Anekdoten und Geschichten

  • Hans von Bülow eilte in Bayreuth über die Straße. Ein Verehrer nähert sich mit den Worten: »Ich wette, Herr von Bülow, Sie kennen mich nicht mehr.« Der sagte: »Gewonnen!« und enteilte.
  • Inspektor Craddock sagte zu Miss Marple: »Ich glaube, bloß ein Weibergehirn und bestimmt auch nur Ihres konnte auf so was kommen.«
    Antwort von Miss Marple: »Es mag Sie ja irritieren, Inspektor, dass weibliche Gehirne manchmal den männlichen überlegen sind, doch Sie müssen sich nun leider damit abfinden.«
  • Der Chef sucht einen Schlüssel und hat ihn selber in der Tasche. Darauf sagt seine Sekretärin: »Jetzt mal ehrlich, wer von uns zwei ist denn nun blond?«
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Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie wollen es sich gerade in der Badewanne gemütlich machen, da hören Sie plötzlich aus der Nebenwohnung laute Musik. Es ist zwar nicht die Zeit der Mittagsruhe, doch es stört Sie erheblich. Sie gehen zu Ihrer Nachbarin und bitten diese, die Musik leiser zu stellen. Darauf sagt die:

Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Kram!

 

Erst Ihre Antwort

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Bitte lenken Sie nicht ab, Frau Müller und machen Sie nun Ihre Musik leiser.“
    Sie überhören den Angriff souverän und wiederholen Ihre Bitte. Damit verleihen Sie dieser Nachdruck.
  2. „Das würde ich ja gerne, doch leider stört mich die Musik dabei sehr.“ (Pause)
    Sie zeigen sich offen und weiter gesprächsbereit. Wer die Pause länger aushält, hat die bessere Wirkung. Halten Sie dabei den Blickkontakt aufrecht.
  3. „Soll unsere gute Nachbarschaft dadurch wirklich leiden?“
    Die Frage ist nur dann angemessen, wenn es sich tatsächlich um eine Ausnahme handelt. Wenn Sie schon „Intim-Feinde“ sind, dann wählen Sie eine der anderen Reaktionen. Ist die Nachbarschaft sonst gut, kann die Frage die Situation entschärfen, da sie auf die Metaebene verzweigt.
  4. „Was Sie mit Ihrer Musik machen ist ruhestörender Lärm. Unterlassen Sie das oder ich werde rechtliche Schritte einleiten.“
    Der klassische Gegenangriff. Wenn Sie soweit sind, diese Reaktion als angemessen zu betrachten, dann besteht bereits ein grundsätzliches Problem. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie wieder eine friedliche Koexistenz hinbekommen.
  5. „Wenn die Lautstärke nicht verhandelbar ist, können wir dann wenigstens die Musikrichtung gemeinsam festlegen?“
  6. „O.k. am besten fangen wir noch mal von vorne an. Wir gehen beide noch mal in unsere Wohnungen. Dann komme ich noch mal und klingle.“
  7. „Warum denn gleich so unfreundlich? Sind Sie heute mit dem linken Fuß aufgestanden?“
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Der Angriff des Monats Februar

Situation: Sie setzen sich beim Elternabend vehement für das Schulessen ein. Ihrer Meinung nach soll die neue Mensa so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden. Sie haben drei Kinder in dieser Schule und brauchen die durchgängige Versorgung. Nun hören Sie die freundlich-süße Stimme Ihrer Vorsitzenden:

 „Wer geschieden ist, kann darüber so denken, aber…“

 Erst Ihre eigene Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

  1. Nicht, wer geschieden ist, sondern jemand, der flexibel ist in seinem Denken, der kann so darüber denken.
  2. Aber als Nichtverheiratete sehe ich das ganz anderes.
    – Durch das Umdefinieren erhalten Sie Ihren Abstand und weisen den Sprechenden darauf direkt hin.
  3. Alles nur eine Frage klarer Entscheidungen.
    Da, wie sie ja wissen, ein Großteil der Bevölkerung bereits mindestens einmal geschieden ist, können Sie davon ausgehen, dass dieser Gedanke sehr realitätsnah ist.
    – Sie gehen rein sachlich auf die Aussage ein, ohne auf die spitze Bemerkung Bezug zu nehmen. Das kann sehr souverän wirken.
  4. Sie müssen es ja wissen. Und wie denken Sie nun genau darüber?
  5. Oh, interessanter Standpunkt – wie kommen Sie darauf?
  6. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie mit meinen Äußerungen überfordert habe.
  7. Die Betonung liegt auf »kann«, er »kann« demnach auch anders denken.
    – Sie nehmen ein Wort heraus und reagieren auf das. Auch das ist eine gute Variante, um Ihren eigenen Abstand beizubehalten und sich nicht getroffen zu fühlen.
  8. Wer geschieden ist, ist nur nicht mehr verheiratet, sein Denken ist davon nicht beeinträchtigt.
TIPP: Wenn Sie das Gefühl haben Ihnen tritt jemand zu nahe, dann wirkt eine Antwort wie die folgende, immer souverän:

Meine persönliche Situation hat nichts mit dieser Angelegenheit zu tun. Bitte bleiben Sie bei der Sache.

