Der Angriff des Monats Juni

Situation: Sie sind im August auf einem Gartenfest eingeladen. Das Wetter ist wunderschön und Sie haben Freude daran, sich einmal wieder so richtig schön anzuziehen. Sie wählen ein gewagtes Oberteil, in dem Ihre gute Figur zur Geltung kommt. Sie amüsieren sich ausgezeichnet, doch gerade als Sie sich noch einmal Bowle nachschenken wollen kommen Sie an drei Damen vorbei, die in Ihre Richtung sehen und miteinander tuscheln. Sie vernehmen den Satz:

 „Na die hat’s nötig.“

Kreieren Sie erst Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Das habe ich gehört!“
    –        Sagen Sie das bedeutungsvoll, schauen Sie die Damen dabei direkt an und gehen Sie dann weiter. Damit lassen Sie die drei souverän im Regen stehen. Und Sie lassen sich auf das Spiel nicht ein, sondern bestimmen die Regeln selbst.
  2.  „Es wird ja immer nur der angegriffen, der den Ball hat. Also – danke für das Kompliment.“
  3.  „Schön, dass ich zu Ihrer Unterhaltung beitragen konnte.“
    –        Sie nehmen es humorvoll und zeigen durch diese Bemerkung, dass Sie über den Dingen stehen. Und – Sie lassen sich die Laune nicht verderben.
  4. „Was meinen Sie denn mit „nötig“?“.
  5. „Ich finde es auch schön, Sie hier zu sehen!“
    –        Die ironische Variante. Sie nehmen das Gegenteil und setzen die Übertreibung drauf. Eine gelungene Antwort, wenn Sie sich auf das Spiel einlassen wollen.
  6. „Sie haben es richtig erkannt. Es hat mir heute Freude gemacht, mich für diesen Anlass außergewöhnlich anzuziehen.“
  7. „Wenn ich Sie so ansehe, würde Ihnen ein bisschen Pep auch nicht schaden.“
    –        Sie gehen hier zum Gegenangriff über. Damit zeigen Sie jedoch auch, dass Sie sich angegriffen fühlen. Wenn Sie sich die Laune verderben lassen wollen, dann ist das die richtige Reaktion dafür.
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Der Angriff des Monats Mai

Situation: Sie haben sich einen neuen teuren Pullover gekauft und stellen – leider erst – nach der ersten Wäsche fest, dass er einen doch recht auffälligen Webfehler hat. Sie gehen zurück ins Geschäft, um den Fehler zu reklamieren und bekommen von der Verkäuferin die pampige Antwort:

 „Das ist nicht mein Problem.“

  Erst Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Das wird es aber werden, wenn Sie sich der Sache nicht annehmen.
  2. Aber das kann ganz schnell Ihr Problem werden, wenn ich mich sofort zu Ihrem Vorgesetzten begebe.
    –        So eine schnelle Drohung liegt uns auf der Zunge, wenn uns im Kundenservice jemand so unprofessionell begegnet. Wenn Sie zu diesem Mittel greifen, müssen Sie allerdings auch bereit sein, die Drohung in die Tat umzusetzen.
  3. Ungelöste Probleme sind die Evergreens der Politiker. (David Frost)
  4. Problem ist so ein hässliches Wort. Jetzt nehmen wir einmal an, es wäre eine Herausforderung für Sie. Wie würden Sie dann dazu stehen?
    –        Sie bleiben konstruktiv und beziehen sich nur auf ein Wort. Dadurch bleiben Sie handlungsfähig und gehen nicht zum Gegenangriff über. Damit haben Sie eine gute Chance, Herrin der Lage zu bleiben.
  5. Ich sehe schon, Ihre Anwesenheit hat lediglich dekorative Bedeutung.
    –        Mit der Bemerkung heben Sie den Fehdehandschuh auf und gehen zum Angriff über. Ob das eine günstige Strategie ist, um zu einem Umtausch zu kommen ist fraglich. Doch es ist auf jeden Fall eine Genugtuung für Sie.
  6.  Der Weitblick mancher Leute besteht darin, die nächsten Probleme zu übersehen. (Wolfgang Eschker)

 

TIPP: Wägen Sie ab, wie viel Ihnen dieses Geschäft und der Vorgang wert ist. Wollen Sie für diese eine Situation eine adäquate Lösung oder wollen Sie eine allgemeine Genugtuung? Stehen Sie auf jeden Fall für sich ein und lassen Sie sich nicht abwerten. Noch zwei zielführende Fragen:

  • Ist das Ihre Vorstellung von Kundenservice?
  • Wollen oder können Sie mir keine klare Antwort geben?
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Schöne Formulierung

Klaus-Peter Müller, Vorstandschef der Commerzbank und damaliger Präsident des Bankenverbandes reagierte auf einen Journalisten mit den Worten: »Wenn unsere Forderung nach gleichen Wettbewerbsbedingungen bereits eine Aggression darstellt, muss ich mich intellektuell neu ausrichten.«

