Von Abraham a Santa Clara lernen

Der legendäre Hofprediger Abraham a Santa Clara wetterte in einer Predigt: »Die Wiener Frauen sind nicht wert, vom Teufel geholt zu werden!«

Die Damen beschwerten sich beim Erzbischof und Abraham a Santa Clara sollte es zurücknehmen. Eine Woche später sagte er in der Kirche: »Entgegen meiner Behauptung vor 8 Tagen stelle ich fest, dass die Wiener Frauen es doch wert sind, vom Teufel geholt zu werden.«

Ein anderes mal sagte er, er könne alle Jungfrauen, die es in Wien gebe, bequem in einem Schubkarren durch die Stadt fahren. Auch das musste er, auf Anregung der Damen und im Auftrag des Bischofs widerrufen. Diesmal sagte er: »Widerrufen kann ich nicht, aber ich habe ja auch nicht gesagt, wie oft ich fahren müsste.«

Kreativitätsübung Juni

Nehmen Sie das Wort: »Schlag« und bilden Sie aus den einzelnen Buchstaben drei unterschiedliche, sinnvolle Sätze, so dass jeder Buchstabe der Anfangsbuchstabe eines Worts ist.

z. B. Schon Camilla holte lieber alle Gurken.

Und nun das Gleiche mit dem Begriff »Fertigkeit«.

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 Finden Sie 5 Minuten lang Adjektive, die den Kölner Dom beschreiben

z. B. hoch, beeindruckend, alt, …

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 Denksport des Monats

Sie kommen an eine Weggabelung. Einer der beiden Wege führt ins Nirgendwo, der andere in die goldene Stadt. An der Weggabelung stehen zwei Wächter, von denen einer immer die Wahrheit sagt und der andere immer lügt. Allerdings wissen sie nicht, welcher lügt und welcher die Wahrheit sagt. Wie können Sie mit nur einer Frage herausfinden, welcher der beiden Wege der richtige ist?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Anekdote aus dem Fernsehen

In den sechziger Jahren moderierte ein Mann namens Joe Pine eine Talkshow im kalifornischen Fernsehen. Das Bemerkenswerte an den Sendungen war Pines sarkastischer und konfrontativer Ton im Umgang mit seinen Gästen. Nicht selten ging er direkt nach der Vorstellung eines Gastes zum Angriff auf dessen persönliche Überzeugungen, Fähigkeiten oder äußere Erscheinung über. Manche behaupten, dass Pines bissige persönliche Art Folge einer Beinamputation war, die ihn verbittern ließ. Eines Abends trat der Rockmusiker Frank Zappa in der Show auf. Es war zu einer Zeit, in der sehr lange Haare bei Männern noch etwas Ungewöhnliches waren. Nachdem Zappa vorgestellt worden war und sich gesetzt hatte, legte Pine sofort los: »Sie haben so lange Haare. Sind Sie etwa eine Frau?« Darauf antwortete Zappa: »Sie haben ein Holzbein. Sind Sie etwa ein Tisch?«

Schlagfertigkeit in Witzen

Berliner Garderobenfrau wird gefragt: »Sind Sie sicher, dass das mein Mantel ist?«
»Das nicht. Aber es ist der, den Sie mir gegeben haben.«

Kennen Sie den Unterschied zwischen Mut, Übermut und Schlagfertigkeit?

Mut ist, wenn ein Mann nur mit einer Badehose bekleidet in die Oper will.
Übermut ist, wenn er zur Garderobenfrau geht und fragt, ob er seine Hose abgeben kann.
Schlagfertig ist die Garderobenfrau, die antwortet: »Wollen Sie Ihren Knirps nicht auch hierlassen?«

Kreativitätsübung Mai

Finden Sie 7 Minuten lang Anwendungsmöglichkeiten für einen Tennisball.

z. B. werfen, Autotür öffnen, auf die Anhängerkupplung stecken, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Verben, die etwas mit »Urlaub« zu tun haben.

z. B. ausruhen, reisen, besichtigen, …

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Finden Sie 6 Minuten lang Synonyme für »sprechen«.

z.B. reden, flüstern, säuseln, …

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Denksport des Monats

Diesmal haben Sie 12 äußerlich völlig gleiche Kugeln K1- K12. Eine der Kugeln ist entweder leichter oder schwerer als die anderen elf.

