Der Angriff des Monats Juni

Situation: Im Supermarkt sind Sie ein bisschen genervt, nach dem der Mann vor Ihnen ‚etwas länger‘ zum einkaufen und einpacken braucht. Beim Loslaufen reißt Ihm die Plastiktüte und Sie lassen sich zu dem Kommentar hinreißen: „Mit einer Stofftasche wäre Ihnen das nicht passiert.“ Darauf antwortet er:

 „Sie glauben wohl Sie sind perfekt?“

 Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. „Nein, soweit würde ich wohl nicht gehen.“
    Sie antworten direkt auf die Frage und überhören dabei die Bosheit.
  2. „Nein, aber ich verbessere mich jeden Tag.“
    Wenn Sie das »ich« besonders betonen, beziehen Sie einen Teil der Aussage auf den Sprecher. Damit wir der ins Unrecht gesetzt.
  3. „Ich glaube das zwar nicht, aber wenn Sie mich als perfekt einschätzen bedanke ich mich recht herzlich für das Kompliment.“
    Sie nehmen die Aussage positiv und übertreiben Ihrerseits. Dadurch irritieren Sie Ihr Gegenüber.
  4. „Glauben heißt nicht wissen. Was genau wollen Sie mir damit sagen?“
    Sie gehen kurz auf die Unverschämtheit ein und geben ihr eine witzige Wendung. Durch die Frage ist der Ball wider beim Anderen. Das ist nur empfehlenswert, wenn Sie eine weitere Konversation wünschen.
  5. „Nein, aber ich bemühe mich (im Gegensatz zu Ihnen), so zu leben, dass andere nicht gestört werden.“
    Raffinierte Wendung und milder Gegenangriff
  6. „Ja natürlich, genau so perfekt wie jeder andere von uns!“
    Sie geben eine direkte Antwort auf die Frage. Das klingt sehr souverän.

Schlagfertigkeit in Witzen

Berliner Garderobenfrau wird gefragt: »Sind Sie sicher, dass das mein Mantel ist?«
»Das nicht. Aber es ist der, den Sie mir gegeben haben.«

Kennen Sie den Unterschied zwischen Mut, Übermut und Schlagfertigkeit?

Mut ist, wenn ein Mann nur mit einer Badehose bekleidet in die Oper will.
Übermut ist, wenn er zur Garderobenfrau geht und fragt, ob er seine Hose abgeben kann.
Schlagfertig ist die Garderobenfrau, die antwortet: »Wollen Sie Ihren Knirps nicht auch hierlassen?«

Der Angriff des Monats Mai

Situation: Sie weichen in einem Geschäft einem Gabelstapler aus, gehen dabei ein paar Schritte rückwärts und treten aus Versehen einem Herrn auf den Fuß. Noch bevor Sie sich entschuldigen können sagt der:

 „Sie Trampel!“

Finden Sie zuerst Ihre eigene Antwort:

Mögliche Reaktionen:

  1. „Danke für das Kompliment, <Pause> das ich gar nicht verdient habe!“
    Sie bleiben selbstbewusst und höflich. Mit dem zweiten Halbsatz weisen Sie den Angriff elegant zurück.
  2. „Sind Sie immer so nett zu Ihren Mitmenschen?“
    Fragen veranlassen den anderen stets dazu, über eine Antwort zumindest nachzudenken. Sie sind ironisch und wenn Sie dazu noch lächeln, wird die Wirkung noch deutlicher.
  3. „Oh, sind Sie heute mit dem falschen Fuß aufgestanden?“
    Oder „Wer hat Sie denn heute schon geärgert?“
    Sie gehen in die Offensive und sprechen die Art der Reaktion an. Das ist auch ein Gegenangriff.
  4. „Ich hinterlasse wenigstens Spuren. Und die nicht nur im Sand.“
    Humorvolle Definition und Assoziation zum Thema Trampel. Wenn Sie genügend Abstand für sich selbst haben, ist das eine schöne Reaktion.
  5. „Dann seien Sie froh, dass ich nur einen Fuß erwischt habe.“
    Zustimmen und noch eins draufsetzen. Dadurch zeigen Sie sich überlegen und haben die Situation im Griff.
  6. „Meinen Sie Wüstenschiff, Trampeltier oder Dromedar?“
    Sie fragen genau nach. Damit nehmen Sie den anderen bis zu einem gewissen Grad auch ernst. Außerdem gewinnen Sie dadurch Abstand.
  7. „Und Sie sind ein Gentleman. Und <Pause> vielleicht irren wir uns beide!“
    Durch diese souveräne Antwort zeigen Sie sich überlegen und bleiben freundlich. Der zweite Satz zeigt sehr deutlich, wie daneben die Äußerung der anderen Person war. Mein absoluter Antwortfavorit.