 

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Was wir von Herrn Adenauer zum Thema Schlagfertigkeit lernen können

So wird jede langweilige Besprechung zur inspirierenden Veranstaltung. Nehmen Sie sich ein Muster am Tag vor und überlegen Sie bei Äußerungen anderer, was Sie darauf antworten könnten. Da unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen tatsächlich Gesagtem und nur Überlegtem, können sie auch durch Durchdenken Ihr Reaktionsrepertoire erweitern. Und… es macht gar nichts, wenn Ihnen nicht sofort etwas einfällt. Da niemand weiß, woran Sie gerade heimlich üben, probieren Sie es einfach mit der nächsten Aussage wieder 🙂

Beginnen Sie also jeden Morgen neu mit Ihren Übungen zur Schlagfertigkeit. Machen Sie es wie Herrn Adenauer, der mal gesagt hat:

  • Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.
  • Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt‘s nicht.

Wenn Ihnen mal was schiefgeht, dann nehmen Sie den Spruch:

  • Morgen gibt es eine neue Zeitung!
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Schöne Formulierungen

Ich hoffe Sie haben das Jahr 2017 gut angefangen und sind nun motiviert, Ihr Schlagfertigkeitstraining in Angriff zu nehmen.

Was halten Sie davon, ab sofort nicht mehr von „Angriff“ zu sprechen?

Mein Vorschlag einer schöneren Formulierung ist: „Kommunikatives Angebot mit negativem Inhalt.“

In diesem Sinne viel Erfolg beim Üben.

  • Der Unterschied zwischen denen, die uns gernhaben dürfen -, und jenen, die uns gernhaben können, gleicht dem zwischen Tag und Nacht.
  • Der Vorschlag stieß auf große Zurückhaltung bis zu starkem Widerstand.
  • Nach eingehender Gewissenprüfung halte ich diesen Vorwurf für nicht gerechtfertigt.
  • Uns gelang das zunächst unmöglich scheinende, offensichtlich durch die Hegelsche List der Vernunft.
  • Eine Vereinigung zum Ziele des Umsturzes nennt man Kegelverein.
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Noch mehr Witze und Anekdoten

Arzt: »Ihr Mann gefällt mir gar nicht.«
»Mir auch nicht, aber die Kinder hängen so an ihm.«

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Der Bürgermeister eines Kurorts wird gefragt, ob das Klima hier wirklich so gesund sei. Darauf sagt er: »Und ob. Um den Friedhof einweihen zu können, mussten wir unseren ältesten Dorfbewohner vergiften.«

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»Ist auf unsere Reklamation etwas eingegangen?« »Ja, die Firma.«

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Wörtlich nehmen. Professor bei der Prüfung des Medizinstudenten: »Der Patient hinkt wegen seines verkürzten Wadenbeins. Was würden Sie tun?«

Antwort: »Auch hinken.«

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»Darf ich das Kleid im Schaufenster probieren?«
»Warum nicht? Das lockt Kunden an.«

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»Gnädige Frau, wollen Sie nicht auch etwas für unser neues Trinkerheim beisteuern?« »Gern. Sie können meinen Mann haben.«

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Ein Mann kommt spät abends nach Hause und seine Frau sagt: »Ich bin sprachlos!« Darauf er: »Bleib so, Liebling.«

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Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie machen mit Ihrer Familie einen Ausflug in den Zoo. Im Insektarium stellen Sie fest, dass Spinnen immer noch nicht zu Ihren Lieblingstieren gehören. Plötzlich sehen Sie im Augenwinkel eine Bewegung und spüren auf dem Arm etwas. Sie machen einen Satz zur Seite und schütteln wie wild dieses Tier von Ihrem Arm. Dabei schauen Sie sehr entsetzt in die Runde, was zu einem allgemeinen Heiterkeitsausbruch Ihrer Familie führt.