Ob ihm das tatsächlich in dem Moment eingefallen ist? Vermutlich war die Formulierung vorbereitet. Und … sie ist sehr wirkungsvoll 🙂

 

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Kindermund

Das Kind hustet und die Mama fragt: »Hast Du Dich verschluckt?« Darauf der Kleine: »Nein, ich bin noch da.«

Wie schön direkt sind unsere Kinder noch. Fragen Sie sich doch manchmal: »Was würde ein Kind hier verstehen oder darauf antworten?« Mit dieser Denkweise können Sie schöne Reaktionen basteln. Viel Spaß damit.

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Kreativitätsübung April

Was könnte eine Firma, die den Namen »Easy hang« trägt, produzieren? Nehmen Sie sich 7 Minuten Zeit und finden Sie Anwendungsmöglichkeiten.

z. B. Rollladen, Henkerbedarf, Unterwäsche, …

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Finden Sie eine positive und komische Seite bei folgenden Aussagen:

  • Verregneter Urlaub in Berghotel
  • Mobiltelefon gibt den Geist auf
  • Unterlagen für wichtige Präsentation Zuhause vergessen

Zum Beispiel: Das Auto springt nicht an.

Positiv: Gut, dass es hier Zuhause passiert ist. Es hätte auch unterwegs kaputt gehen können.

Komisch: Würde bestimmt sehr komisch aussehen, wenn ich so bepackt mit meinen Unterlagen und im Anzug per Anhalter fahren müsste.

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Formulieren Sie für folgende Angriffe je eine Antwort, bei der Sie den Sachverhalt positiv umdeuten. Nehmen Sie sich pro Antwort soviel Zeit, wie Sie benötigen.

  • Sie sind zu langsam.
  • Sie sind immer so schnell und hibbelig. Da kann ja an Ihrer Arbeit nichts dran sein.
  • Warum schreien Sie denn so?
  • Spezialisten wissen nichts vom richtigen Leben.
  • Sie sind immer so furchtbar stur.

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Denksport des Monats

Zwei Affen schauen durch eine Röhre, die zufällig auf der Wiese liegt. Die Röhre ist gerade, nicht besonders lang und auch nicht verstopft. Trotzdem sehen die beiden einander nicht. Warum?

 

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Der Angriff des Monats März

Situation: Beim Elternabend im Kindergarten wird Ihnen eröffnet, dass die Beiträge sich entsprechend dem Einkommen der Eltern anpassen. Da Sie zwei Kinder in diesem Kindergarten haben, würde sich durch diese Maßnahme Ihr Beitrag verdoppeln. Sie vertreten eine Beibehaltung der bisherigen Gebühren. Darauf  meint der Vorstand:

„Wir wollen soziale Gerechtigkeit. Deshalb liegt nahe…“

Überlegen Sie zunächst Ihre eigene Antwort.

 

Mögliche Reaktionen:

  1. Soziale Gerechtigkeit ist eine abgedroschene Phrase. Was genau bedeutet das für Sie?
  2. Was genau verstehen Sie in diesem Zusammenhang unter: »Soziale Gerechtigkeit«?
    – Die Reaktion bei diesen beiden Varianten ist jeweils eine Frage. Fragen sind immer eine gute Möglichkeit, um den anderen zum Nachdenken zu bringen und aus dem Reiz-Reaktions-Schema zu holen.
  3. Soziale Gerechtigkeit ist doch nur ein Schlagwort, unter dessen Fahne viele versuchen, ihre eigenen Interessen durchzuboxen.
  4. Sehen Sie, wir verfolgen dieselben Ziele, wir wollen auch soziale Gerechtigkeit! Aber unseres Erachtens ist dies wesentlich besser und schneller über einen anderen Weg, als den Ihren, zu erreichen.
    – Sie stimmen dem zu, in dem Sie beide sich einig sind und erweitern dann rein sachlich, Ihre Argumentation. Dabei bleiben Sie höflich und bestimmt.
  5.  … dass wir feststellen, was für uns »soziale Gerechtigkeit« bedeutet.
  6. Wir wollen eine Lösung für alle und genau deshalb ist es notwendig, dass wir in der Richtung weiterdenken.
  7. Bei uns herrscht Meinungsfreiheit. Da darf sogar der seine Meinung sagen, der gar keine hat.
    – Manchmal tut ein Gegenangriff einfach gut, doch überlegen Sie bitte hier wieder genau, ob sie diesen auch aussprechen.
  8. Wollen Sie durch einen Allgemeinplatz vom Thema ablenken? Wir sprachen über…
  9. Jeden gleich zu behandeln ist das Ungerechteste, was wir tun können. Stellen Sie sich vor, ein Gärtner würde seinen Garten ganz gerecht, gleich gießen und düngen. Da würde die Herrschaft schnell an die Spontanvegetation gehen. Das wollen wir nicht. Deshalb …
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Stimmen aus dem Parlament

