So kontrollieren Sie in akuten Situationen Ihre Gefühlsäußerungen

Schaffen Sie inneren Abstand, indem Sie nicht sofort und automatisch reagieren, sondern innerlich zählen. Bringen Sie sich in eine andere Verfassung, indem Sie Ihre Körperhaltung ändern, tief ein- und ausatmen, sich bewegen. Gemeinsam mit der körperlichen Entspannung löst sich auch die seelische Belastung.

Nehmen Sie sich Bedenkzeit. Sagen Sie: „Ich denke darüber nach und gebe Ihnen später / morgen Bescheid.“

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Verbal Tuning

Gestern sah ich unseren Hausmeister mit dem Auto vorbeifahren und auf der Fahrzeugseite prangte groß die Aufschrift: Facility Management. Was waren das noch für Zeiten, als Hausmeister noch Hausmeister hießen. Doch solche Euphemismen können auch sehr lustig sein. Gehen Sie doch mal gezielt auf die Suche nach diesen Neukreationen herkömmlicher Berufsbezeichnungen. Ab und zu in ein Gespräch eingestreut können Sie zur Unterhaltung beitragen. Doch Achtung: Bitte nicht übertreiben.

 

Statt Steuererhöhung sagen Politiker gerne: Einkommensverbesserungen auf Seiten des Staates. Und aus einer Reklamation wird so eine kostenlose Unternehmensberatung.

Noch ein paar Beispiele aus dem Leben:

  • Event Gastronomie Betreuer  für Türsteher
  • Raumpflegerin für Putzhilfe
  • Space Manager für  Regalauffüller
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Kreativitätsübung Oktober

Was bedeutet die Abkürzung »DVNKU«? Finden Sie wenigstens 5 Deutungsmöglichkeiten

Z. B. Deutscher Verein notorischer Kunst Unterhändler.

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Sie sind auf einer einsamen Insel gelandet mit nichts als 200 leeren Glasflaschen à 0,5 Liter Füllmenge. Was können Sie damit alles machen, um Ihre Situation zu verbessern?

Notieren Sie 7 Minuten lang alle Lösungen.

z. B. Brennglas für Feuer, als Baumaterial verwenden, …

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Finden Sie 5 Minuten lang Synonyme für »Vorteil«.

z. B. Oberwasser, Nutzen, Profit, Bonus, …

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Denksport des Monats

Drei Forscher werden von einem Indianerstamm gefangen genommen. Der Häuptling ist ein Freund von Rätseln. Er verspricht ihnen die Freiheit, wenn Sie das Rätsel lösen könne, dass er ihnen stellt. Es gibt insgesamt drei weiße und zwei schwarze Federn! Die Gefangenen bekommen jeweils eine Feder auf den Kopf, die restlichen zwei sind nicht sichtbar. Sie sitzen hintereinander aufgereiht. Der Hinterste sieht die zwei vor sich, der Mittlere einen und der Vordere nur die Prärie. Sie können sich nicht umdrehen. Einer der drei soll sagen, welche Farbe die Feder auf seinem Kopf hat. Nach einer längeren Zeit sagt der Vorderste: »Wenn die Anderen beiden mitgedacht und entsprechend reagiert haben, dann ist meine Feder auf dem Kopf eine?« Ja, welche ist es denn und wie kann er das wissen?

Tipp: Wichtig ist der Hinweis, dass der vorderste eine Weile abwartet, den anderen beiden also Zeit lässt, logische Schlüsse zu ziehen. Beginnen Sie also beim Hintersten mit der Überlegung: Was sieht er?

