Kreativitätsübung Juli

2 Wochen Sommerpause. Weiter geht‘s dann am 13. August mit Zitaten aus alle Welt.

Und nun zur Übung:

Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Geschäftsleitung eines großen Konzerns. Sie wollen einen Teil der Produktion ins Ausland verlagern. Suchen Sie 7 Argumente, die für Ihre Vorhaben sprechen.

z. B. preiswert, konkurrenzfähig, international, …

Und nun nehmen Sie den Blickwinkel des Betriebsrates ein. Was spricht dafür, die Produktion im Inland zu belassen und da sogar weiter auszubauen? Finden Sie auch hier 7 Argumente.

z. B. Arbeitsplätze erhalten, Kaufkraft stärken, Standort stärken,

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Was wäre, wenn Menschen wie Blumen wachsen würden? Wie sähe die Welt dann aus? Finden Sie 20 Antworten.

z. B. bunt, immobil, kein Sex, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Adjektive zur Beschreibung einer Tanne.

z. B. grün, blau, weihnachtlich, …

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Denksport des Monats

In einer dunklen Höhle leben ein paar Dutzend Zwerge. Etwa die Hälfte von ihnen hat rote Mützen, die anderen haben grüne Mützen. Niemand kennt die Gesamtanzahl der Zwerge oder die Anzahl roter und grüner Mützen. Auch die Farbe seiner eigenen Mütze ist jedem einzelnen unbekannt, und die Farben der anderen Mützen sind im Dunkeln nicht zu erkennen.

Eines Tages sollen die Zwerge, sich einzeln aus der Höhle begeben und sich so aufstellen, dass rechts die Zwerge mit roten und links die mit den grünen Mützen versammelt sind. Dabei dürfen die Zwerge nicht miteinander sprechen, sich keine anderen Zeichen geben und sich auch nicht gegenseitig in die beiden Gruppen einsortieren. Hilfsmittel wie Spiegel, Rotmützenträger scheuchende Stiere o. ä. gibt es nicht. Weiterhin bewegen sich die Zwerge so langsam, dass sie gegenseitig die Farben der Mützen beim Verlassen der Höhle nicht sehen können. Wie schaffen sie nach Verlassen der Höhle Ordnung?

 

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Vornehme Reaktion auf Beleidigungen

Die einzige vornehme Art, auf eine Beleidigung zu reagieren ist, sie zu überhören.

Kannst Du sie nicht überhören, übertrumpfe sie;

kannst Du sie nicht übertrumpfen, lache darüber;

kannst Du nicht darüber lachen, hast Du sie vermutlich verdient!

 

Das habe ich irgendwo gelesen, finde aber leider die Quelle nicht mehr. Unter denen, die mir dabei weiterhelfen können und mir per e-mail den Urheber senden, verlose ich eines meiner Bücher zum Thema Schlagfertigkeit.

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Tatsächlich passiert

Gestern sagte die Sekretärin eines meiner guten Kunden als Begrüßung zu mir: »Was machen Sie denn für ein Gesicht?« Und wieder einmal hatte ich meine Übung am lebenden Objekt. Ich setzte meinen »Jetzt-bin-ich-irritiert-Blick« auf (Achtung: bitte nicht verwechseln mit dem »Du-kommst-hier-nicht-rein-Blick«) und erfand zunächst einige Reaktionen um danach eine auszuwählen. Zur Auswahl standen:

  • Wie bitte?
  • Ist das die neuste Variante von »Guten Morgen«?
  • Ich freue mich auch, Sie zu sehen.
  • Wenn ich Gesichter machen könnte, würde ich Ihnen auch ein neues machen.
  • Welche Laus ist Ihnen denn heute Morgen schon über die Leber gelaufen?
  • Oh, das war jetzt ein ungünstiger Einstieg. Ich komm nochmal rein.
  • Ein freundliches.

Und gesagt habe ich: »Ich hab leider nur dieses eine Gesicht. Heute Morgen hätte ich mir auch lieber ein anderes ausgesucht.

Was wäre Ihre Reaktion hier?

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Witz

Was geschieht, wenn zwei Männer und eine Frau auf einer einsamen Insel stranden?

 

Spanier: Mann tötet den anderen Mann.

Italiener: Frau tötet einen Mann.

Engländer: Nichts, weil niemand da ist, der die beiden Herren bekannt macht.

Amerikaner: Nichts, die Herren reden über Geschäfte.

Franzosen: Keine Probleme.

 

–> Wenn’s nur tatsächlich so einfach wäre. Was durch den Witz jedoch deutlich wird: Auch die Schlagfertigkeit ist kulturell unterschiedlich. Also bitte immer genau überlegen: Zu wem sag ich was und sag ich es wirklich?

