Embodiment für die Schlagfertigkeits-Methode Fragen

Heilpraktiker

 Ein guter Heilpraktiker zeichnet sich dadurch aus, dass er viele Fragen stellt und sich so in den Gesundheitszustand seines Patienten hineinarbeitet. Dabei hört er aufmerksam zu und macht sich Notizen, was dem Patienten zusätzlich das Gefühl von Interesse, gut aufgehoben sein und Kompetenz vermittelt.

Welchen Mottosatz verbinden Sie mit dieser Haltung?

  • Ich bin an dir interessiert.
  • Auf welche Weise kann ich dir helfen?
  • Du bist bei mir in guten Händen.

Übung macht den Meister!

Die Embodiments üben Sie für den Ernstfall folgendermaßen ein.

Versetzen Sie sich mit Hilfe folgender Fragen in den gewünschten Zustand.

  • Was nehmen Sie in dieser Rolle mit den Sinnen wahr?
  • Was sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken Sie? Zum Beispiel:
  • Wie stehen Sie da? (gerade, leicht gebückt, Rücken durchgedrückt, Füße parallel oder leicht versetzt…?)
  • Wie ist Ihre Kopfhaltung?
  • Wo sind Ihre Hände?
  • Wie ist Ihr Gesichtsausdruck?
  • Wie ist Ihre Atmung?

 

Verstärken Sie diese Empfindung. Fühlen Sie sich ganz wie Ihr Vorbild. Potenzieren Sie das Gefühl und genießen Sie es. Verbinden Sie das Gefühl mit Ihrem Mottosatz. Atmen Sie tief ein und sprechen Sie beim Ausatmen Ihren Mottosatz. Wiederholen Sie das dreimal.

Verlassen Sie jetzt Ihr Vorstellungsbild und bewegen Sie sich ein wenig. Schütteln Sie Arme und Beine aus und seien Sie wieder Sie selbst.

Und nun wechseln Sie mit Hilfe Ihres Mottosatzes, der Haltung,… mehrfach ins Vorstellungsbild und zurück. Diesen Teil der Übung wiederholen Sie bitte die nächsten 3 Wochen täglich, am besten morgens und abends. Gut nutzen können Sie dafür auch Wartezeiten beim Einkaufen, an der Ampel,…

Führen Sie die Übung so lange durch, bis die Gefühlsänderung sich auf „Knopfdruck“ einleiten lässt, sie sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist und Sie – wie beim Autofahren – nicht mehr überlegen müssen, wo der nächste Gang ist sondern automatisch agieren können wie Ihr Vorstellungsbild.

Dabei viel Erfolg!

Der Angriff des Monats August

Situation: Sie sind als Vertreterin des ortsansässigen Sportvereins beim Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin. Als Sie sich eben ein Glas Sekt holen, steht neben Ihnen die Ehefrau des Ortschaftsvertreters Ihrer Teilgemeinde. Die schaut Sie erstaunt an und sagt spitz:

 „Ach, sind Sie hier auch eingeladen.“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. „Nein, ich bediene mich nur am Buffet!“
    Negieren und übertreiben. Zeigt dass Sie über der Sache stehen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
  2. „Ja, ich wurde engagiert um das Niveau zu steigern.“
    Der Gegenangriff ist nur sinnvoll, wenn Sie die Dame oder ihren Gatten nicht weiter brauchen.
  3. „Sie hier? Ich dachte Sie verbringen die Winter immer in der Südsee.“
    Wenn der Tonfall dabei ehrlich erstaunt ist, nehmen Sie der Dame den Wind aus den Segeln und können in sich hinein schmunzeln.
  4. „Ja, ich bin persönlich eingeladen worden. Und Sie?“
    Sachliche Erklärung. Die anschließende Frage regt den Antwortreflex an und bietet die Chance zum Smalltalk – wenn sie das wollen.
  5. „So hat halt jede seine Verpflichtungen. Die einen angeheiratete, die anderen selbst.“
    Die Retourkutsche, mit der Sie sich selbst auf- und die Dame abwerten. Solche Bemerkungen bitte stets bewusst einsetzen. Die können Folgen haben.
  6. „Hatten Sie keine Einsicht in die Gästeliste?”
    Durch die Frage werten Sie die Dame ironisch auf und konterkarieren dadurch die Situation. Klingt sehr raffiniert.
  7. „Ja.“
    Die einfache Zustimmung. Hier vielleicht die eleganteste Antwort. Und so sachlich!