 

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

 

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Kreativitätsübung September

Jedes Ding hat zwei Seiten, jeder Begriff mindestens zwei Aspekte. Finden Sie positive Formulierungen für negativ belegte Begriffe.

z. B. Verlust à Minuswachstum

Ihre Begriffe:

Stress                                                   Altersstarrsinn

dumm                                                   Rezession

alt                                                         Lüge

stur, engstirnig, eigensinnig                 zögerlich, lahm

vorschnell, oberflächlich                      Fehlschlag

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Finden Sie 5 Minuten lang Begriffe, die mit »a« beginnen, ein »k« enthalten jedoch kein »b«.

z. B. Anakonda, aufgetakelt, ankommen, …

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Finden Sie 7 Minuten lang Begriffe, die etwas mit der Zahl »4« zu tun haben.

z. B. Jahreszeiten, Quadrat, Kleeblatt, …

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Denksport des Monats

Sie haben einen leeren 5- und einen leeren 3-Liter-Kanister. Ihre Aufgabe ist es, mit Hilfe der Kanister 4 Liter Wasser abzufüllen.
… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

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Der Angriff des Monats September

Situation: Sie arbeiten als Chemiker bei einem großen Testlabor für Kosmetik und befinden sich gerade auf einer Party bei Freuden. Im Laufe des Small Talk haben Sie auch von Ihrer beruflichen Beschäftigung erzählt. Auf einmal sagt eine Ihrer Gesprächspartnerinnen konsterniert:

Macht Ihnen Ihr Beruf eigentlich kein schlechtes Gewissen?

Erst Ihre Antwort

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. Nein. Bedenken Sie, was es nicht gäbe, wenn die Chemie nicht wäre.
  2. Da ich mir meiner Verantwortung bewusst bin, sehe ich keinen Grund dazu. Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Punkt?
    Die rein sachliche Antwort mit anschließender Erklärung lässt Sie souverän erscheinen. Allerdings können Sie dadurch auch zum Spielverderber werden, wenn es eine Aufforderung zum unterhaltsamen Streitgespräch sein sollte.
  3. Benutzen Sie keine Kosmetik?
  4. Warum?
  5. Nein! <Pause> Was konkret wollen Sie mit dieser Äußerung erreichen?
  6. Es ist unfair, dass 95 % meines Berufsstandes allen anderen einen so schlechten Ruf eintragen.
    Eine witzige Antwort, die den anderen zum Nachdenken veranlasst. Die inhärente Bestätigung wird er erst auf den zweiten Blick erkennen. Damit gewinnen Sie Zeit und irritieren den anderen.
  7. Meine Eltern wollten ja, dass ich Banker werde, aber so richte ich weniger Unheil an.
  8. Das ist die Wetterseite meines Gewissens. Da kann ich was aushalten.
  9. Mein Beruf ist mein Hobby!
  10. Machen Ihnen eigentlich solche Fragen kein schlechtes Gewissen?
  11. Was für ein Gewissen ?!
  12. Mein Gewissen entzieht sich Ihrem Wissen.
    Sie nehmen den Klang des Wortes mit einem sich darauf reimenden Wort auf und irritieren damit Ihr Gegenüber. So verschaffen Sie sich eine kleine Denkpause und Sie können sich in Ruhe eine gute Argumentation zurecht legen.
  13. Das Gewissen ist eine Uhr, die immer richtig geht. Nur wir gehen manchmal falsch. Erich Kästner
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Und wieder ein paar Zitate als clevere Reaktion

  • Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit. Aristoteles
  • Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern sein Gedächtnis. Leonardo da Vinci
  • Ein Jubiläum ist ein sehr wichtiges Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird. Sir Peter Ustinov
  • Besser einander beschimpfen als einander beschießen. Winston Churchill
  • Sich zurückziehen, um besser Anlauf nehmen zu können. Frz. Sprichwort
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Formulierungshilfen für das Büro Teil 2

Es geht lustig weiter 🙂

Anstatt: Mir doch Wurscht, du Depp!
Sagen Sie besser: Bedauerlicherweise kann ich Ihnen in diesem Punkt nicht weiterhelfen.

Statt: Na, hast du mit dem Chef geschlafen?
Besser: Hat man endlich deine Kompetenz erkannt?

Anstatt: Verdammte Sch…, diese Vollidioten haben mir nichts gesagt.
Wir müssen unsere interne Kommunikation verbessern.

Statt: Was habe ich mit dem Dreck zu tun???
Sagt man: Ich war von Anfang an nicht in dieses Projekt involviert!

Anstatt: Wir sind im Ar…!
Besser: Der Produktivitätsindex unseres Unternehmens zeigt einen sensiblen Rückgang. 

