Der Angriff des Monats Juni

Situation: Damenkränzchen im Cafe: Am Nachbartisch sitzt ein netter junger Mann, der Sie an Ihren Lieblingsschauspieler erinnert. Sie schauen – vielleicht etwas zu lange – in seine Richtung und eine Freundin macht eine Bemerkung wie: „Na, das wär wohl Dein Typ, meine liebe Anne.“ Und die nächste Freundin bemerkt erheitert:

„Erwischt! Du wirst ja rot wie eine Tomate!

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Ich bin leider noch nicht so abgebrüht wie Du.
    • Retourkutsche, die hier durchaus angebracht scheint. Das kommt ganz darauf an, wie gut Sie befreundet sind und was Ihnen diese Freundschaft wert ist.
  2. Endlich mal jemand, der Farbe in die Runde bringt.
  3. Nur distinguierte Damen halten ihre Regungen »unter Putz«.
  4. Lieber rot als tot.
  5. Gott Sei Dank, meine Durchblutung funktioniert.
  6. Gedanken sind wie Haare. Die meisten sind wertlos, sobald sie den Kopf verlassen haben. Werner (Mitsch)
  7. Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet oder erröten sollte. (Mark Twain)
    • Sie erzielen eine sehr gute Wirkung durch ein vorbereitetes Zitat. Damit sind Sie immer gewappnet und solch eine Bemerkung kann Sie dann gar nicht mehr aus der Ruhe bringen.
  8. An Himbeere arbeite ich noch.
    • Wunderschöne Assoziation. Durch diese zeigen Sie, dass Sie über den Dingen stehen.
  9. Im Wunschdenken warst Du schon mal besser.
  10. Danke, dass Du mich darauf aufmerksam machst. Stell Dir vor, ich werde rot und keiner sagt etwas dazu.
  11. Besser als grün wie eine Gurke.
  12. Ich bin halt gschamig.
  13. Na, grün wäre ja komisch, oder? Oder: Wäre Dir grün lieber?
  14. Tomate? Da muss ich gleich an Pizza denken. Vor zwei Jahren war ich übrigens im Urlaub in Italien, was mir da passiert ist. Am Strand. Aber den Strand fand ich in Bali schöner. Da war ich mit meinem Ex-Freund. Getrennt haben wir uns, weil…
  15. Wie eine spanische oder wie eine holländische Tomate?
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Warum die perfekte Antwort die Schlagfertigkeit verhindert

Gerade die Suche nach der perfekten Antwort blockiert uns schnell. Seien Sie am Anfang mit einer Antwort zufrieden. Die Brillanz kommt dann mit der Zeit. Als Nothelfer bieten sich Standardsätze an. Einige Standards funktionieren in 95 % aller Fälle. Durch Standards gewinnen Sie Zeit und haben immer eine Antwort parat. Mit einigen dieser Rettungssätze bewaffnet können Sie jedem Disput ab sofort gelassen entgegen sehen.

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Lieblingsantworten, damit Sie – ab sofort – nie mehr sprachlos sind!

Als Standards bieten sich zum Beispiel an:

  • Das ist Ihre Sicht. Ich sehe das folgendermaßen…
  • Ich denke darüber nach und gebe Ihnen morgen Bescheid.
  • Wie darf ich Ihre Aussage verstehen?
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Kreativitätsübung Oktober

Was bedeutet die Abkürzung »DVNKU«? Finden Sie wenigstens 5 Deutungsmöglichkeiten

Z. B. Deutscher Verein notorischer Kunst Unterhändler.

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Sie sind auf einer einsamen Insel gelandet mit nichts als 200 leeren Glasflaschen à 0,5 Liter Füllmenge. Was können Sie damit alles machen, um Ihre Situation zu verbessern?

Notieren Sie 7 Minuten lang alle Lösungen.

z. B. Brennglas für Feuer, als Baumaterial verwenden, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Synonyme für »Vorteil«.

z. B. Oberwasser, Nutzen, Profit, Bonus, …

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Denksport des Monats

Drei Forscher werden von einem Indianerstamm gefangen genommen. Der Häuptling ist ein Freund von Rätseln. Er verspricht ihnen die Freiheit, wenn Sie das Rätsel lösen könne, dass er ihnen stellt. Es gibt insgesamt drei weiße und zwei schwarze Federn! Die Gefangenen bekommen jeweils eine Feder auf den Kopf, die restlichen zwei sind nicht sichtbar. Sie sitzen hintereinander aufgereiht. Der Hinterste sieht die zwei vor sich, der Mittlere einen und der Vordere nur die Prärie. Sie können sich nicht umdrehen. Einer der drei soll sagen, welche Farbe die Feder auf seinem Kopf hat. Nach einer längeren Zeit sagt der Vorderste: »Wenn die Anderen beiden mitgedacht und entsprechend reagiert haben, dann ist meine Feder auf dem Kopf eine?« Ja, welche ist es denn und wie kann er das wissen?