Embodiment für die Schlagfertigkeits-Methode : Klare Grenzen setzen

Leibwächter

Der Leibwächter ist stets zur Stelle, wenn Gefahr droht. Er stellt sich sofort vor seinen Schützling und passt auf, dass ihm niemand zu nahe kommt. Dabei bleibt er stets wachsam.

Welchen Mottosatz verbinden Sie mit dieser Haltung?

  • Hier kommt keiner vorbei.
  • Stopp!
  • Bis hierhin und nicht weiter.

Übung macht den Meister!

Die Embodiments üben Sie für den Ernstfall folgendermaßen ein.

Versetzen Sie sich mit Hilfe folgender Fragen in den gewünschten Zustand.

  • Was nehmen Sie in dieser Rolle mit den Sinnen wahr?
  • Was sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken Sie? Zum Beispiel:
  • Wie stehen Sie da? (gerade, leicht gebückt, Rücken durchgedrückt, Füße parallel oder leicht versetzt…?)
  • Wie ist Ihre Kopfhaltung?
  • Wo sind Ihre Hände?
  • Wie ist Ihr Gesichtsausdruck?
  • Wie ist Ihre Atmung?

Verstärken Sie diese Empfindung. Fühlen Sie sich ganz wie Ihr Vorbild. Potenzieren Sie das Gefühl und genießen Sie es. Verbinden Sie das Gefühl mit Ihrem Mottosatz. Atmen Sie tief ein und sprechen Sie beim Ausatmen Ihren Mottosatz. Wiederholen Sie das dreimal.

Verlassen Sie jetzt Ihr Vorstellungsbild und bewegen Sie sich ein wenig. Schütteln Sie Arme und Beine aus und seien Sie wieder Sie selbst.

Und nun wechseln Sie mit Hilfe Ihres Mottosatzes, der Haltung,… mehrfach ins Vorstellungsbild und zurück. Diesen Teil der Übung wiederholen Sie bitte die nächsten 3 Wochen täglich, am besten morgens und abends. Gut nutzen können Sie dafür auch Wartezeiten beim Einkaufen, an der Ampel,…

Führen Sie die Übung so lange durch, bis die Gefühlsänderung sich auf „Knopfdruck“ einleiten lässt, sie sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist und Sie – wie beim Autofahren – nicht mehr überlegen müssen, wo der nächste Gang ist sondern automatisch agieren können wie Ihr Vorstellungsbild.

Dabei viel Erfolg!

Kreativitätsübung Juli

Genau hinschauen
Streichen Sie aus der folgenden Reihe zehn Buchstaben,

so dass ein Pflanzenname übrig bleibt:

E Z I E N H P N F B L U A C N H Z S E T N A N B A E M N E

Jokerübung
Wie viele Monate haben 28 Tage?

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Damit verabschiede ich mich in die Sommerpause.
Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sommermonat und weiter geht es dann am 3. September.

Bis dahin Alles Gute und … keinen Sonnenbrand

Petra Schächtele-Philipp

Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie machen mit Ihrer Familie einen Ausflug in den Zoo. Im Insektarium stellen Sie fest, dass Spinnen immer noch nicht zu Ihren Lieblingstieren gehören. Plötzlich sehen Sie im Augenwinkel eine Bewegung und spüren auf dem Arm etwas. Sie machen einen Satz zur Seite und schütteln wie wild dieses Tier von Ihrem Arm. Dabei schauen Sie sehr entsetzt in die Runde, was zu einem allgemeinen Heiterkeitsausbruch Ihrer Familie führt.

Sie werden von Ihrem Gegenüber ausgelacht

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

 

  1. Stellt Euch vor, es wäre ein Tiger gewesen. Dann würde Euch das Lachen auch vergehen.
    • Ein schlagfertiger Vergleich der zeigt, dass Sie nicht auf den Mund gefallen sind. Sogar in solch einer Schrecksekunde fällt Ihnen eine schlagfertige Antwort ein – Kompliment!
  2. Lachen ist nicht der schlechteste Anfang einer Freundschaft und bei weitem das beste Ende. (Oscar Wilde)
  3. Auf was für nem’ Trip seid Ihr denn?
    • Das ist eine Standardantwort die Ihnen in vielen Situationen gute Dienste leisten kann. Passt hier wunderbar und gibt den Ball elegant zurück.
  4. Ich kann bestimmt mitlachen. Oder: Wow, habt Ihr Humor!
  5. Schön, dass ich zu Eurer Unterhaltung beigetragen habe.
    • Zustimmen und noch übertreiben. Wenn Sie jetzt noch mitlachen, dann bleibt die Wirkung souverän.
  6. Es ist doch immer wieder schön, mit wie wenig man Euch zum Lachen bringen kann.
  7. Du hast da was am Zahn…
  8. Lacht Ihr mich etwa aus? Oder an?
  9. Ich habe ja mit einigem gerechnet, aber wo ist der Witz versteckt?
  10. Wenn Ihr Euch beruhigt habt, können wir ja weitergehen.
    • Rein sachliche Aufforderung. Vorsicht beim Tonfall, damit es nicht beleidigt klingt. Das würde die Wirkung schmälern.