Schöne Formulierungen 2

Diese Formulierungen habe ich alle von Herrn Manfred Rommel in diversen Vorträgen gehört. Er ist ein Meister der Formulierkunst. Hier einige Beispiele:

  • Wenn man von jemandem etwas will, darf man ihm keine Zeit lassen, nein zu sagen.
  • Ich kenne einen Herrn, von dem ich noch kein intelligentes Wort gehört habe. Ich vermag nicht zu glauben, dass das auf Verstellung beruht.
  • Die Klugheit gebietet, Menschen, von denen man etwas will, freundlich zu behandeln.
  • Ein virtuoser Navigator in flachen Gewässern.
  • Es hat wenig Sinn, Leute zu beschimpfen. Vor allem nicht, wenn man sie noch braucht.

 

Mit Charme fängt man Mäuse. Schöne Formulierungen 1

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen. Mark Twain

Oder wie Martin Walser es formulierte: Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft’s.

Je schöner unsere Formulierungen sind, umso besser wirken unsere Worte. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Erstschlag ist die Höflichkeit. Lächeln Sie und seien Sie freundlich. Und denken Sie ab sofort nie mehr, jemand sei durchgeknallt. Nennen Sie es lieber einen »bio-psychischen Kurzschluss«.

Sammeln Sie doch statt Briefmarken schöne Formulierungen.

Einige meiner Lieblingsbeispiele:

  • Bitte keine Anschuldigungen. Ich bin ja durchaus willens, für die Unannehmlichkeiten aufzukommen.
  • Sie hatten mir doch versprochen, dass es so funktioniert.
    Ich hatte mich offensichtlich geirrt.
  • Strafrecht ist sehr robust und verändert die Lebenssituation des Menschen erheblich. Prof. Kirchhof
  • Er hat ein Talent, sich in Schwierigkeiten zu bringen.
  • Ich hab’s versucht heißt übersetzt: Ich habe entschieden, dass das Nichterreichen meines Ziels ebenfalls ein akzeptabler Weg ist, mit meinem Leben fortzufahren.
  • Wer sich in der Gesellschaft professioneller Bedenkenträger aufhält, braucht sich nicht wundern, wenn seine Stimmung in den Keller geht.

Kreativitätsübung April

Begeben Sie sich auf Wörtersuche.

  • Finden Sie fünf Wörter mit der Endung »ung«.
  • Finden Sie drei Wörter mit einem Doppel »s«.
  • Finden Sie sieben Wörter, die mit »C« oder »c« anfangen.
  • Finden Sie vier Wörter mit vier Silben.

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Bilden Sie Anagramme. Ein Anagramm ist ein Wort oder eine Wortfolge, die durch Umstellen der Buchstaben ein anderes Wort oder einen anderen Satz ergibt. Setzen Sie in dieser Übung aus den einzelnen Buchstaben des vorgegebenen Satzes so viele sinnvolle Worte wie möglich zusammen. Benutzen Sie dabei möglichst viele Buchstaben.

Nehmen Sie als Basis den Satz: Eden ist machbar.

z. B. Amtsdiener Bach, Meide Nachbar, schneidet Arm ab, …

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 Finden Sie 7 Minuten lang Verben, die mit »k« anfangen.

z. B. kriechen, kugeln, krähen, …

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Denksport des Monats:

Im Erdgeschoss Ihres neu gebauten Hauses befinden sich diesmal vier Lichtschalter, von denen jeder mit einer Glühbirne im Keller verkabelt ist. Leider wissen sie nicht, welcher Schalter für welche Glühbirne da ist. Wie können sie das feststellen, ohne mehr als einmal in den Keller gehen zu müssen?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Der Angriff des Monats April

Situation: Sie stehen vor der Stadtbücherei und warten darauf, dass geöffnet wird. Ein Mann stellt sich ganz dicht neben Sie. Sie bitten ihn, etwas mehr Abstand zu halten. Darauf schnauzt er Sie an:

 „Haben Sie eigentlich Freunde?“

 Ihre eigene Antwort:

 Mögliche Reaktionen:

  1. „Wieso? Wollen Sie einen von meinen abhaben?“
    Schlagfertige Retourkutsche.
  2. „Nein, aber ich habe Kollegen. Die reichen mir vollkommen aus, wenn es darum geht, blöde Fragen gestellt zu bekommen.“
    Sie assoziieren und kommen von Freunden auf Kollegen. Mit den »blöden Fragen« geben Sie den Druck indirekt zurück.
  3.  „Wieso, brauchen Sie welche?
    Schöne Anwendung des Grundmusters, die Aussage auf den anderen zu beziehen.
  4. Wie hat Plutarch mal so schön gesagt: „Es ist schlimm, erst dann zu merken, dass man keine Freunde hat, wenn man wirklich Freunde nötig hat.“
    Ein philosophisches Zitat kann sehr wirkungsvoll sein, wie in dem Beispiel.
  5. „Jedermann will einen Freund haben, aber niemand gibt sich die Mühe, auch einer zu sein. Wie sehen Sie das?“
    Sie überhören den Ton und den Angriff und beginnen ein Gespräch zum Thema »Freund«. Eine raffinierte Variante der Ablenkung.
  6. „Doch, meinen Nachbarn. Also habe ich einen mehr als Sie.“
    Jetzt wird’s frech, doch – wer austeilt, muss auch einstecken können!
  7.  „Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen, nämlich, sie wieder loszuwerden.“
    Dabei benutzen Sie den »Eiszapfen-Blick« von oben nach unten. Eine schöne Variante, die auch den gewünschten Abstand nochmals zur Sprache bringt.
  8. „Das sage ich Ihnen gerne, wenn Sie mir im Gegenzug erklären können, was meine Freunde mit unserem Problem, dass Sie mir so nah auf die Pelle rücken, zu tun haben.“
    Sachliche Klarstellung.
  9. „Diese Frage sollten Sie sich lieber stellen!“
    Dazu ein bestimmter Tonfall und ein bestimmter Blick. So setzen Sie eine klare Grenze.

Schlagfertige (-kräftige :-)) Witze zwischen Mann und Frau

Er: »Du wirst doch nicht einen Volltrottel heiraten, nur weil er Geld hat?»
Sie: »Kommt darauf an – wie viel hast Du denn?«

Ein Ehepaar so um die 50 fährt über Land – natürlich mit dem Mann am Steuer, weil die ja eh besser fahren. Als ein Frosch über die Straße hüpft, kann der Fahrer gerade noch mit einer Vollbremsung kurz vor ihm den Wagen zum Stehen bringen. Er steigt aus, um nachzusehen und der Frosch spricht zu ihm: Ich bin ein ganz besonderer Frosch und weil Du mich gerettet hast, kann ich Dir einen Wunsch erfüllen! Oh, sagt der 50-jährige daraufhin: Dann möchte ich eine 20 Jahre jüngere Frau haben! Und simsalabim … war er 70 Jahre alt.

Sie: »Wie findest Du das Essen?«
Er: »Wieso musst Du schon wieder Streit anfangen?«

»Gnädige Frau, wollen Sie nicht auch etwas für unser neues Trinkerheim beisteuern?«
»Gern. Sie können meinen Mann haben.«

Arzt: »Ihr Mann gefällt mir gar nicht.«
»Mir auch nicht, aber die Kinder hängen so an ihm.«

Sorry, doch mir sind diesmal nur schlagfertige Witze auf Kosten der armen Männer aufgefallen. Ich freue mich über Eure Zusendungen von Witzen, bei denen die Herren gewinnen.

Freche Sprüche – gesammelte Werke

Ein flotter Spruch zur rechten Zeit hat schon oft geholfen, aus unguten Situationen zu entkommen. Unter dieser Kategorie werde ich in unregelmäßigen Abständen einige meiner Lieblingssprüche verraten.

  • Arroganz ist Niveau von unten gesehen.
  • Depp ist inzwischen ein internationaler Beruf.
  • Es ist Ihr Recht als … (z.B. Chef, Psychiater, Buchhalter, … ) alles falsch zu verstehen.
  • Wo es an Argumenten fehlt, bleibt immer noch der Wille zur Macht, das heißt die rohe Gewalt. Manfred Rommel
  • Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde.
  • Warum sachlich, wenn‘s auch persönlich geht? André Heller
  • Eine Null kann bestehende Probleme verzehnfachen.

Witze

»Verheiratet?«
»Nein, aber ich tue trotzdem alles, was man mir sagt.«

»So nehmen Sie doch Vernunft an!«
»Tut mir leid, ich bin Beamter, ich darf nichts annehmen.«

»Wo waren sie denn in Ihrer Woche Urlaub?« – »Drei Tage im Stau und vier in Bayern.«

»Mein Opa ist mit einem einzigen Hemd in die USA ausgewandert. Jetzt hat er fünf Millionen.« – »Was macht er denn mit so vielen Hemden?«

Helga zu Hägar dem Schrecklichen: »Weißt du eigentlich, dass du im Schlaf schnarchst?« »Wann soll ich denn sonst schnarchen?«

Chef zum Mitarbeiter: »Sind Sie verrückt oder ich?« »Aber Chef, Sie werden doch keinen verrückten Mitarbeiter beschäftigen.«

Während eines Besuches in einer geschlossenen Anstalt fragt ein Besucher den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob jemand eingeliefert werden muss oder nicht.
Der Direktor sagt: »Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne auszuleeren.«
Der Besucher: »Ah, ich verstehe, und ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, damit es schneller geht, ja?«
Direktor: »Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen … Wünschen Sie ein Zimmer mit oder ohne Balkon?«