Wie Denkrillen unser Verhalten beeinflussen

Über Milton Erickson, den bekannten Hypnotherapeuten, wird folgende Anekdote erzählt: Erickson ging gegen 16.00 Uhr in einem entlegenen Stadtteil spazieren, als ein gefährlich aussehender Mann aus einer Toreinfahrt sprang und sich bedrohlich vor ihm aufbaute. Erickson schaut auf seine Uhr, sagt: »Es ist genau 10 Uhr 10!« und geht einfach weiter. Nach etwa 100 Meter schaute er sich um, da stand der Mann immer noch regungslos an derselben Stelle.

Einer meiner Freunde erzählte mir, wie er einmal bei einer Geburtstagsfeier eine drohende Schlägerei zwischen zwei Handballspielern stoppte. Beide waren schon etwas angetrunken und bauten sich drohend voreinander auf. Er tippte den einen am Arm und fragte ihn, ob er wüsste, wo der nächste Zigarettenautomat sei. Beide schauten ihn irritiert an. Dann fragte er den anderen: „Weißt Du einen?“ Er bekam zwar keine Antwort, doch beide setzten sich wieder auf ihre Plätze.

Das sind schöne Beispiele dafür, welche Streiche uns unser Gehirn spielen kann. Unser Gehirn arbeitet gerne energiesparend. Deshalb gibt es viele Vorgehen, die immer wieder gleich ablaufen und das erwarten wir dann auch so. Vor allem unter Stress laufen oft automatische Reaktionen ab.

Bei körperlicher Bedrohung wie bei verbaler Aggressivität gibt es vorgedachte Reaktionen. Reagieren Sie anders als erwartet, so holen Sie dadurch Ihr Gegenüber aus seinem Angriffsmuster.

Der Angriff des Monats Oktober

Situation: Lena möchte gemeinsam mit ihrem Freund das erste mal in den Urlaub fahren. Ihre Eltern sind entsetzt und sagen unisono:

Das geht nicht, dafür bist Du noch zu jung!

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

 

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Gelungene Abwehrtechniken:

  1. »Geht nicht« „gibbet“ nicht.
  2. Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren. Lothar Burbank
  3. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.Diese drei Antworten werden nicht gerade dazu beitragen, dass Sie von Ihren Eltern ein O. K. bekommen. Wenn Sie etwas Bestimmtes erreichen wollen ist es ungünstig, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen.
  4. Ach was.
  5. Sagt wer?
  6. Wenn wir wollen, geht es. Vielleicht nicht so, dann aber bestimmt anders.
  7. Die Weltgeschichte zeigt Gott Sei Dank, dass sich nicht jeder von diesem Satz entmutigen lässt.
  8.  Warum?
    Die »warum-Frage« löst beim anderen den Antwortreflex und zusätzlich eine Rechtfertigung aus. Dadurch setzen Sie Ihre Eltern direkt in Zugzwang. Allerdings wäre »weswegen« oder »was genau spricht dagegen« die bessere Wahl, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.
  9. Wir haben es doch noch gar nicht probiert – also nicht lange reden sondern tun.
  10. Stellt Euch vor, ich bekomme es hin. Dann staunen wir alle.
  11. Mit der Entscheidung seid Ihr nicht gerade die Eltern des Monats.… und Sie nicht gerade die Tochter, die Erlaubnis bekommt, mit dem Freund in den Urlaub zu fahren. Die Antwort klingt schnippisch und ist nicht zielführend. Schlagfertigkeit ist gut, doch nicht immer sinnvoll.

Kreativitätsübung September

Erfinden Sie aus den Buchstaben des Wortes „Oktoberfest“ einen 11-Worte-Satz.

Danach bilden Sie nochmals Anagramme aus dem Wort.

z. B. Ober, Forst, …

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Welches der nummerierten Wörter ist eine logische Fortsetzung der folgenden Sequenz?

Elefant Franzose Gelegenheit Hund Igel

  1. Frau   2. Helmut 3. Auto 4. Meer 5. Jodler

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Der Angriff des Monats September

Situation: Familienrat. Sie überlegen gemeinsam mit Ihrer Familie, wo es im nächsten Urlaub hingehen soll. Ihr Sohn Niki möchte unbedingt ans Meer zum surfen, Ihr Mann möchte in die Berge und begründet es damit, dass er am Strand immer so schnell Sonnenbrand kriegt. Darauf sagt Niki:

„Hast Du keine echten Argumente?