Bitte bestimmen Sie nun mit höchstens drei Wägungen mit Hilfe einer Balkenwaage  die abweichende Kugel.

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Der Angriff des Monats Mai

Situation: Sie weichen in einem Geschäft einem Gabelstapler aus, gehen dabei ein paar Schritte rückwärts und treten aus Versehen einem Herrn auf den Fuß. Noch bevor Sie sich entschuldigen können sagt der:

 „Sie Trampel!“

Finden Sie zuerst Ihre eigene Antwort:

Mögliche Reaktionen:

  1. „Danke für das Kompliment, <Pause> das ich gar nicht verdient habe!“
    Sie bleiben selbstbewusst und höflich. Mit dem zweiten Halbsatz weisen Sie den Angriff elegant zurück.
  2. „Sind Sie immer so nett zu Ihren Mitmenschen?“
    Fragen veranlassen den anderen stets dazu, über eine Antwort zumindest nachzudenken. Sie sind ironisch und wenn Sie dazu noch lächeln, wird die Wirkung noch deutlicher.
  3. „Oh, sind Sie heute mit dem falschen Fuß aufgestanden?“
    Oder „Wer hat Sie denn heute schon geärgert?“
    Sie gehen in die Offensive und sprechen die Art der Reaktion an. Das ist auch ein Gegenangriff.
  4. „Ich hinterlasse wenigstens Spuren. Und die nicht nur im Sand.“
    Humorvolle Definition und Assoziation zum Thema Trampel. Wenn Sie genügend Abstand für sich selbst haben, ist das eine schöne Reaktion.
  5. „Dann seien Sie froh, dass ich nur einen Fuß erwischt habe.“
    Zustimmen und noch eins draufsetzen. Dadurch zeigen Sie sich überlegen und haben die Situation im Griff.
  6. „Meinen Sie Wüstenschiff, Trampeltier oder Dromedar?“
    Sie fragen genau nach. Damit nehmen Sie den anderen bis zu einem gewissen Grad auch ernst. Außerdem gewinnen Sie dadurch Abstand.
  7. „Und Sie sind ein Gentleman. Und <Pause> vielleicht irren wir uns beide!“
    Durch diese souveräne Antwort zeigen Sie sich überlegen und bleiben freundlich. Der zweite Satz zeigt sehr deutlich, wie daneben die Äußerung der anderen Person war. Mein absoluter Antwortfavorit.

Schöne Formulierungen 2

Diese Formulierungen habe ich alle von Herrn Manfred Rommel in diversen Vorträgen gehört. Er ist ein Meister der Formulierkunst. Hier einige Beispiele:

  • Wenn man von jemandem etwas will, darf man ihm keine Zeit lassen, nein zu sagen.
  • Ich kenne einen Herrn, von dem ich noch kein intelligentes Wort gehört habe. Ich vermag nicht zu glauben, dass das auf Verstellung beruht.
  • Die Klugheit gebietet, Menschen, von denen man etwas will, freundlich zu behandeln.
  • Ein virtuoser Navigator in flachen Gewässern.
  • Es hat wenig Sinn, Leute zu beschimpfen. Vor allem nicht, wenn man sie noch braucht.

 

Mit Charme fängt man Mäuse. Schöne Formulierungen 1

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen. Mark Twain

Oder wie Martin Walser es formulierte: Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft’s.

Je schöner unsere Formulierungen sind, umso besser wirken unsere Worte. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Erstschlag ist die Höflichkeit. Lächeln Sie und seien Sie freundlich. Und denken Sie ab sofort nie mehr, jemand sei durchgeknallt. Nennen Sie es lieber einen »bio-psychischen Kurzschluss«.

Sammeln Sie doch statt Briefmarken schöne Formulierungen.

Einige meiner Lieblingsbeispiele:

  • Bitte keine Anschuldigungen. Ich bin ja durchaus willens, für die Unannehmlichkeiten aufzukommen.
  • Sie hatten mir doch versprochen, dass es so funktioniert.
    Ich hatte mich offensichtlich geirrt.
  • Strafrecht ist sehr robust und verändert die Lebenssituation des Menschen erheblich. Prof. Kirchhof
  • Er hat ein Talent, sich in Schwierigkeiten zu bringen.
  • Ich hab’s versucht heißt übersetzt: Ich habe entschieden, dass das Nichterreichen meines Ziels ebenfalls ein akzeptabler Weg ist, mit meinem Leben fortzufahren.
  • Wer sich in der Gesellschaft professioneller Bedenkenträger aufhält, braucht sich nicht wundern, wenn seine Stimmung in den Keller geht.

