Schalten Sie Ihren Antwortreflex aus !!!

Ein Nerv reagiert sofort auf jeden Reiz – sei es ein Lichtblitz, ein Kitzeln oder ein lautes Geräusch. Und wir alle haben in unserer Kindheit auf eine ähnliche Art einen Antwortreflex antrainiert bekommen.
Bestimmt kennen Sie den Satz: »Antworte, wenn ich Dich etwas frage!«

Setzen Sie diesen automatischen Antwortreflex außer Kraft! Sie müssen nicht jede Frage beantworten und nicht auf jede Bemerkung reagieren. Sie müssen nicht einmal auf das eingehen, was der andere gesagt hat. Sie haben immer das Recht, ein neues Thema zu beginnen.
Sie können nicht verhindern, dass Ihr Gehirn nach einer Antwort oder einer passenden Bemerkung sucht. Sie können jedoch sehr wohl verhindern, dass Sie diese Antwort aussprechen.

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Warum muss ich überhaupt etwas antworten?

Das ist eine gute Frage. Überhören kann eine sehr gute Strategie sein. Denn der Angreifer merkt nur an Ihrer Reaktion, ob er mit seiner Bemerkung ins Schwarze getroffen hat oder nicht. Allerdings will auch das »Überhören« gelernt sein.

Dabei ist wichtig:

  • Schauen Sie dem anderen aufmerksam in die Augen.
  • Setzen Sie einen bestimmten Blick auf.
  • Wenn Sie wollen – das ist dann die Kür – lassen Sie dabei Ihre Augen funkeln.

Halten Sie den Kopf gerade und den Blickkontakt etwa drei Sekunden, dann brechen Sie diesen bewusst ab. Wird Blickkontakt zu lange gehalten, so ermuntert das den anderen dazu, noch etwas nachzulegen. Reagieren Sie nun entweder distanziert angemessen oder sprechen Sie über etwas anderes.

Auf keinen Fall den Blickkontakt meiden!

Den Blick abzuwenden ist eine Unsicherheitsgeste, die Sie als Opfer darstellt oder sogar wie ein Schuldgeständnis wirkt. Wenn es Ihnen schwer fällt, in solchen Situationen anderen in die Augen zu sehen, dann üben Sie dieses beredete Schweigen einfach mit einer Person Ihres Vertrauens: Drücken Sie ohne Worte aus, dass Sie gar nicht die Absicht haben, auf solch einen Blödsinn zu antworten.

Der amerikanische Schriftsteller Josh Billings sagte einmal: „Schweigen ist eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente.“

Oder, wie Abraham Lincoln es ausgedrückt haben soll: „Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch jeden Zweifel zu beseitigen.“

Üben Sie, generell diese Pause vor Ihre Antwort zu setzen.

  • Damit gewinnt jede Antwort an Bedeutung.
  • Sie erhöhen Ihren kommunikativen Status.
  • Sie gewinnen Zeit zum Überlegen.
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Der Treppenwitz: Warum ist mir das nicht vorher eingefallen?!!

– »Ihre Aussagen haben die Haltbarkeitsdauer eines Joghurts!«
– »Sehen Sie Blindschleiche nicht, dass da Schwarz auf Weiß steht, dass …«
– »Sie lügen wie gedruckt!«

Kennen Sie das? Jemand wirft Ihnen eine Bosheit an den Kopf. Sie sind wie vor den Kopf gestoßen und finden keine adäquate Antwort.

Plötzlich – 10 Minuten oder Stunden später –, natürlich wenn die Situation schon lange vorbei ist, fällt Ihnen eine schlagfertige Antwort ein:

  • »Dazu braucht’s schon eine Brillenschlange (wie Sie).«
  • »Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.«
  • »Das ist keine Lüge, das ist lediglich eine terminologische Inexaktheit!«
  • »Es ist richtig, dass wir letzte Woche noch nicht alle Fakten hatten. Heute ist die Situation folgendermaßen…«

Weil uns die Antwort erst auf der Treppe einfällt, nennen wir das auch den Treppenwitz. Dann ärgern wir uns maßlos und denken Dinge wie: »Mist, wieso ist mir das nicht vorhin eingefallen?«

Das machen Sie bitte ab sofort nicht mehr!

Die Tatsache, dass Ihnen eine Antwort (im Nachhinein) einfällt zeigt doch, dass Ihr Unterbewusstsein für Sie arbeitet und angestrengt nach einer Lösung sucht. Werten Sie das bitte nicht ab, indem Sie sich beschimpfen. Freuen Sie sich lieber, dass jetzt eine Antwort auftaucht!

Wenn Sie so vorgehen, dann wird die Zeitspanne, bis Ihnen etwas Pfiffiges einfällt, immer kürzer. Sie können diesen Effekt sogar noch beschleunigen, indem Sie jede Situation nachbereiten und sich immer wieder fragen: »Was hätte ich noch antworten können?«

Damit trainieren Sie Ihr Gehirn und haben bald eine große Auswahl an Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Geben Sie sich nicht mit der ersten Antwort zufrieden. Suchen Sie immer nach mehreren. Oft ist die zweite Antwort die bessere.

