Murren Sie nicht!

Schild in einem amerikanischen Verkehrsgericht:

Murren Sie nicht!

Denken Sie an die vielen Strafmandate,
die Sie verdient, aber nicht bekommen haben.

 

Auch so kann man seinen Ärger relativieren 🙂

 

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Kreativitätsübung März

Finden Sie 5 Minuten lang Adjektive, die mit »u« beginnen.

z. B. urig, unangenehm, ultimativ, …

Und nun noch 6 Minuten Verben mit »u«.

z. B. unternehmen, unterschreiben, …

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Erzählen Sie den Inhalt eines Filmes, den Sie gut kennen, ohne den Titel zu verwenden. Lassen Sie wieder einen Partner raten, um welchen Film es sich handelt.

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Finden Sie 11 Argumente, weswegen Ihr Partner den Rasen mähen sollte.

Bsp.: Er bekommt Bewegung und bleibt dadurch fit. Ist an der frischen Luft und bekommt Farbe.

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Denksport des Monats

Bitte sehen Sie sich diese Widmung genau an. Was fällt Ihnen auf?

Füg’ ich mich, lass’ ich Dich ungenannt? Dann

Überleg’ ich mir, wie ich Dich trotzdem

Rühmen kann – sieh, wo Du Dich versteckt hältst!

Es sein Dein, dies Büchlein, es verdankt Dir

Viel – gefällt es Dir, erkennst Du’s wieder?

Als ich’s schrieb, hast Du mich stets geleitet!

 

(Entnommen: Fuhrmann, Manfred: Die antike Rhetorik, Zürich 1990)

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Stimmen aus dem Parlament

Heiner Geißler wurde in den 80er Jahren bei einer Podiumsdiskussion die Frage gestellt: »Herr Geißler, wie würden Sie eigentlich argumentieren, wenn bei der nächsten Bundestagswahl Rot-Grün die Mehrheit hätte?«
Darauf antwortete Geißler: »Verehrter Herr Fragesteller, Ihre Frage liegt etwa auf dem folgenden Niveau: Wenn Eichhörnchen Pferde wären, könnten wir die Bäume hinaufreiten. Nun sind Eichhörnchen nachweislich keine Pferde…«

Abgeordneter zum anderen: »Sie machen ja in keiner Sitzung den Mund auf.« Antwort: »Sie irren sich, immer wenn ich Sie reden höre, muss ich gähnen.«

Die Münchner Illustrierte Quick fragte 1963 Franz Josef Strauß, ob in Zukunft Erhard ein besserer Bundeskanzler sein könnte als Adenauer. Er antwortete: »Wenn mich jemand fragt, ob Goethe oder Schiller der größere deutsche Dichter ist, sag ich immer „Ja!“«.

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Der Angriff des Monats Januar

Situation: Sie müssen Ihre Kinder vom Kindergarten abholen und haben gerade eine größere Portion Sauerkraut auf dem Herd. Die Küche ist voller Dampf und Ihre Kleidung und die Haare haben entsprechend gelitten. Nun stehen Sie abgehetzt vor dem Kindergarten und eine andere Mutter sagt mit einem Seitenblick schnippisch:

 „Shampoo ist bei Ihnen wohl knapp!“

Suchen Sie erst eine eigene Antwort!

Mögliche Reaktionen:

  1. Wieso, wollen Sie sich welches bei mir borgen?
    Das ist eine raffinierte Variante. Sie beziehen den Angriff / die Spitze nicht auf sich sondern auf die Sprecherin.
  2. Wieso, kann ich mir bei Ihnen welches ausleihen?
  3. Klar, meiner Gesundheit zu Liebe verdünne ich es mit Wasser.
  4. Nö, aber ich wusste, ich kann Ihnen eine Freude machen, wenn ich mit ungewaschenen Haaren komme.
  5. Haben Sie keinen Frisör, der Ihnen zuhört?
  6. Ich habe das leider nicht richtig verstanden. Was möchten Sie mir mit dieser Andeutung mitteilen?
    Das ist eine wunderschöne Standardantwort, die Ihnen in vielen Situationen gute Dienste leisten kann.
  7. Wenn ich Sie so anschaue bin ich froh, dass es bei mir nur das Shampoo ist.
  8. Seife und Deo auch, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen?
    Durch eine Übertreibung zeigen Sie dem anderen wunderbar, dass Sie über den Dingen stehen.
  9. In der Wahl seiner Feinde kann man nicht vorsichtig genug sein. (Oscar Wilde)
  10. Das ist der neue Look: „Wash and wear!“
    Auch eine gute Variante, die Zustimmung bei gleichzeitigem Überhören der tatsächlichen Spitze.
  11. Es tut mir leid, wenn Ihnen meine Frisur nicht gefällt. Trotzdem haben Sie nicht das Recht, so mit mir zu sprechen.
  12. Nein. Blendet Sie mein glänzendes Haar?
  13. Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen. (Gabriel Laub)
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Schöne Formulierungen

Ich hoffe Sie haben das Jahr 2017 gut angefangen und sind nun motiviert, Ihr Schlagfertigkeitstraining in Angriff zu nehmen.