Sie werden von Ihrem Gegenüber ausgelacht

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

 

  1. Stellt Euch vor, es wäre ein Tiger gewesen. Dann würde Euch das Lachen auch vergehen.
    • Ein schlagfertiger Vergleich der zeigt, dass Sie nicht auf den Mund gefallen sind. Sogar in solch einer Schrecksekunde fällt Ihnen eine schlagfertige Antwort ein – Kompliment!
  2. Lachen ist nicht der schlechteste Anfang einer Freundschaft und bei weitem das beste Ende. (Oscar Wilde)
  3. Auf was für nem’ Trip seid Ihr denn?
    • Das ist eine Standardantwort die Ihnen in vielen Situationen gute Dienste leisten kann. Passt hier wunderbar und gibt den Ball elegant zurück.
  4. Ich kann bestimmt mitlachen. Oder: Wow, habt Ihr Humor!
  5. Schön, dass ich zu Eurer Unterhaltung beigetragen habe.
    • Zustimmen und noch übertreiben. Wenn Sie jetzt noch mitlachen, dann bleibt die Wirkung souverän.
  6. Es ist doch immer wieder schön, mit wie wenig man Euch zum Lachen bringen kann.
  7. Du hast da was am Zahn…
  8. Lacht Ihr mich etwa aus? Oder an?
  9. Ich habe ja mit einigem gerechnet, aber wo ist der Witz versteckt?
  10. Wenn Ihr Euch beruhigt habt, können wir ja weitergehen.
    • Rein sachliche Aufforderung. Vorsicht beim Tonfall, damit es nicht beleidigt klingt. Das würde die Wirkung schmälern.

 

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Embodiment für die Schlagfertigkeits-Methode Fragen

Heilpraktiker

 Ein guter Heilpraktiker zeichnet sich dadurch aus, dass er viele Fragen stellt und sich so in den Gesundheitszustand seines Patienten hineinarbeitet. Dabei hört er aufmerksam zu und macht sich Notizen, was dem Patienten zusätzlich das Gefühl von Interesse, gut aufgehoben sein und Kompetenz vermittelt.

Welchen Mottosatz verbinden Sie mit dieser Haltung?

  • Ich bin an dir interessiert.
  • Auf welche Weise kann ich dir helfen?
  • Du bist bei mir in guten Händen.

Übung macht den Meister!

Die Embodiments üben Sie für den Ernstfall folgendermaßen ein.

Versetzen Sie sich mit Hilfe folgender Fragen in den gewünschten Zustand.

  • Was nehmen Sie in dieser Rolle mit den Sinnen wahr?
  • Was sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken Sie? Zum Beispiel:
  • Wie stehen Sie da? (gerade, leicht gebückt, Rücken durchgedrückt, Füße parallel oder leicht versetzt…?)
  • Wie ist Ihre Kopfhaltung?
  • Wo sind Ihre Hände?
  • Wie ist Ihr Gesichtsausdruck?
  • Wie ist Ihre Atmung?

 

Verstärken Sie diese Empfindung. Fühlen Sie sich ganz wie Ihr Vorbild. Potenzieren Sie das Gefühl und genießen Sie es. Verbinden Sie das Gefühl mit Ihrem Mottosatz. Atmen Sie tief ein und sprechen Sie beim Ausatmen Ihren Mottosatz. Wiederholen Sie das dreimal.

Verlassen Sie jetzt Ihr Vorstellungsbild und bewegen Sie sich ein wenig. Schütteln Sie Arme und Beine aus und seien Sie wieder Sie selbst.

Und nun wechseln Sie mit Hilfe Ihres Mottosatzes, der Haltung,… mehrfach ins Vorstellungsbild und zurück. Diesen Teil der Übung wiederholen Sie bitte die nächsten 3 Wochen täglich, am besten morgens und abends. Gut nutzen können Sie dafür auch Wartezeiten beim Einkaufen, an der Ampel,…

Führen Sie die Übung so lange durch, bis die Gefühlsänderung sich auf „Knopfdruck“ einleiten lässt, sie sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist und Sie – wie beim Autofahren – nicht mehr überlegen müssen, wo der nächste Gang ist sondern automatisch agieren können wie Ihr Vorstellungsbild.

Dabei viel Erfolg!

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Kreativ schlagfertig – Training macht den Unterschied

Auch Kreativität kann man lernen!
Sie ist bis zu einem gewissen Grad Übung und »Gewusst wie«.

Beginnen Sie mit drei Dingen:

  • Trainieren Sie die Gehirnbereiche, die für die Kreativität zuständig sind.
  • Sensibilisieren Sie sich für die Mehrdeutigkeit unserer Sprache.
  •  Formulieren Sie »schön« und erweitern Sie Ihren aktiven Wortschatz.

Kreativität trainieren Sie zum Beispiel, indem Sie Assoziationen bilden.
Suchen Sie jetzt sofort 10 Eigenschaftswörter, die mit »a« anfangen.
Ist Ihnen aufgefallen, dass »anfangen« auch schon zu der Kategorie gehört?

In losen Abständen werden Sie im blog nun auch kleine Kreativübungen finden, die Ihnen dabei helfen, zu trainieren und Ihre Assoziationsgeschwindigkeit zu erhöhen.

ACHTUNG NEU!!!!!

Nächsten Dienstag startet mein neuer podcast zum Thema Verhandeln. Sie finden Ihn auf www.abenteuer-verhandeln.de

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