Keine Angst! Nächste Woche geht’s wieder seriös weiter 🙂

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Formulierungshilfen für das Büro Teil 1

Bitte mit einem Augenzwinkern betrachten. 🙂

Anstatt: Das ist der absolute Scheiß!!! 
Sagen Sie besser: Eine interessante Herausforderung!

Statt: Das mach ich sicher nicht, du Blödmann!
Es gibt technische Gründe, die mir die Erledigung dieser Aufgabe leider nicht ermöglichen.

Anstatt: Dieser Idiot baut einen Mist nach dem anderen!
Möglicherweise haben wir noch nicht die richtige Position für ihn gefunden.

Statt: Dieser Trottel versteht überhaupt nichts!
Besser: Er ist mit dem Problem noch nicht vertraut.

Anstatt: Du kennst dich überhaupt nicht aus, du Depp!
Sagt man: Gehört das zu Ihren Kernkompetenzen?

Statt: Ich habe von Anfang an gewusst, dass das alles Sch… ist.
Verzeihung, ich hätte sie warnen können, wenn man mich involviert hätte.

Anstatt: Ist mir Scheissegal!
Besser: Ich sehe das ganz emotionslos.

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Der Angriff des Monats Juli

Situation: Sie wollen es sich gerade in der Badewanne gemütlich machen, da hören Sie plötzlich aus der Nebenwohnung laute Musik. Es ist zwar nicht die Zeit der Mittagsruhe, doch es stört Sie erheblich. Sie gehen zu Ihrer Nachbarin und bitten diese, die Musik leiser zu stellen. Darauf sagt die:

Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Kram!

 

Erst Ihre Antwort

 

Mögliche Reaktionen:

 

  1. „Bitte lenken Sie nicht ab, Frau Müller und machen Sie nun Ihre Musik leiser.“
    Sie überhören den Angriff souverän und wiederholen Ihre Bitte. Damit verleihen Sie dieser Nachdruck.
  2. „Das würde ich ja gerne, doch leider stört mich die Musik dabei sehr.“ (Pause)
    Sie zeigen sich offen und weiter gesprächsbereit. Wer die Pause länger aushält, hat die bessere Wirkung. Halten Sie dabei den Blickkontakt aufrecht.
  3. „Soll unsere gute Nachbarschaft dadurch wirklich leiden?“
    Die Frage ist nur dann angemessen, wenn es sich tatsächlich um eine Ausnahme handelt. Wenn Sie schon „Intim-Feinde“ sind, dann wählen Sie eine der anderen Reaktionen. Ist die Nachbarschaft sonst gut, kann die Frage die Situation entschärfen, da sie auf die Metaebene verzweigt.
  4. „Was Sie mit Ihrer Musik machen ist ruhestörender Lärm. Unterlassen Sie das oder ich werde rechtliche Schritte einleiten.“
    Der klassische Gegenangriff. Wenn Sie soweit sind, diese Reaktion als angemessen zu betrachten, dann besteht bereits ein grundsätzliches Problem. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie wieder eine friedliche Koexistenz hinbekommen.
  5. „Wenn die Lautstärke nicht verhandelbar ist, können wir dann wenigstens die Musikrichtung gemeinsam festlegen?“
  6. „O.k. am besten fangen wir noch mal von vorne an. Wir gehen beide noch mal in unsere Wohnungen. Dann komme ich noch mal und klingle.“
  7. „Warum denn gleich so unfreundlich? Sind Sie heute mit dem linken Fuß aufgestanden?“
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Vornehme Reaktion auf Beleidigungen

Die einzige vornehme Art, auf eine Beleidigung zu reagieren ist, sie zu überhören.

Kannst Du sie nicht überhören, übertrumpfe sie;

kannst Du sie nicht übertrumpfen, lache darüber;

kannst Du nicht darüber lachen, hast Du sie vermutlich verdient!

 

Das habe ich irgendwo gelesen, finde aber leider die Quelle nicht mehr. Unter denen, die mir dabei weiterhelfen können und mir per e-mail den Urheber senden, verlose ich eines meiner Bücher zum Thema Schlagfertigkeit.

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