Was halten Sie davon, ab sofort nicht mehr von „Angriff“ zu sprechen?

Mein Vorschlag einer schöneren Formulierung ist: „Kommunikatives Angebot mit negativem Inhalt.“

In diesem Sinne viel Erfolg beim Üben.

  • Der Unterschied zwischen denen, die uns gernhaben dürfen -, und jenen, die uns gernhaben können, gleicht dem zwischen Tag und Nacht.
  • Der Vorschlag stieß auf große Zurückhaltung bis zu starkem Widerstand.
  • Nach eingehender Gewissenprüfung halte ich diesen Vorwurf für nicht gerechtfertigt.
  • Uns gelang das zunächst unmöglich scheinende, offensichtlich durch die Hegelsche List der Vernunft.
  • Eine Vereinigung zum Ziele des Umsturzes nennt man Kegelverein.
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Je schöner Sie formulieren, umso besser treffen Ihre Aussagen

Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft’s.
Martin Walser

Es sagte ein Passant auf die Frage eines Reporters zum Thema Politiker und Diätenerhöhung: »Die Unbefangenheit wird dadurch doch etwas in Frage gestellt.«

Üben Sie täglich, Ihre Aussagen schön zu verpacken. Achten Sie auf Wörter, die Sie selbst (und auch andere) in Ihrer Emotion bestätigen oder Ihr Gefühl neutralisieren.

Testen Sie jetzt, wie Sie selbst die Wirkung  folgender Wörter empfinden.

  • Ich bin wütend.
  • Ich bin irritiert.

Bemerken Sie den Unterschied? Entscheiden Sie selbst, inwieweit Sie sich Ihre Emotionen selbst erzeugen wollen.

Legen Sie sich ein Repertoire schöner Formulierungen zu.

Vor kurzem fragte mich eine Teilnehmerin im Seminar: »Muss man denn immer höflich und freundlich bleiben?«

Meine Antwort war: »Muss nicht, aber es wirkt viel besser. Und je schöner unsere Antwort formuliert ist, desto wirkungsvoller ist sie.«

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Schöne Formulierungen!

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Dichter unter sich

Mark Twain machte auf einem Empfang einer Dame ein Kompliment über ihr gutes Aussehen.
Darauf sagte die: »Leider kann ich Ihr Kompliment nicht zurückgeben!«
Darauf meinte er: »Machen Sie’s doch wie ich, lügen Sie einfach.«

Tucholsky sagte zu einem Dichter: »Ich habe Ihr Buch gelesen.«
»Mein Letztes?«
»Hoffentlich.«

Die Frau von Jack London sagte zu ihm: »Ich habe nichts anzuziehen.«
Darauf antwortete er ihr: »Hülle dich in Schweigen.«

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Anekdoten vom Gähnen

Ein Filmproduzent sagt zum anderen: „Meine Filme sind noch nie ausgepfiffen worden.“
Antwort des anderen: „Logisch. Wer kann schon gleichzeitig pfeifen und gähnen.“

Ein Abgeordneter zum anderen: “Herr Kollege, Sie kriegen ja in keiner Sitzung den Mund auf.“
Antwort: „Irrtum, mein Lieber, immer wenn Sie reden muss ich gähnen.

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Strauss – Brandt – Wehner

Elefantenrunde nach einer Bundestagswahl. Franz-Josef Strauss sagt etwas Hässliches und Willy Brandt kontert: »Mit dem, was Sie soeben gesagt haben, haben Sie mich menschlich tief enttäuscht. Pfui, sag ich nur, pfui!!«

Zwischenruf von Herbert Wehner: »Es gibt Würstchen in diesem Parlament, die sind den Mostrich nicht wert, den man auf sie streichen müsste, um sie genießbar zu machen.«

Willy Brandt zu Wehner: »Zu oft mit der Faust auf den Tisch schlagen bekommt der Faust schlechter als dem Tisch.«

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Und wieder ein paar Zitate als clevere Reaktion

Benutzen sie die Zitate entweder direkt oder eingebettet in eine längere Antwort.

  • Inkonsequenz nennen wir die Flexibilität unserer Mitmenschen.
    Miltred Scheel
  • Ich spreche gerne von nichts. Das ist das Einzige, wovon ich wirklich etwas verstehe.
    Oscar Wilde
  • Verunglimpfungen sind für den, der sie ausspricht, schimpflicher als für den, dem sie gelten.
    Plutarch von Chäronea
  • Durch jeden Schlag nach einem schwächeren Feind entehrt man sich.
    Friedrich II.
  • Gute Manieren haben heißt, Distanz halten.
    Shaw
  • Es gibt kein besseres Heilmittel gegen kleinen Ärger als große Sorgen.
    Prof. Jacob Lorenz
  • Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an wie das, was er besitzt.
    Gottfried Keller

Hier könnte man z.B. anschließen: Beim logischen Denken scheint das anders zu sein.

Und eine Reaktion auf Dauernörgler:

  • Es gibt Rosenzüchter, die sich mehr mit den Blattläusen beschäftigen, als mit den Rosen.
    Victor Auburtin

 

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