Der Angriff des Monats Dezember

Situation: Diana möchte am Wochenende mal wieder in die Disko und zum xten Male wird die Diskussion geführt, wann sie nach Hause kommen soll. Sie sind der Meinung, dass ein 14 jähriges Mädchen spätestens um 22.00 Uhr Zuhause zu sein hat. Darauf sagt Diana:

Das versteh ich nicht, das sehe ich gar nicht ein, die Anderen dürfen auch!

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

 

Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Dann erkläre ich es Dir anders.
  2. Deswegen sprechen wir ja nun darüber.
    • Sie reagieren rein sachlich und lassen sich dadurch nicht von Ihrem Teenager provozieren. Das ist gut, um im konstruktiven Kontakt zu bleiben.
  3. Setze bitte Deine Brille auf und konzentriere Dich noch einmal auf das Problem.
  4. Mitdenken ist eben ganz schön schwierig.
  5. Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen.
  6. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Was genau möchtest Du wissen?
  7. Sehen ist nicht das Gleiche wie begreifen.
    • Das ist eine schöne Assoziation. Ob sie bei Ihrer Tochter weiterhilft, ist die andere Frage. Auf jeden Fall hilft es Ihnen dabei, nicht wütend zu werden und die eigene Handlungsfreiheit zu bewahren.
  8. Was konkret fehlt Dir noch, um Dir ein Bild machen zu können?
    • Mit dem Begriff »Bild machen« sprechen sie den Sinneskanal Ihrer Tochter an, den diese bevorzugt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel größer, dass Sie gemeinsam zu mehr Verständnis füreinander finden.
  9. Aber vielleicht riechst du es?
    • Damit können Sie ablenken und vielleicht auch noch punkten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie bei Ihrem Teenager zunächst auf Verständnislosigkeit stoßen. Wichtig ist bei dieser Variante, dass Sie dann gleich mit einer Frage weitermachen, um den Kontakt nicht abbrechen zu lassen.

Der Angriff des Monats November

Situation: Ihre Freundin ist zum Kaffee da und erzählt schon seit fast 2 Stunden, wie gemein ihre Chefin sich ihr gegenüber verhält. Langsam reißt Ihnen der Geduldsfaden und Sie versuchen, dem Gespräch eine andere Richtung zu geben, indem Sie Ihre neueste Wohnungsdekoration zeigen. Darauf sagt Ihre Freundin kühl

Das interessiert (mich) nicht!

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

 

Gelungene Abwehrtechniken:

 

  1. Warum hör ich Dir dann die ganze Zeit zu?
  2. Bin ich dann morgen wieder dran mit erzählen?
    Wenn dabei Ihre Körpersprache angemessen angepasst ist, dann kann das eine wunderbare Antwort sein, die unaufdringlich transportiert, wie es Ihnen mit der Aussage Ihrer Freundin geht. Sie sind damit bereit für einen konstruktiven Dialog.
  3. Stimmt, hatte ich vergessen.
  4. Wie kann ich denn Dein Interesse wecken?
  5. Was interessiert Dich denn außer Deiner Chefin im Moment sonst so?
    • Durch die sachliche Frage bieten Sie einen konstruktiven Ansatz an, ohne auf die heftige Antwort der Freundin einzugehen. Wenn Sie sich dabei gut fühlen ist das eine gute Antwortmöglichkeit.
  6. Dann solltest Du überlegen, ob Du den richtigen Job hast.
  7. Schlag ein Thema vor, das uns beide interessiert.
    • Leicht schnippisch, doch nach solch einer Aussage durchaus angemessen.
  8. Kein Problem, ich erzähle es nicht weiter.
  9. Manche Menschen haben Bretter vor dem Kopf, die ihnen die Welt bedeuten.
  10. Ehe man den Kopf schüttelt sollte man sich vergewissern, dass man einen hat. Hans Kasper
    • Die letzten beiden Antwortvarianten stören die Beziehungsebene auf jeden Fall, sind aber witzig. Jetzt kommt es darauf an, wie wichtig Ihnen diese Freundin und Freundschaft ist.