 

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Kreativitätsübung März

Finden Sie 5 Minuten lang Adjektive, die mit »u« beginnen.

z. B. urig, unangenehm, ultimativ, …

Und nun noch 6 Minuten Verben mit »u«.

z. B. unternehmen, unterschreiben, …

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Erzählen Sie den Inhalt eines Filmes, den Sie gut kennen, ohne den Titel zu verwenden. Lassen Sie wieder einen Partner raten, um welchen Film es sich handelt.

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Finden Sie 11 Argumente, weswegen Ihr Partner den Rasen mähen sollte.

Bsp.: Er bekommt Bewegung und bleibt dadurch fit. Ist an der frischen Luft und bekommt Farbe.

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Denksport des Monats

Bitte sehen Sie sich diese Widmung genau an. Was fällt Ihnen auf?

Füg’ ich mich, lass’ ich Dich ungenannt? Dann

Überleg’ ich mir, wie ich Dich trotzdem

Rühmen kann – sieh, wo Du Dich versteckt hältst!

Es sein Dein, dies Büchlein, es verdankt Dir

Viel – gefällt es Dir, erkennst Du’s wieder?

Als ich’s schrieb, hast Du mich stets geleitet!

 

(Entnommen: Fuhrmann, Manfred: Die antike Rhetorik, Zürich 1990)

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Reaktionsmöglichkeiten, ohne in die Luft zu gehen

Suchen Sie sich heute Ihre optimale Reaktion, um bei sich und in der eigenen Mitte zu bleiben. Hier kommt eine kleine Auswahl an Möglichkeiten. Ich freue mich auf Zuschriften, was sich sonst so bewährt hat beim Ruhigbleiben.

  • Luft anhalten, schlucken, ausatmen
  • Schweigen
  • Ein Zauberwort zurechtlegen, das eine Initialzündung auslöst
  • Einen positiven Energiesatz formulieren
  • Das Gute im Schlechten sehen
  • An Petra denken
  • Fragen stellen
  • Wutball bereithalten
  • Aktiv zuhören
  • Bis 5 zählen, dabei Blickkontakt halten
  • Reframen
  • Auszeit nehmen
  • Das Gefühl aussprechen. Ich bin jetzt wütend!
  • Petra anrufen
  • Aufstehen, sich bewegen, weggehen

Bitte schicken Sie mir Ihre eigenen bewährten Reaktionsmuster, um nicht in die Luft gehen zu müssen. Unter den Einsendungen verlose ich eines meiner Bücher zum Thema: Mehr Schlagfertigkeit.

Einsendeschluss für die Verlosung ist der 31. März 2017. Also: Jetzt oder nie 🙂

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Kreativitätsübung Februar

Beantworten Sie folgende Fragen zu dem Gegenstand »Regenschirm«.

  1. Wofür kann dieser Gegenstand noch verwendet werden (ohne ihn zu verändern)?
  2. Was könnte man stattdessen benutzen? Was ist diesem Gegenstand ähnlich?
  3. Wie könnte er für einen anderen Verwendungszweck umgestaltet werden?
  4. Was wäre, wenn er größer (dicker, schwerer, stärker) wäre?
  5. Was wäre, wenn er kleiner (dünner, leichter, kürzer) wäre?
  6. Womit könnte man ihn kombinieren?

Wählen Sie nun einen eigenen Gegenstand und wenden Sie die Fragen noch einmal an.


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Finden Sie 5 Minuten lang Assoziationen oder Anwendungsmöglichkeiten für einen Teller.

Fragen Sie sich: Was ist auch weiß und rund?

Was kann man mit einem Teller alles tun? Wofür kann man ihn verwenden?

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Finden Sie 17 Anagramme basierend auf dem Begriff: »Geschäftsleitung«.

z. B. Scheine, lustige Chefs tagen, Seilschaft, Fälschung, …

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Denksport des Monats

Vervollständigen Sie die Reihe:

M D M D

Welcher Buchstabe kommt als nächstes?

Tipp: Lassen Sie sich nicht von der Regelmäßigkeit täuschen. Überlegen Sie, wofür die Anfangsbuchstaben stehen könnten?
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Was wir von Herrn Adenauer zum Thema Schlagfertigkeit lernen können

So wird jede langweilige Besprechung zur inspirierenden Veranstaltung. Nehmen Sie sich ein Muster am Tag vor und überlegen Sie bei Äußerungen anderer, was Sie darauf antworten könnten. Da unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen tatsächlich Gesagtem und nur Überlegtem, können sie auch durch Durchdenken Ihr Reaktionsrepertoire erweitern. Und… es macht gar nichts, wenn Ihnen nicht sofort etwas einfällt. Da niemand weiß, woran Sie gerade heimlich üben, probieren Sie es einfach mit der nächsten Aussage wieder 🙂

Beginnen Sie also jeden Morgen neu mit Ihren Übungen zur Schlagfertigkeit. Machen Sie es wie Herrn Adenauer, der mal gesagt hat:

  • Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.
  • Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt‘s nicht.