Erst Ihre Antwort:

Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Das sind genau die Argumente, die ich brauche, um Dich auszuhebeln.
    Sehr direkte Antwort. Wenn das der normale Umgangston in der Familie ist, dann kann das eine sehr gute Antwort sein, um den Sohn an seine Umgangsformen zu erinnern.
  2. Wir machen besser später weiter, wenn Du wieder konstruktiver bist.
  3. Die Qualität meiner Argumente ist der Frage-/Problemstellung angemessen.
  4. Du nicht?
  5. Was genau spricht gegen die bisher vorgebrachten Argumente?
    Sachliche Antwort, die die Diskussion offen hält. Eine gute Variante, um doch noch zum eigenen Ziel zu kommen.
  6. Andere schon, nur passen die nicht.
  7. Bin ich ein Argument-Büro?
  8. Doch, aber mit denen warte ich, bis Du die ersten verstanden hast.
  9. Damit Du die genauso ignorierst, wie meine ersten?
  10. Nö, brauch ich die? Aber Du doch bestimmt, oder?
  11. Brauchst du noch welche?
  12. Doch, aber die habe ich in der anderen Tasche.
    Diese beiden Antworten: witzig, witzig. Nur ob das wirklich zum Ziel führt? Auf jeden Fall muss danach wieder ein Angebot zur Güte kommen, sonst kommen Sie zu weit weg vom eigentlichen Thema.

Witze, Witze, Witze

Ein Arzt lässt sich seine Garageneinfahrt neu pflastern. Als die Arbeiter fertig sind, streuen sie Sand auf die neu verlegten Steine, um die Fugen auszufüllen. Als der Arzt das sieht, geht er zu den Arbeitern und sagt: »Jetzt wird der Pfusch also mit Sand überdeckt, damit ihn keiner sieht.« Darauf antwortet ein Arbeiter: »Ja, das haben unsere Berufe gemeinsam!«

»Ich biete Ihnen diesen Fernseher zum halben Katalogpreis!«
»Interessant, was kostet der Katalog?«

Ein Offizier und ein Pfarrer warten auf die gleiche Postkutsche. Der Offizier: »Hätte ich das Pech, einen unbegabten Sohn zu haben, würde ich ihn Pfarrer werden lassen.« Darauf antwortet der Pfarrer: »Dann hat Ihr Herr Vater da wohl anders gedacht.«

Ein Neureicher brüllt den anderen an: »Sie sind ja ein Parvenü!«
Der andere antwortet – locker gelassen: »Und Sie ein ungebildeter Rotzlöffel! – Außerdem: der Affe, den Sie meinen, heißt Parmesan!«

Kreativitätsübung August

Finden Sie 7 Minuten lang Anwendungsmöglichkeiten für einen Kochlöffel.

z. B. kochen, basteln, verbrennen, …

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für die Ladies: Finden Sie 3 Minuten lang Aussagen, die Sie einem / Ihrem Mann nie sagen sollten. (Benutzen Sie ruhig alle Klischees, die Sie kennen.)

z. B. Frag doch jemanden nach dem Weg.

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für die Herren: Finden Sie 3 Minuten lang Aussagen, die Sie einer / Ihrer Frau nie sagen sollten. (Bedienen Sie ruhig alle Klischees, die Ihnen einfallen.)

z. B. Hast Du zugenommen?

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Denksport des Monats

Ein Scheich hat eine Kamelherde von 17 Kamelen und drei Söhne. Auf dem Totenbett bestimmt er, dass der älteste die Hälfte der Kamele bekommen soll, der mittlere ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. Die Söhne müssen versprechen, kein Tier zu töten und sich bei der Erbteilung nur friedvoller Mittel zu bedienen. Nun ist guter Rat teuer. Wie wird die Erbschaft geteilt? Ein Derwisch, der auf seinem Kamel dahergeritten kommt, hilft ihnen. Aber wie?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Noch mehr Witze und Anekdoten

Arzt: »Ihr Mann gefällt mir gar nicht.«
»Mir auch nicht, aber die Kinder hängen so an ihm.«