 

Der Angriff des Monats Juni

Situation: Damenkränzchen im Cafe: Am Nachbartisch sitzt ein netter junger Mann, der Sie an Ihren Lieblingsschauspieler erinnert. Sie schauen – vielleicht etwas zu lange – in seine Richtung und eine Freundin macht eine Bemerkung wie: „Na, das wär wohl Dein Typ, meine liebe Anne.“ Und die nächste Freundin bemerkt erheitert:

„Erwischt! Du wirst ja rot wie eine Tomate!

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Ich bin leider noch nicht so abgebrüht wie Du.
    • Retourkutsche, die hier durchaus angebracht scheint. Das kommt ganz darauf an, wie gut Sie befreundet sind und was Ihnen diese Freundschaft wert ist.
  2. Endlich mal jemand, der Farbe in die Runde bringt.
  3. Nur distinguierte Damen halten ihre Regungen »unter Putz«.
  4. Lieber rot als tot.
  5. Gott Sei Dank, meine Durchblutung funktioniert.
  6. Gedanken sind wie Haare. Die meisten sind wertlos, sobald sie den Kopf verlassen haben. Werner (Mitsch)
  7. Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet oder erröten sollte. (Mark Twain)
    • Sie erzielen eine sehr gute Wirkung durch ein vorbereitetes Zitat. Damit sind Sie immer gewappnet und solch eine Bemerkung kann Sie dann gar nicht mehr aus der Ruhe bringen.
  8. An Himbeere arbeite ich noch.
    • Wunderschöne Assoziation. Durch diese zeigen Sie, dass Sie über den Dingen stehen.
  9. Im Wunschdenken warst Du schon mal besser.
  10. Danke, dass Du mich darauf aufmerksam machst. Stell Dir vor, ich werde rot und keiner sagt etwas dazu.
  11. Besser als grün wie eine Gurke.
  12. Ich bin halt gschamig.
  13. Na, grün wäre ja komisch, oder? Oder: Wäre Dir grün lieber?
  14. Tomate? Da muss ich gleich an Pizza denken. Vor zwei Jahren war ich übrigens im Urlaub in Italien, was mir da passiert ist. Am Strand. Aber den Strand fand ich in Bali schöner. Da war ich mit meinem Ex-Freund. Getrennt haben wir uns, weil…
  15. Wie eine spanische oder wie eine holländische Tomate?

Schalten Sie Ihren Antwortreflex aus !!!

Ein Nerv reagiert sofort auf jeden Reiz – sei es ein Lichtblitz, ein Kitzeln oder ein lautes Geräusch. Und wir alle haben in unserer Kindheit auf eine ähnliche Art einen Antwortreflex antrainiert bekommen.
Bestimmt kennen Sie den Satz: »Antworte, wenn ich Dich etwas frage!«

Setzen Sie diesen automatischen Antwortreflex außer Kraft! Sie müssen nicht jede Frage beantworten und nicht auf jede Bemerkung reagieren. Sie müssen nicht einmal auf das eingehen, was der andere gesagt hat. Sie haben immer das Recht, ein neues Thema zu beginnen.
Sie können nicht verhindern, dass Ihr Gehirn nach einer Antwort oder einer passenden Bemerkung sucht. Sie können jedoch sehr wohl verhindern, dass Sie diese Antwort aussprechen.

Der Angriff des Monats Mai

Situation: Lena, immer noch 17, aufgebrezelt für die Disko, will noch kurz Tschüss sagen, bevor sie entschwindet und hört von ihrem Papa die Bemerkung:

Wenn Du Dich in so enge Jeans quetschen musst, dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn Dir einer auf den Hintern haut!

