Angriff des Monats Dezember

Situation: Sie sitzen im Konzert und lauschen gebannt dem schönen Streichquartett. Plötzlich klingelt hinter Ihnen ein Mobiltelefon und die »Dame« nimmt das Gespräch entgegen. Das Gespräch beginnt mit: „Ich bin gerade im Konzert. Wie geht es Euch?“ Darauf drehen Sie sich um und bitten, das Gespräch zu beenden. Die Dame reagiert darauf mit dem Satz:

 „Ich kann telefonieren, solange es mir passt.“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. „Das sind ja interessante Umgangsformen, die Sie hier pflegen. Bitte pflegen Sie die doch draußen weiter.
    Sie bleiben höflich, sprechen die Vorgehensweise an und verstärken Ihre Bitte. Sehr souverän.
  2. „Nein. Nicht im Konzert!“
  3. „Was halten Sie davon, wenn sie auch gleich noch mitsingen? Da freuen sich die Darsteller bestimmt sehr.“
  4. „Schalten Sie lieber Ihr Telefon aus, sonst rufe ich einen Saalordner.“
    Direkte Antwort auf die Unverschämtheit und Androhung von Sanktionen. Eine angemessen Reaktion auf solch eine Frechheit.
  5. „Sie haben dann sicher nichts dagegen, wenn ich das Telefon für Sie ausschalte.“
    Sie gehen hiermit überhaupt nicht auf den Angriff der Person ein, sondern stellen die Ursprungssituation wieder her.
  6. „Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten. Sie befinden Sich in einem Konzert und nicht auf dem Rummelplatz. Ich würde jetzt gerne weiter zuhören. Also unterlassen Sie das Telefonieren.“
    Sie pampen zurück und wiederholen Ihre Aufforderung. Das wirkt bestimmt und führt vermutlich zum Ziel, kann jedoch auch zum Streit ausarten.
  7. „Oh, ich wusste nicht, dass Sie Ärztin im Dienst sind. Ich rufe Ihnen gleich einen Saalordner, damit er Sie zu Ihrem Hubschrauber bringen kann.“
    Sie nehmen an, dass die andere Person einen triftigen Grund hat, das Konzert zu stören, sprechen Ihre Vermutung aus und bieten Ihre Hilfe an. Das ist sehr ironisch, doch nicht ohne Charme.
Share

Der Angriff des Monats November

Situation: Sie sind begeistertes Mitglied im Schwimmverein. Zum Dorffest wird geplant, einen Stand mit Kaffee und Kuchen zu organisieren. Sie erinnern sich mit Grauen an die letzte Kuchenschlacht und sind dafür, diesmal den anderen Vereinen den Vortritt zu lassen und stattdessen mal zu grillen. Der Vorstand ist damit nicht einverstanden und bügelt Sie nieder mit den Worten:

Wenn Sie sich nicht nach den anderen richten, bleiben Sie allein!

Zuerst Ihre eigene Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
    Das ist eine schöne Assoziation zum Schwimmclub. Die Bemerkung wird Ihr Gegenüber zum Nachdenken bringen.
  2. Nur Lemminge gehen da hin, wo alle hingehen.
  3. Wenn das in der Vergangenheit alle gesagt hätten, würden wir noch in unseren Höhlen sitzen und grunzen.
  4. Neue bahnbrechende Ideen hatten es schon immer etwas schwerer, akzeptiert zu werden!
  5. Der Starke ist am mächtigsten allein.
  6. Lieber bleibe ich allein, als dass ich etwas ohne Spaß mache.
  7. Darf man keinen eigenen Standpunkt mehr haben?
  8. Ich sehe schon: Kein Argument kann Ihnen Ihre Meinung nehmen
  9. Und wieso haben Sie dann so wenig Freunde?
    Ein Gegenangriff liegt natürlich nahe, doch so werden Sie selbst sich keine Freunde machen und auch wenig Unterstützung für Ihre eigenen Vorschläge bekommen. Den vorher immer genau überlegen.
  10. Wie sagte Albert Einstein einmal so schön, um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können muss man in erster Linie eines sein und zwar ein Schaf.
    Ein Zitat kommt meistens gut an. Außerdem haben Sie dadurch Unterstützung von einer Autorität. Schöne Zitate, die Sie so verwenden können, finden Sie im Kapitel 6.
  11. Ja, und wenn ich es tue, kommen wir alle zusammen keinen Schritt weiter.
  12. Das glauben Sie? Dann muss ich wohl damit leben.
Share

Unterschied zwischen Wissenschaft, Philosophie und Dialektik

Wissenschaft ist, in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze zu suchen.

Philosophie ist, in einem dunklen Zimmer, in dem keine Katze ist, eine schwarze Katze zu suchen.

Dialektik ist, in einem dunklen Zimmer, in dem keine Katze ist, eine schwarze Katze zu suchen und plötzlich zu rufen: Ich hab sie!