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Der Bürgermeister eines Kurorts wird gefragt, ob das Klima hier wirklich so gesund sei. Darauf sagt er: »Und ob. Um den Friedhof einweihen zu können, mussten wir unseren ältesten Dorfbewohner vergiften.«

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»Ist auf unsere Reklamation etwas eingegangen?« »Ja, die Firma.«

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Wörtlich nehmen. Professor bei der Prüfung des Medizinstudenten: »Der Patient hinkt wegen seines verkürzten Wadenbeins. Was würden Sie tun?«

Antwort: »Auch hinken.«

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»Darf ich das Kleid im Schaufenster probieren?«
»Warum nicht? Das lockt Kunden an.«

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»Gnädige Frau, wollen Sie nicht auch etwas für unser neues Trinkerheim beisteuern?« »Gern. Sie können meinen Mann haben.«

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Ein Mann kommt spät abends nach Hause und seine Frau sagt: »Ich bin sprachlos!« Darauf er: »Bleib so, Liebling.«

Kreativitätsübung Juli

Genau hinschauen
Streichen Sie aus der folgenden Reihe zehn Buchstaben,

so dass ein Pflanzenname übrig bleibt:

E Z I E N H P N F B L U A C N H Z S E T N A N B A E M N E

Jokerübung
Wie viele Monate haben 28 Tage?

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Damit verabschiede ich mich in die Sommerpause.
Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sommermonat und weiter geht es dann am 3. September.

Bis dahin Alles Gute und … keinen Sonnenbrand

Petra Schächtele-Philipp

Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie machen mit Ihrer Familie einen Ausflug in den Zoo. Im Insektarium stellen Sie fest, dass Spinnen immer noch nicht zu Ihren Lieblingstieren gehören. Plötzlich sehen Sie im Augenwinkel eine Bewegung und spüren auf dem Arm etwas. Sie machen einen Satz zur Seite und schütteln wie wild dieses Tier von Ihrem Arm. Dabei schauen Sie sehr entsetzt in die Runde, was zu einem allgemeinen Heiterkeitsausbruch Ihrer Familie führt.

Sie werden von Ihrem Gegenüber ausgelacht

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

 

  1. Stellt Euch vor, es wäre ein Tiger gewesen. Dann würde Euch das Lachen auch vergehen.
    • Ein schlagfertiger Vergleich der zeigt, dass Sie nicht auf den Mund gefallen sind. Sogar in solch einer Schrecksekunde fällt Ihnen eine schlagfertige Antwort ein – Kompliment!
  2. Lachen ist nicht der schlechteste Anfang einer Freundschaft und bei weitem das beste Ende. (Oscar Wilde)
  3. Auf was für nem’ Trip seid Ihr denn?
    • Das ist eine Standardantwort die Ihnen in vielen Situationen gute Dienste leisten kann. Passt hier wunderbar und gibt den Ball elegant zurück.
  4. Ich kann bestimmt mitlachen. Oder: Wow, habt Ihr Humor!
  5. Schön, dass ich zu Eurer Unterhaltung beigetragen habe.
    • Zustimmen und noch übertreiben. Wenn Sie jetzt noch mitlachen, dann bleibt die Wirkung souverän.
  6. Es ist doch immer wieder schön, mit wie wenig man Euch zum Lachen bringen kann.
  7. Du hast da was am Zahn…
  8. Lacht Ihr mich etwa aus? Oder an?
  9. Ich habe ja mit einigem gerechnet, aber wo ist der Witz versteckt?
  10. Wenn Ihr Euch beruhigt habt, können wir ja weitergehen.
    • Rein sachliche Aufforderung. Vorsicht beim Tonfall, damit es nicht beleidigt klingt. Das würde die Wirkung schmälern.

 

Kreativitätsübung Juni

Bastelübung:

Nehmen Sie eine normale Kaffeetasse und ein quadratisches Stück Papier von 25 cm Seitenlänge. Schneiden Sie ein kreisförmiges Loch von ca. 3 cm Durchmesser in das Papier. Können Sie die Kaffeetasse durch das Loch schieben?

 

Nicht raten!!!
Was haben die folgenden Aussagen gemeinsam?

Erika feuert nur untreue Fakire.

Tarne nie deinen Rat.

 

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.