Ihre Antwort: _______________________________________________________________

 

Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Heißt das etwa, dass bei einem modisch engen T-Shirt auch das Busengrapschen erlaubt ist?
    • Pfiffige Antwort, die allerdings nach hinten losgehen kann, da sie Ihren Papa erst noch auf weitere Gedanken bringt.
  2. … und J.F. Kennedy war auch selbst schuld, dass er erschossen wurde. Er hätte eben nicht Politiker werden sollen.
    • Sehr schlagfertig. Könnte allerdings den Widerspruch des Herrn Vater herausfordern.
  3. Und mit der Einstellung musst Du Dich nicht wundern, wenn Dir jemand mitten ins Gesicht haut.
    • Sehr schlagkräftige Antwort. Wenn Sie tatsächlich noch Wert darauf legen, in die Disko zu gehen, dann würde ich von solch einer Antwort absehen.
  4. Kommt dadurch etwa meine Oberweite nicht richtig zur Geltung?
  5. Das ist ja der Sinn der Sache.
  6. Die Jeans ist ein Kleidungsstück, das nicht noch strammer sitzen könnte, es sei denn, man ersetzte es durch Lack aus der Sprühdose.
  7. Meine Kleidung steht hier nicht zur Diskussion!
  8. Mit dieser Aussage sprichst Du den Männern das logische Denken ab und reduzierst sie auf triebhaftes Handeln. Ist das wirklich Deine Ansicht?
    Sehr wissenschaftliche Antwort. Die würde ihren Zweck auch im Büroalltag erfüllen.

Warum muss ich überhaupt etwas antworten?

Das ist eine gute Frage. Überhören kann eine sehr gute Strategie sein. Denn der Angreifer merkt nur an Ihrer Reaktion, ob er mit seiner Bemerkung ins Schwarze getroffen hat oder nicht. Allerdings will auch das »Überhören« gelernt sein.

Dabei ist wichtig:

  • Schauen Sie dem anderen aufmerksam in die Augen.
  • Setzen Sie einen bestimmten Blick auf.
  • Wenn Sie wollen – das ist dann die Kür – lassen Sie dabei Ihre Augen funkeln.

Halten Sie den Kopf gerade und den Blickkontakt etwa drei Sekunden, dann brechen Sie diesen bewusst ab. Wird Blickkontakt zu lange gehalten, so ermuntert das den anderen dazu, noch etwas nachzulegen. Reagieren Sie nun entweder distanziert angemessen oder sprechen Sie über etwas anderes.

Auf keinen Fall den Blickkontakt meiden!

Den Blick abzuwenden ist eine Unsicherheitsgeste, die Sie als Opfer darstellt oder sogar wie ein Schuldgeständnis wirkt. Wenn es Ihnen schwer fällt, in solchen Situationen anderen in die Augen zu sehen, dann üben Sie dieses beredete Schweigen einfach mit einer Person Ihres Vertrauens: Drücken Sie ohne Worte aus, dass Sie gar nicht die Absicht haben, auf solch einen Blödsinn zu antworten.

Der amerikanische Schriftsteller Josh Billings sagte einmal: „Schweigen ist eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente.“

Oder, wie Abraham Lincoln es ausgedrückt haben soll: „Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch jeden Zweifel zu beseitigen.“

Üben Sie, generell diese Pause vor Ihre Antwort zu setzen.

  • Damit gewinnt jede Antwort an Bedeutung.
  • Sie erhöhen Ihren kommunikativen Status.
  • Sie gewinnen Zeit zum Überlegen.

Streiten Sie Tatsachen nie ab!

»Ja ich bin schwul und das ist gut so!« Wowereit
»Ich färbe meine Haare nicht, nein, meine Haare färb‘ ich nicht!« Frei nach Rumpelstilzchen und Altkanzler Schröder

Welches Gefühl beschleicht Sie, wenn Sie diese beiden Aussagen / Zitate lesen? Die meisten reagieren auf die erste Aussage vor allem positiv, bei der zweiten tauchen eher Ideen auf wie:

  • Ob da nicht doch was dran ist?
  • Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
  • Der hat‘s ja nötig.

Wir Menschen neigen dazu, Dinge richtigstellen zu wollen oder erst mal dagegen zu gehen. Oft ist die optimale Reaktion auf eine Anfeindung jedoch, einem Teil oder der ganzen Aussage zuzustimmen. Das nimmt dem anderen den Wind aus den Segeln und kann uns zu souveränen Reaktionen verhelfen.

Was sagen Sie also, wenn das nächste Mal jemand zu Ihnen sagt:

  • Typisch Frau / Mann!
  • Wirklich wichtige Menschen brauchen sich nicht ständig selber zu beweisen!