Denken Sie an Karl Valentin. Der sagte einmal: „Jedes Ding hat drei Seiten: Eine positive, eine negative und eine komische.“ Sobald Sie das Komische in jeder Situation sehen können, fällt Ihnen auch schnell eine passende Antwort ein.

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Kreativitätsübung November

Finden Sie 5 Minuten lang Begriffe, die etwas mit der Zahl »6« zu tun haben:

  1. B. Sechs Richtige im Lotto, Sex sells, …

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Erzählen Sie eine Geschichte, in der folgende Begriffe vorkommen:

Karaoke                         Kamillentee

kriegerisch                      Marienkäfer

Baumflüsterer                 Krokodil

Mord                              Inder

reserviert

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Verbinden Sie zwei Begriffe miteinander und erfinden Sie neue Anwendungsmöglichkeiten dafür. Nehmen Sie sich pro Begriffspaar 3 Minuten Zeit.

Tischtuch                  Steinschleuder (Mit Steinen Tischdecke befestigen, …)

Bäcker                      Autogramm     (Das persönliche Brot, mit Signatur, …)

Magnet                     Automobil         (Magnetschwebeautos, …)

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Denksport des Monats:

Sie kommen an eine Weggabelung und wissen nicht, ob der linke oder der rechte Weg zum Ziel führt. Glücklicherweise ist gleich in der Nähe ein Haus, deren Bewohner Sie fragen können. In dem Haus wohnen drei Brüder, von denen der Eine immer die Wahrheit sagt, der Andere immer lügt und der Dritte mal lügt und sich manchmal für die Wahrheit entscheidet. Sie dürfen zwei beliebige Fragen stellen, um herauszufinden, welches der richtige Weg für Sie ist, auch zwei Mal den gleichen Bruder befragen. Aber nicht eine Frage an alle drei gleichzeitig stellen. Welche Fragen bringen Sie an Ihr Ziel?

Tipp: Das ist eine ganz verzwickte Aufgabe unter verschärften Bedingungen. Schicken Sie mir gerne Ihre Lösungsvorschläge.
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Unterschied zwischen Wissenschaft, Philosophie und Dialektik

Wissenschaft ist, in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze zu suchen.

Philosophie ist, in einem dunklen Zimmer, in dem keine Katze ist, eine schwarze Katze zu suchen.

Dialektik ist, in einem dunklen Zimmer, in dem keine Katze ist, eine schwarze Katze zu suchen und plötzlich zu rufen: Ich hab sie!

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So kontrollieren Sie in akuten Situationen Ihre Gefühlsäußerungen

Schaffen Sie inneren Abstand, indem Sie nicht sofort und automatisch reagieren, sondern innerlich zählen. Bringen Sie sich in eine andere Verfassung, indem Sie Ihre Körperhaltung ändern, tief ein- und ausatmen, sich bewegen. Gemeinsam mit der körperlichen Entspannung löst sich auch die seelische Belastung.

Nehmen Sie sich Bedenkzeit. Sagen Sie: „Ich denke darüber nach und gebe Ihnen später / morgen Bescheid.“

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Verbal Tuning

Gestern sah ich unseren Hausmeister mit dem Auto vorbeifahren und auf der Fahrzeugseite prangte groß die Aufschrift: Facility Management. Was waren das noch für Zeiten, als Hausmeister noch Hausmeister hießen. Doch solche Euphemismen können auch sehr lustig sein. Gehen Sie doch mal gezielt auf die Suche nach diesen Neukreationen herkömmlicher Berufsbezeichnungen. Ab und zu in ein Gespräch eingestreut können Sie zur Unterhaltung beitragen. Doch Achtung: Bitte nicht übertreiben.

 

Statt Steuererhöhung sagen Politiker gerne: Einkommensverbesserungen auf Seiten des Staates. Und aus einer Reklamation wird so eine kostenlose Unternehmensberatung.

Noch ein paar Beispiele aus dem Leben:

  • Event Gastronomie Betreuer  für Türsteher
  • Raumpflegerin für Putzhilfe
  • Space Manager für  Regalauffüller
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Der Angriff des Monats Oktober

Situation: Sie befinden sich bei der öffentlichen Anhörung für einen neuen Tunnelbau. Dieser Bau wird Ihre Ruhe und Wohnqualität sehr beeinträchtigen. Sie wehren sich vehement und habe viele gute Argumente. Plötzlich werden Sie durch einen Zwischenruf aus dem Publikum unterbrochen:

Jetzt einmal ganz offen! Das meinen Sie doch nicht ernst, oder?

Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1.  Wollen Sie meine Unterschrift?
  2. Ja, jetzt mal ganz offen: Doch!
  3. Jetzt einmal ganz offen: Warum fragen Sie?
    Sie verwenden bei 2 und 3 denselben Einstieg wie der Zwischenrufer. Das nimmt den Anderen in die Pflicht und verschafft Ihnen Zeit zum Nachdenken.
  4. Sie haben scheinbar ein paar kritische Anmerkungen. Da wir uns heute getroffen haben, um genau über diese Punkte zu sprechen, bitte ich Sie mir Ihre Gedanken etwas genauer zu erklären, um so ggf. noch Änderungen vornehmen zu können.
  5. Mensch, wie haben Sie das denn jetzt gemerkt?
  6. Ist der Papst katholisch?
    5 und 6 sind witzig, doch hier kommt es darauf an, ob Sie es sich mit diesem Zwischenrufer wirklich verderben wollen oder ob Sie eine Chance sehen, ihn in Ihr Boot zu holen. Dann wäre es besser, diese Antworten für die eigene Erheiterung zu nutzen und eine andere Antwort auszusprechen.
  7. Es ist meine volle Überzeugung und ich stehe dazu. Was genau halten Sie daran für unpraktikabel / nicht durchführbar / unverständlich?
    Die rein sachliche Antwort mit anschließender Erklärung lässt Sie wieder sehr souverän wirken. Durch die Frage unterstreichen Sie die Ernsthaftigkeit Ihres Anliegens.
  8. Was klingt an meiner Aussage nicht plausibel? Was ist nicht klar?
  9. Warum nicht? Haben Sie es nicht verstanden oder warum fragen Sie jetzt nach?
  10. Natürlich, und ich erkläre nochmals anders, warum ich so denke.
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Kreativitätsübung September

Jedes Ding hat zwei Seiten, jeder Begriff mindestens zwei Aspekte. Finden Sie positive Formulierungen für negativ belegte Begriffe.

z. B. Verlust à Minuswachstum

Ihre Begriffe:

Stress                                                   Altersstarrsinn

dumm                                                   Rezession

alt                                                         Lüge

stur, engstirnig, eigensinnig                 zögerlich, lahm

vorschnell, oberflächlich                      Fehlschlag

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Finden Sie 5 Minuten lang Begriffe, die mit »a« beginnen, ein »k« enthalten jedoch kein »b«.

z. B. Anakonda, aufgetakelt, ankommen, …

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Finden Sie 7 Minuten lang Begriffe, die etwas mit der Zahl »4« zu tun haben.

z. B. Jahreszeiten, Quadrat, Kleeblatt, …

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Denksport des Monats

Sie haben einen leeren 5- und einen leeren 3-Liter-Kanister. Ihre Aufgabe ist es, mit Hilfe der Kanister 4 Liter Wasser abzufüllen.
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Kreativitätsübung Juli

2 Wochen Sommerpause. Weiter geht‘s dann am 13. August mit Zitaten aus alle Welt.

Und nun zur Übung:

Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Geschäftsleitung eines großen Konzerns. Sie wollen einen Teil der Produktion ins Ausland verlagern. Suchen Sie 7 Argumente, die für Ihre Vorhaben sprechen.

z. B. preiswert, konkurrenzfähig, international, …

Und nun nehmen Sie den Blickwinkel des Betriebsrates ein. Was spricht dafür, die Produktion im Inland zu belassen und da sogar weiter auszubauen? Finden Sie auch hier 7 Argumente.

z. B. Arbeitsplätze erhalten, Kaufkraft stärken, Standort stärken,

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Was wäre, wenn Menschen wie Blumen wachsen würden? Wie sähe die Welt dann aus? Finden Sie 20 Antworten.

z. B. bunt, immobil, kein Sex, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Adjektive zur Beschreibung einer Tanne.

z. B. grün, blau, weihnachtlich, …

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Denksport des Monats

In einer dunklen Höhle leben ein paar Dutzend Zwerge. Etwa die Hälfte von ihnen hat rote Mützen, die anderen haben grüne Mützen. Niemand kennt die Gesamtanzahl der Zwerge oder die Anzahl roter und grüner Mützen. Auch die Farbe seiner eigenen Mütze ist jedem einzelnen unbekannt, und die Farben der anderen Mützen sind im Dunkeln nicht zu erkennen.

Eines Tages sollen die Zwerge, sich einzeln aus der Höhle begeben und sich so aufstellen, dass rechts die Zwerge mit roten und links die mit den grünen Mützen versammelt sind. Dabei dürfen die Zwerge nicht miteinander sprechen, sich keine anderen Zeichen geben und sich auch nicht gegenseitig in die beiden Gruppen einsortieren. Hilfsmittel wie Spiegel, Rotmützenträger scheuchende Stiere o. ä. gibt es nicht. Weiterhin bewegen sich die Zwerge so langsam, dass sie gegenseitig die Farben der Mützen beim Verlassen der Höhle nicht sehen können. Wie schaffen sie nach Verlassen der Höhle Ordnung?

 

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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