Kreativitätsübung April

Begeben Sie sich auf Wörtersuche.

  • Finden Sie fünf Wörter mit der Endung »ung«.
  • Finden Sie drei Wörter mit einem Doppel »s«.
  • Finden Sie sieben Wörter, die mit »C« oder »c« anfangen.
  • Finden Sie vier Wörter mit vier Silben.

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Bilden Sie Anagramme. Ein Anagramm ist ein Wort oder eine Wortfolge, die durch Umstellen der Buchstaben ein anderes Wort oder einen anderen Satz ergibt. Setzen Sie in dieser Übung aus den einzelnen Buchstaben des vorgegebenen Satzes so viele sinnvolle Worte wie möglich zusammen. Benutzen Sie dabei möglichst viele Buchstaben.

Nehmen Sie als Basis den Satz: Eden ist machbar.

z. B. Amtsdiener Bach, Meide Nachbar, schneidet Arm ab, …

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 Finden Sie 7 Minuten lang Verben, die mit »k« anfangen.

z. B. kriechen, kugeln, krähen, …

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Denksport des Monats:

Im Erdgeschoss Ihres neu gebauten Hauses befinden sich diesmal vier Lichtschalter, von denen jeder mit einer Glühbirne im Keller verkabelt ist. Leider wissen sie nicht, welcher Schalter für welche Glühbirne da ist. Wie können sie das feststellen, ohne mehr als einmal in den Keller gehen zu müssen?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Der Angriff des Monats April

Situation: Sie stehen vor der Stadtbücherei und warten darauf, dass geöffnet wird. Ein Mann stellt sich ganz dicht neben Sie. Sie bitten ihn, etwas mehr Abstand zu halten. Darauf schnauzt er Sie an:

 „Haben Sie eigentlich Freunde?“

 Ihre eigene Antwort:

 Mögliche Reaktionen:

  1. „Wieso? Wollen Sie einen von meinen abhaben?“
    Schlagfertige Retourkutsche.
  2. „Nein, aber ich habe Kollegen. Die reichen mir vollkommen aus, wenn es darum geht, blöde Fragen gestellt zu bekommen.“
    Sie assoziieren und kommen von Freunden auf Kollegen. Mit den »blöden Fragen« geben Sie den Druck indirekt zurück.
  3.  „Wieso, brauchen Sie welche?
    Schöne Anwendung des Grundmusters, die Aussage auf den anderen zu beziehen.
  4. Wie hat Plutarch mal so schön gesagt: „Es ist schlimm, erst dann zu merken, dass man keine Freunde hat, wenn man wirklich Freunde nötig hat.“
    Ein philosophisches Zitat kann sehr wirkungsvoll sein, wie in dem Beispiel.
  5. „Jedermann will einen Freund haben, aber niemand gibt sich die Mühe, auch einer zu sein. Wie sehen Sie das?“
    Sie überhören den Ton und den Angriff und beginnen ein Gespräch zum Thema »Freund«. Eine raffinierte Variante der Ablenkung.
  6. „Doch, meinen Nachbarn. Also habe ich einen mehr als Sie.“
    Jetzt wird’s frech, doch – wer austeilt, muss auch einstecken können!
  7.  „Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen, nämlich, sie wieder loszuwerden.“
    Dabei benutzen Sie den »Eiszapfen-Blick« von oben nach unten. Eine schöne Variante, die auch den gewünschten Abstand nochmals zur Sprache bringt.
  8. „Das sage ich Ihnen gerne, wenn Sie mir im Gegenzug erklären können, was meine Freunde mit unserem Problem, dass Sie mir so nah auf die Pelle rücken, zu tun haben.“
    Sachliche Klarstellung.
  9. „Diese Frage sollten Sie sich lieber stellen!“
    Dazu ein bestimmter Tonfall und ein bestimmter Blick. So setzen Sie eine klare Grenze.