Share

So kontrollieren Sie in akuten Situationen Ihre Gefühlsäußerungen

Schaffen Sie inneren Abstand, indem Sie nicht sofort und automatisch reagieren, sondern innerlich zählen. Bringen Sie sich in eine andere Verfassung, indem Sie Ihre Körperhaltung ändern, tief ein- und ausatmen, sich bewegen. Gemeinsam mit der körperlichen Entspannung löst sich auch die seelische Belastung.

Nehmen Sie sich Bedenkzeit. Sagen Sie: „Ich denke darüber nach und gebe Ihnen später / morgen Bescheid.“

Share

Freche Sprüche, böse Zitate

  • Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn.
    Mark Twain
  • Der Nachteil der Intelligenz besteht darin,
    dass man pausenlos dazulernen muss.
    Shaw
  • Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.
    Wilhelm Busch
  • Alles ist möglich, selbst dämliche Fragen wie Ihre.
    Joschka Fischer

Die folgenden habe ich mal irgendwo gehört, eines in der U-Bahn, ein anderes in der Fernsehserie Bones.

  • Um richtig dumm daherreden zu können, muss einer schon akademisch gebildet sein.
  • Du kannst Recht haben und trotzdem ein Idiot sein.
  • Das Schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.
  • Nett sein wird überbewertet.
Share

Kreativitätsübung September

Jedes Ding hat zwei Seiten, jeder Begriff mindestens zwei Aspekte. Finden Sie positive Formulierungen für negativ belegte Begriffe.

z. B. Verlust à Minuswachstum

Ihre Begriffe:

Stress                                                   Altersstarrsinn

dumm                                                   Rezession

alt                                                         Lüge

stur, engstirnig, eigensinnig                 zögerlich, lahm

vorschnell, oberflächlich                      Fehlschlag

——————————

Finden Sie 5 Minuten lang Begriffe, die mit »a« beginnen, ein »k« enthalten jedoch kein »b«.

z. B. Anakonda, aufgetakelt, ankommen, …

——————————

Finden Sie 7 Minuten lang Begriffe, die etwas mit der Zahl »4« zu tun haben.

z. B. Jahreszeiten, Quadrat, Kleeblatt, …

 ——————————

Denksport des Monats

Sie haben einen leeren 5- und einen leeren 3-Liter-Kanister. Ihre Aufgabe ist es, mit Hilfe der Kanister 4 Liter Wasser abzufüllen.
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Share

Und wieder ein paar Zitate als clevere Reaktion

  • Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit. Aristoteles
  • Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern sein Gedächtnis. Leonardo da Vinci
  • Ein Jubiläum ist ein sehr wichtiges Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird. Sir Peter Ustinov
  • Besser einander beschimpfen als einander beschießen. Winston Churchill
  • Sich zurückziehen, um besser Anlauf nehmen zu können. Frz. Sprichwort
Share

Der Angriff des Monats August

Situation: Sie sitzen mit einer Freundin auf einer Parkbank und unterhalten sich angeregt. Dabei haben Sie viel Spaß und lachen herzhaft. Auf der Parkbank daneben sitzt ein Herr und liest Zeitung. Auf einmal schaut er auf und sagt ganz unvermittelt:

Ihr Lachen verursacht mir eine Gänsehaut.

Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Dann schaudern Sie doch in sich hinein und bleiben in Ihrer trüben Stimmung.
    Sie verwenden eine Assoziation zum Thema „Gänsehaut“ und setzen eins drauf. So machen Sie sich zwar keine Freunde, doch der Angriff war auch nicht freundlich, deshalb ist das angemessen.
  2. Sie lassen sich aber leicht verunsichern!
  3. Ich hab ja eine Theorie, weswegen das bei Ihnen so ist, behalte sie aber für mich.
  4. Wie schön, ich hatte schon befürchtet, Sie damit schockiert zu haben!
  5. Wenigstens zeigen Sie Gefühle.
  6. Haben Sie sich schon mal überlegt, zur Gerichtsmedizin zu wechseln? Die sind genauso lustig.
  7. Ja, ist es so ansteckend?
    Damit eröffnen Sie eine weitere Runde. Denn solch eine Frage reizt dazu, noch mal nachzulegen. Wenn Sie in der Stimmung sind, Ihre Schlagfertigkeit zu trainieren, dann tun Sie das gerne. Wenn nicht, nehmen Sie lieber eine der anderen Varianten.
  8. Vielleicht sollte ich es mir patentieren lassen?
  9. Wenn ich Sie so sehe, wäre mir auch eher zum Weinen zumute.
  10. Wie wär’s bei Ihnen mal mit: »Hören statt stören!«
    9 und 10 sind witzig, jedoch auch heftig. Machen Sie diese Reaktion davon abhängig, wie der Ton Ihres Gegenüber war. Bei einem aggressiven Tonfall ist die Reaktion angemessen. War er eher leidend, dann wählen sie ein anderes Muster.
Share