Tipp: Wichtig ist der Hinweis, dass der vorderste eine Weile abwartet, den anderen beiden also Zeit lässt, logische Schlüsse zu ziehen. Beginnen Sie also beim Hintersten mit der Überlegung: Was sieht er?

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie wollen es sich gerade in der Badewanne gemütlich machen, da hören Sie plötzlich aus der Nebenwohnung laute Musik. Es ist zwar nicht die Zeit der Mittagsruhe, doch es stört Sie erheblich. Sie gehen zu Ihrer Nachbarin und bitten diese, die Musik leiser zu stellen. Darauf sagt die:

Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Kram!

 

Erst Ihre Antwort

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Bitte lenken Sie nicht ab, Frau Müller und machen Sie nun Ihre Musik leiser.“
    Sie überhören den Angriff souverän und wiederholen Ihre Bitte. Damit verleihen Sie dieser Nachdruck.
  2. „Das würde ich ja gerne, doch leider stört mich die Musik dabei sehr.“ (Pause)
    Sie zeigen sich offen und weiter gesprächsbereit. Wer die Pause länger aushält, hat die bessere Wirkung. Halten Sie dabei den Blickkontakt aufrecht.
  3. „Soll unsere gute Nachbarschaft dadurch wirklich leiden?“
    Die Frage ist nur dann angemessen, wenn es sich tatsächlich um eine Ausnahme handelt. Wenn Sie schon „Intim-Feinde“ sind, dann wählen Sie eine der anderen Reaktionen. Ist die Nachbarschaft sonst gut, kann die Frage die Situation entschärfen, da sie auf die Metaebene verzweigt.
  4. „Was Sie mit Ihrer Musik machen ist ruhestörender Lärm. Unterlassen Sie das oder ich werde rechtliche Schritte einleiten.“
    Der klassische Gegenangriff. Wenn Sie soweit sind, diese Reaktion als angemessen zu betrachten, dann besteht bereits ein grundsätzliches Problem. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie wieder eine friedliche Koexistenz hinbekommen.
  5. „Wenn die Lautstärke nicht verhandelbar ist, können wir dann wenigstens die Musikrichtung gemeinsam festlegen?“
  6. „O.k. am besten fangen wir noch mal von vorne an. Wir gehen beide noch mal in unsere Wohnungen. Dann komme ich noch mal und klingle.“
  7. „Warum denn gleich so unfreundlich? Sind Sie heute mit dem linken Fuß aufgestanden?“
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Der Angriff des Monats Juni

Situation: Sie sind im August auf einem Gartenfest eingeladen. Das Wetter ist wunderschön und Sie haben Freude daran, sich einmal wieder so richtig schön anzuziehen. Sie wählen ein gewagtes Oberteil, in dem Ihre gute Figur zur Geltung kommt. Sie amüsieren sich ausgezeichnet, doch gerade als Sie sich noch einmal Bowle nachschenken wollen kommen Sie an drei Damen vorbei, die in Ihre Richtung sehen und miteinander tuscheln. Sie vernehmen den Satz:

 „Na die hat’s nötig.“

Kreieren Sie erst Ihre Antwort:

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Das habe ich gehört!“
    –        Sagen Sie das bedeutungsvoll, schauen Sie die Damen dabei direkt an und gehen Sie dann weiter. Damit lassen Sie die drei souverän im Regen stehen. Und Sie lassen sich auf das Spiel nicht ein, sondern bestimmen die Regeln selbst.
  2.  „Es wird ja immer nur der angegriffen, der den Ball hat. Also – danke für das Kompliment.“
  3.  „Schön, dass ich zu Ihrer Unterhaltung beitragen konnte.“
    –        Sie nehmen es humorvoll und zeigen durch diese Bemerkung, dass Sie über den Dingen stehen. Und – Sie lassen sich die Laune nicht verderben.
  4. „Was meinen Sie denn mit „nötig“?“.
  5. „Ich finde es auch schön, Sie hier zu sehen!“
    –        Die ironische Variante. Sie nehmen das Gegenteil und setzen die Übertreibung drauf. Eine gelungene Antwort, wenn Sie sich auf das Spiel einlassen wollen.
  6. „Sie haben es richtig erkannt. Es hat mir heute Freude gemacht, mich für diesen Anlass außergewöhnlich anzuziehen.“
  7. „Wenn ich Sie so ansehe, würde Ihnen ein bisschen Pep auch nicht schaden.“
    –        Sie gehen hier zum Gegenangriff über. Damit zeigen Sie jedoch auch, dass Sie sich angegriffen fühlen. Wenn Sie sich die Laune verderben lassen wollen, dann ist das die richtige Reaktion dafür.
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Was wir von Herrn Adenauer zum Thema Schlagfertigkeit lernen können

So wird jede langweilige Besprechung zur inspirierenden Veranstaltung. Nehmen Sie sich ein Muster am Tag vor und überlegen Sie bei Äußerungen anderer, was Sie darauf antworten könnten. Da unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen tatsächlich Gesagtem und nur Überlegtem, können sie auch durch Durchdenken Ihr Reaktionsrepertoire erweitern. Und… es macht gar nichts, wenn Ihnen nicht sofort etwas einfällt. Da niemand weiß, woran Sie gerade heimlich üben, probieren Sie es einfach mit der nächsten Aussage wieder 🙂

Beginnen Sie also jeden Morgen neu mit Ihren Übungen zur Schlagfertigkeit. Machen Sie es wie Herrn Adenauer, der mal gesagt hat:

  • Niemand kann mich daran hindern, jeden Tag etwas klüger zu werden.
  • Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt‘s nicht.