Heiner Geißler wurde in den 80er Jahren bei einer Podiumsdiskussion die Frage gestellt: »Herr Geißler, wie würden Sie eigentlich argumentieren, wenn bei der nächsten Bundestagswahl Rot-Grün die Mehrheit hätte?«
Darauf antwortete Geißler: »Verehrter Herr Fragesteller, Ihre Frage liegt etwa auf dem folgenden Niveau: Wenn Eichhörnchen Pferde wären, könnten wir die Bäume hinaufreiten. Nun sind Eichhörnchen nachweislich keine Pferde…«

Abgeordneter zum anderen: »Sie machen ja in keiner Sitzung den Mund auf.« Antwort: »Sie irren sich, immer wenn ich Sie reden höre, muss ich gähnen.«

Die Münchner Illustrierte Quick fragte 1963 Franz Josef Strauß, ob in Zukunft Erhard ein besserer Bundeskanzler sein könnte als Adenauer. Er antwortete: »Wenn mich jemand fragt, ob Goethe oder Schiller der größere deutsche Dichter ist, sag ich immer „Ja!“«.

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Was wir von Herrn Adenauer zum Thema Schlagfertigkeit lernen können

So wird jede langweilige Besprechung zur inspirierenden Veranstaltung. Nehmen Sie sich ein Muster am Tag vor und überlegen Sie bei Äußerungen anderer, was Sie darauf antworten könnten. Da unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen tatsächlich Gesagtem und nur Überlegtem, können sie auch durch Durchdenken Ihr Reaktionsrepertoire erweitern. Und… es macht gar nichts, wenn Ihnen nicht sofort etwas einfällt. Da niemand weiß, woran Sie gerade heimlich üben, probieren Sie es einfach mit der nächsten Aussage wieder 🙂

Beginnen Sie also jeden Morgen neu mit Ihren Übungen zur Schlagfertigkeit. Machen Sie es wie Herrn Adenauer, der mal gesagt hat:

  • Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.
  • Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt‘s nicht.

Wenn Ihnen mal was schiefgeht, dann nehmen Sie den Spruch:

  • Morgen gibt es eine neue Zeitung!
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Tatsächlich passiert

Letzte Woche sagte ein Postbeamter zu mir: »Ach Sie schon wieder mit Ihrer Büchersendung!« Da konnte ich das Jahr doch gleich mit einer kleinen Übungseinheit in Sachen Schlagfertigkeit beginnen. Ich hab ihn mit dem »Du-kommst-hier-nicht-rein-Blick« angesehen und dabei überlegt, welche Reaktion ich jetzt auswähle. Zur Auswahl hatte ich:

  • Ich freu mich auch Sie zu sehen.
  • Gut erkannt.
  • Schön, dass Sie wieder für mich arbeiten.
  • Ist das bei der Post Einstellungsbedingung, Sendungen sofort einordnen zu können?
  • Was wollen Sie mir damit sagen?
  • Warum denn heute so freundlich?

Und gesagt habe ich: »Warten Sie nur bis morgen. Da bringe ich zwei!«

Was wäre Ihnen in der Situation eingefallen? Machen Sie es wie ich. Nutzen sie Alltagssituationen für Ihre tägliche Übung.

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Kreativitätsübung Januar

Bilden Sie drei Sätze aus den Buchstaben des Wortes: »Laserdrucker«.

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Gehen Sie durch das Alphabet und finden Sie pro Buchstabe ein Tier, das mit dem Buchstaben beginnt.

Ameise, Bär, Chamäleon, …

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Finden Sie 4 Minuten lang Transportmittel.

z. B. Tupperdose, ICE, Heißluftballon, …

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Denksport des Monats

Vier Leute wollen über eine Hängebrücke auf die andere Seite eines Abgrunds. Es können immer nur zwei Personen gleichzeitig über die Brücke. Sie haben nur eine Taschenlampe dabei, die auch jedes Mal mitgenommen werden muss, da sonst der Weg nicht zu erkennen ist. Die Lampe muss auch jedes mal wieder zurücktransportiert werden. Die Wanderer sind unterschiedlich gut zu Fuß. Einer von ihnen braucht 5 Minuten, einer 10, einer 20 und einer 25 Minuten um die Brücke zu überqueren. Die Brenndauer der Taschenlampe beträgt genau eine Stunde. Wie können sie die Brücke in nur 60 Minuten überqueren?

Tipp: Lassen Sie immer 2 Personen gleichzeitig laufen und probieren Sie die Varianten aus, die Ihnen zunächst seltsam vorkommen…

 … wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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