Der Angriff des Monats Juni

Situation: Sie sind im August auf einem Gartenfest eingeladen. Das Wetter ist wunderschön und Sie haben Freude daran, sich einmal wieder so richtig schön anzuziehen. Sie wählen ein gewagtes Oberteil, in dem Ihre gute Figur zur Geltung kommt. Sie amüsieren sich ausgezeichnet, doch gerade als Sie sich noch einmal Bowle nachschenken wollen kommen Sie an drei Damen vorbei, die in Ihre Richtung sehen und miteinander tuscheln. Sie vernehmen den Satz:

 „Na die hat’s nötig.“

Kreieren Sie erst Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Das habe ich gehört!“
    –        Sagen Sie das bedeutungsvoll, schauen Sie die Damen dabei direkt an und gehen Sie dann weiter. Damit lassen Sie die drei souverän im Regen stehen. Und Sie lassen sich auf das Spiel nicht ein, sondern bestimmen die Regeln selbst.
  2.  „Es wird ja immer nur der angegriffen, der den Ball hat. Also – danke für das Kompliment.“
  3.  „Schön, dass ich zu Ihrer Unterhaltung beitragen konnte.“
    –        Sie nehmen es humorvoll und zeigen durch diese Bemerkung, dass Sie über den Dingen stehen. Und – Sie lassen sich die Laune nicht verderben.
  4. „Was meinen Sie denn mit „nötig“?“.
  5. „Ich finde es auch schön, Sie hier zu sehen!“
    –        Die ironische Variante. Sie nehmen das Gegenteil und setzen die Übertreibung drauf. Eine gelungene Antwort, wenn Sie sich auf das Spiel einlassen wollen.
  6. „Sie haben es richtig erkannt. Es hat mir heute Freude gemacht, mich für diesen Anlass außergewöhnlich anzuziehen.“
  7. „Wenn ich Sie so ansehe, würde Ihnen ein bisschen Pep auch nicht schaden.“
    –        Sie gehen hier zum Gegenangriff über. Damit zeigen Sie jedoch auch, dass Sie sich angegriffen fühlen. Wenn Sie sich die Laune verderben lassen wollen, dann ist das die richtige Reaktion dafür.
Share

Der Angriff des Monats Mai

Situation: Sie haben sich einen neuen teuren Pullover gekauft und stellen – leider erst – nach der ersten Wäsche fest, dass er einen doch recht auffälligen Webfehler hat. Sie gehen zurück ins Geschäft, um den Fehler zu reklamieren und bekommen von der Verkäuferin die pampige Antwort:

 „Das ist nicht mein Problem.“

  Erst Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Das wird es aber werden, wenn Sie sich der Sache nicht annehmen.
  2. Aber das kann ganz schnell Ihr Problem werden, wenn ich mich sofort zu Ihrem Vorgesetzten begebe.
    –        So eine schnelle Drohung liegt uns auf der Zunge, wenn uns im Kundenservice jemand so unprofessionell begegnet. Wenn Sie zu diesem Mittel greifen, müssen Sie allerdings auch bereit sein, die Drohung in die Tat umzusetzen.
  3. Ungelöste Probleme sind die Evergreens der Politiker. (David Frost)
  4. Problem ist so ein hässliches Wort. Jetzt nehmen wir einmal an, es wäre eine Herausforderung für Sie. Wie würden Sie dann dazu stehen?
    –        Sie bleiben konstruktiv und beziehen sich nur auf ein Wort. Dadurch bleiben Sie handlungsfähig und gehen nicht zum Gegenangriff über. Damit haben Sie eine gute Chance, Herrin der Lage zu bleiben.
  5. Ich sehe schon, Ihre Anwesenheit hat lediglich dekorative Bedeutung.
    –        Mit der Bemerkung heben Sie den Fehdehandschuh auf und gehen zum Angriff über. Ob das eine günstige Strategie ist, um zu einem Umtausch zu kommen ist fraglich. Doch es ist auf jeden Fall eine Genugtuung für Sie.
  6.  Der Weitblick mancher Leute besteht darin, die nächsten Probleme zu übersehen. (Wolfgang Eschker)

 

TIPP: Wägen Sie ab, wie viel Ihnen dieses Geschäft und der Vorgang wert ist. Wollen Sie für diese eine Situation eine adäquate Lösung oder wollen Sie eine allgemeine Genugtuung? Stehen Sie auf jeden Fall für sich ein und lassen Sie sich nicht abwerten. Noch zwei zielführende Fragen:

  • Ist das Ihre Vorstellung von Kundenservice?
  • Wollen oder können Sie mir keine klare Antwort geben?
Share