Wenn Ihnen mal was schiefgeht, dann nehmen Sie den Spruch:

  • Morgen gibt es eine neue Zeitung!
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Schöne Formulierungen

Ich hoffe Sie haben das Jahr 2017 gut angefangen und sind nun motiviert, Ihr Schlagfertigkeitstraining in Angriff zu nehmen.

Was halten Sie davon, ab sofort nicht mehr von „Angriff“ zu sprechen?

Mein Vorschlag einer schöneren Formulierung ist: „Kommunikatives Angebot mit negativem Inhalt.“

In diesem Sinne viel Erfolg beim Üben.

  • Der Unterschied zwischen denen, die uns gernhaben dürfen -, und jenen, die uns gernhaben können, gleicht dem zwischen Tag und Nacht.
  • Der Vorschlag stieß auf große Zurückhaltung bis zu starkem Widerstand.
  • Nach eingehender Gewissenprüfung halte ich diesen Vorwurf für nicht gerechtfertigt.
  • Uns gelang das zunächst unmöglich scheinende, offensichtlich durch die Hegelsche List der Vernunft.
  • Eine Vereinigung zum Ziele des Umsturzes nennt man Kegelverein.
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Kreativitätsübung Oktober

Suchen Sie sich für die nächste Übung eine Partnerin oder einen Partner. Vielleicht möchte Ihr Gegenüber ja gleich mit üben, dann wechseln Sie nach jedem Satz oder nach einer Sequenz ab. Es geht um schnelles Improvisieren. Sie können eine Erweiterung oder eine gegenteilige Aussage anschließen. Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit.

Ihr Gegenüber stellt eine einfache Frage, die Sie mit »Ja und…« oder mit »Ja nur…« beantworten, wobei Sie sofort einen Satz anfügen.

Hast Du heute schon die Zeitung gelesen?
Ja und Radio gehört habe ich auch.

Sonst schaust Du doch nur Fernsehen?
Ja nur heute hatte ich das Autoradio dabei.

Bei der Übung geht es darum, ohne lange Überlegung schnell Antworten zu kreieren, auch wenn Ihnen diese zunächst nicht besonders originell erscheinen. Es ist eine neue Art zu denken, die für Ihre neu gewonnene Schlagfertigkeit nützlich sein kann. Die Antwort muss nicht logisch mit der Frage zusammenhängen. Bsp.:

Warst Du heute schon spazieren?
Ja und in meinem Roman habe ich auch schon gelesen.

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Finden Sie 5 Minuten lang Verben, die mit »b« beginnen und innen ein »h« haben.

z. B. behandeln, behaupten, …

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Denksport des Monats

Werner ist größer als Sascha, Jens größer als Klaus.
Sascha ist kleiner als Peter, jedoch größer als Jens.
Peter ist kleiner als Werner.

Wer steht größenmäßig in der Mitte?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Die überraschende Antwort

Ein älterer Herr antwortete auf die Frage, wie er es gemacht habe, 105 Jahre alt zu werden: »Weil ich nie aufgehört habe zu atmen.«

Kellner tropft einer Dame Tee auf die Bluse. Darauf sagt sie: »Ich hatte Sie eigentlich für jemanden gehalten, der nicht zu blöd ist, Tee zu servieren.«
Darauf sagt er: »Und ich hätte Sie gerne weiterhin für eine Dame gehalten.«

Peter schläft im Unterricht. Als der Lehrer das entdeckt, schüttelt er ihn kräftig und fragt entrüstet: »Weißt Du, wie man so etwas wie Dich nennt?«
»Ja« gähnt Peter, »einen aufgeweckten Jungen.«

Kellner: »Ihr Glas ist leer! Soll ich Ihnen ein neues bringen?«
»Was soll ich mit zwei leeren Gläsern?«

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Eine Stewardess erzählt …

Ein Mann deutet auf die Stewardess und sagt laut zu seiner Tochter: „Wenn du immer schön in der Schule aufpasst und fleißig bist, musst du so einen Job später nicht machen!” Die serviert ihm und der Kleinen ihr Essen, beugt sich dann zu der Tochter und sagt: „Und wenn dein Papa in der Schule immer schön aufgepasst hätte und fleißig gewesen wäre, würdest du heute in der First Class sitzen!” gefunden in Readers Digest

Manche Vorlagen sind einfach zu gut, um sie vorbeilaufen zu lassen. 🙂

Doch denken Sie bitte immer daran, man trifft sich in der Regel wenigstens zweimal im Leben. Deshalb überlegen Sie bitte genau, bei wem Sie solch eine Retourkutsche anwenden.

 

 

 

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