine Weile abwartet, den anderen beiden also Zeit lässt, logische Schlüsse zu ziehen. Beginnen Sie also beim Hintersten mit der Überlegung: Was sieht er?

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

Freche Sprüche, böse Zitate

  • Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn.
    Mark Twain
  • Der Nachteil der Intelligenz besteht darin,
    dass man pausenlos dazulernen muss.
    Shaw
  • Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.
    Wilhelm Busch
  • Alles ist möglich, selbst dämliche Fragen wie Ihre.
    Joschka Fischer

Die folgenden habe ich mal irgendwo gehört, eines in der U-Bahn, ein anderes in der Fernsehserie Bones.

  • Um richtig dumm daherreden zu können, muss einer schon akademisch gebildet sein.
  • Du kannst Recht haben und trotzdem ein Idiot sein.
  • Das Schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.
  • Nett sein wird überbewertet.

Der Angriff des Monats September

Situation: Sie arbeiten als Chemiker bei einem großen Testlabor für Kosmetik und befinden sich gerade auf einer Party bei Freuden. Im Laufe des Small Talk haben Sie auch von Ihrer beruflichen Beschäftigung erzählt. Auf einmal sagt eine Ihrer Gesprächspartnerinnen konsterniert:

Macht Ihnen Ihr Beruf eigentlich kein schlechtes Gewissen?

Erst Ihre Antwort

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Nein. Bedenken Sie, was es nicht gäbe, wenn die Chemie nicht wäre.
  2. Da ich mir meiner Verantwortung bewusst bin, sehe ich keinen Grund dazu. Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Punkt?
    Die rein sachliche Antwort mit anschließender Erklärung lässt Sie souverän erscheinen. Allerdings können Sie dadurch auch zum Spielverderber werden, wenn es eine Aufforderung zum unterhaltsamen Streitgespräch sein sollte.
  3. Benutzen Sie keine Kosmetik?
  4. Warum?
  5. Nein! <Pause> Was konkret wollen Sie mit dieser Äußerung erreichen?
  6. Es ist unfair, dass 95 % meines Berufsstandes allen anderen einen so schlechten Ruf eintragen.
    Eine witzige Antwort, die den anderen zum Nachdenken veranlasst. Die inhärente Bestätigung wird er erst auf den zweiten Blick erkennen. Damit gewinnen Sie Zeit und irritieren den anderen.
  7. Meine Eltern wollten ja, dass ich Banker werde, aber so richte ich weniger Unheil an.
  8. Das ist die Wetterseite meines Gewissens. Da kann ich was aushalten.
  9. Mein Beruf ist mein Hobby!
  10. Machen Ihnen eigentlich solche Fragen kein schlechtes Gewissen?
  11. Was für ein Gewissen ?!
  12. Mein Gewissen entzieht sich Ihrem Wissen.
    Sie nehmen den Klang des Wortes mit einem sich darauf reimenden Wort auf und irritieren damit Ihr Gegenüber. So verschaffen Sie sich eine kleine Denkpause und Sie können sich in Ruhe eine gute Argumentation zurecht legen.
  13. Das Gewissen ist eine Uhr, die immer richtig geht. Nur wir gehen manchmal falsch. Erich Kästner

Kreativitätsübung August

Nehmen Sie das Alphabet zu Hilfe und finden Sie mit jedem Anfangsbuchstaben einen Beruf.

z. B. Architekt, Bäcker, …

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Erzählen Sie eine Geschichte, in der folgende Begriffe vorkommen.

Zirkuszelt                       fruchtbar

Kanu                              phantastisch

Kanonenkugel                 Rhinozeros

Studium                         Richtwert

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Suchen Sie jeweils mindestens zwei Bedeutungen für folgende Begriffe. Nehmen Sie sich pro Antwort soviel Zeit, wie Sie benötigen.

  • Ihre Papiere bitte!
  • Bankgeheimnis
  • Haltestelle
  • Hahn
  • Leiter

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Denksport des Monats

Sie wollen eine Zeitspanne von 45 Minuten abmessen. Dazu bekommen Sie ein Feuerzeug und zwei Brennfäden, von denen jeder, an einem Ende angezündet, genau eine Stunde braucht, um abzubrennen. Die Fäden sind nicht identisch, unterschiedlich dick und brennen deshalb auch unregelmäßig schnell ab. (Eine Hälfte des Fadens brennt also nicht 1/2 Stunde und somit 3/4 eines Fadens nicht die geforderten 45 Minuten. Wie können Sie damit die geforderte Zeitspanne von 45 Minuten abmessen?

Tipp: Denken Sie bei dieser Übung an die zwei Seiten, die jedes Problem haben kann – also auch Brennfäden.
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.