Wenn Ihnen mal was schiefgeht, dann nehmen Sie den Spruch:

  • Morgen gibt es eine neue Zeitung!
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Der Angriff des Monats Dezember

Situation: Sie haben heute Abend Gäste und erledigen noch die letzten Einkäufe. An der Fleischtheke ist eine Menge los und Sie stellen sich hinten an und warten geduldig. Als Sie an der Reihe sind, bitten Sie den Metzger höflich, Ihnen den Rinderbraten auch gleich zu spicken. Da sagt der Verkäufer mit einem demonstrativen Blick auf die Uhr zu Ihnen:

 „Dafür ist keine Zeit mehr!“

 Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1.  Sie haben »zu verlieren« vergessen.
    Souveräne Antwort, indem Sie den Satz in Ihrem Sinne weiterführen.
  2. Wenn man möchte dann doch.
  3. Wenn wir nicht so lange reden würden, hätten wir die Zeit. <auf die Uhr schauen>
    Sie bleiben hartnäckig, wirken jedoch schon leicht säuerlich, was der Situation durchaus entspricht. Wenn Sie nun Ihre Bitte wiederholen, bleibt dem Herrn kaum eine Wahl, als die zu erfüllen.
  4. Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.
    Das ist ein schönes Wortspiel, wenn die Betonung stimmt. Ihr Gegenüber wird die unterschwellige Drohung dann sofort verstehen.
  5. Richtig, das Sprichwort heißt ja auch »no time – no money«, nicht wahr?
  6. Es gibt Pizza-Bringdienste für das Abendessen.
  7. Wenn Sie gleich damit angefangen hätten, wären wir schon weiter. Oder: Wenn jetzt nicht, wann dann?
  8. Langfristig spart es mir Zeit.
  9. … sagte der Abteilungsleiter und machte den größten Fehler seines Lebens
  10. Nur unbegabte Menschen haben keine Zeit. Karl Popper
  11. Es ist nie zuwenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. Seneca

Im Büro gäbe es noch folgende Antwortmöglichkeiten:

  • Wir haben immer Zeit es noch einmal zu machen, aber nie es gleich beim ersten Mal richtig zu machen.
  • Langfristig spart es uns Zeit.
  • Zeit ist nur das Leben der Uhr. Oder: Dann nehmen wir uns Zeit.
  • Wie viel Zeit werden wir denn dafür brauchen?
    Wenn die Zeit keine Rolle spielen würde, spräche dann noch etwas dagegen?
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Der Angriff des Monats September

Situation: Sie sind auf dem Wochenmarkt und wollen Obst kaufen. Als Sie an einem Stand überraschenderweise schon nach kurzer Zeit drankommen sagen Sie: „3 Kilo Jonagold bitte, (kurze Pause] nein doch lieber 3kg Glockenäpfel. (kurze Pause) Nein Stopp, ich nehme ein Kilo Birnen und ein Kilo Braeburn. Ja genau.“  Als Sie gerade gehen wollen sagt der Mann hinter Ihnen:

 „Gut gemeinter Rat: Schalten Sie Ihr Gehirn ein, bevor Sie sprechen!“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. „Beherzigen Sie Ihren eigenen Rat und schweigen Sie!“
    Sie wirken bestimmt bis aggressiv, doch bei solch einem unverfrorenen Verhalten ist das angemessen.
  2. „Wenn Sie das gut meinen, dann möchte ich Sie einmal hören, wenn Sie böse sind.“
    Wenn Ihnen noch nach Witzen zumute ist, dann nehmen Sie diese Variante.
  3. „Das sind ja interessante Umgangsformen, die Sie hier pflegen. Bitte pflegen Sie die doch Zuhause weiter.“
    Sie bleiben höflich und sprechen die Verhaltensweise an.
  4.  „Ich hatte Sie nicht um Ihre Meinung gebeten.“
    Nur Sie entscheiden, wer ihnen Feedback geben darf. Die Reaktion klingt souverän.
  5. „Es tut mir leid, dass Sie wegen mir warten mussten. Kaufen Sie jetzt ganz schnell ein, damit Sie die Zeit wieder reinholen.“
  6. „Das ist ja mal eine interessante Art der Anmache. Schade dass sie nicht mein Typ sind.“
  7. „Jetzt bin ich aber gespannt, wie gut Sie auf Ihren Einkauf vorbereitet sind.“
  8. „Unterlassen Sie solche Unverschämtheiten. So können Sie mit Ihren Freunden umgehen, aber nicht mit mir.“
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