Wie Denkrillen unser Verhalten beeinflussen

Über Milton Erickson, den bekannten Hypnotherapeuten, wird folgende Anekdote erzählt: Erickson ging gegen 16.00 Uhr in einem entlegenen Stadtteil spazieren, als ein gefährlich aussehender Mann aus einer Toreinfahrt sprang und sich bedrohlich vor ihm aufbaute. Erickson schaut auf seine Uhr, sagt: »Es ist genau 10 Uhr 10!« und geht einfach weiter. Nach etwa 100 Meter schaute er sich um, da stand der Mann immer noch regungslos an derselben Stelle.

Einer meiner Freunde erzählte mir, wie er einmal bei einer Geburtstagsfeier eine drohende Schlägerei zwischen zwei Handballspielern stoppte. Beide waren schon etwas angetrunken und bauten sich drohend voreinander auf. Er tippte den einen am Arm und fragte ihn, ob er wüsste, wo der nächste Zigarettenautomat sei. Beide schauten ihn irritiert an. Dann fragte er den anderen: „Weißt Du einen?“ Er bekam zwar keine Antwort, doch beide setzten sich wieder auf ihre Plätze.

Das sind schöne Beispiele dafür, welche Streiche uns unser Gehirn spielen kann. Unser Gehirn arbeitet gerne energiesparend. Deshalb gibt es viele Vorgehen, die immer wieder gleich ablaufen und das erwarten wir dann auch so. Vor allem unter Stress laufen oft automatische Reaktionen ab.

Bei körperlicher Bedrohung wie bei verbaler Aggressivität gibt es vorgedachte Reaktionen. Reagieren Sie anders als erwartet, so holen Sie dadurch Ihr Gegenüber aus seinem Angriffsmuster.

Witze

»Verheiratet?«
»Nein, aber ich tue trotzdem alles, was man mir sagt.«

»So nehmen Sie doch Vernunft an!«
»Tut mir leid, ich bin Beamter, ich darf nichts annehmen.«

»Wo waren sie denn in Ihrer Woche Urlaub?« – »Drei Tage im Stau und vier in Bayern.«

»Mein Opa ist mit einem einzigen Hemd in die USA ausgewandert. Jetzt hat er fünf Millionen.« – »Was macht er denn mit so vielen Hemden?«

Helga zu Hägar dem Schrecklichen: »Weißt du eigentlich, dass du im Schlaf schnarchst?« »Wann soll ich denn sonst schnarchen?«

Chef zum Mitarbeiter: »Sind Sie verrückt oder ich?« »Aber Chef, Sie werden doch keinen verrückten Mitarbeiter beschäftigen.«

Während eines Besuches in einer geschlossenen Anstalt fragt ein Besucher den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob jemand eingeliefert werden muss oder nicht.
Der Direktor sagt: »Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne auszuleeren.«
Der Besucher: »Ah, ich verstehe, und ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, damit es schneller geht, ja?«
Direktor: »Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen … Wünschen Sie ein Zimmer mit oder ohne Balkon?«

Witze, Witze, Witze

Ein Arzt lässt sich seine Garageneinfahrt neu pflastern. Als die Arbeiter fertig sind, streuen sie Sand auf die neu verlegten Steine, um die Fugen auszufüllen. Als der Arzt das sieht, geht er zu den Arbeitern und sagt: »Jetzt wird der Pfusch also mit Sand überdeckt, damit ihn keiner sieht.« Darauf antwortet ein Arbeiter: »Ja, das haben unsere Berufe gemeinsam!«

»Ich biete Ihnen diesen Fernseher zum halben Katalogpreis!«
»Interessant, was kostet der Katalog?«

Ein Offizier und ein Pfarrer warten auf die gleiche Postkutsche. Der Offizier: »Hätte ich das Pech, einen unbegabten Sohn zu haben, würde ich ihn Pfarrer werden lassen.« Darauf antwortet der Pfarrer: »Dann hat Ihr Herr Vater da wohl anders gedacht.«

Ein Neureicher brüllt den anderen an: »Sie sind ja ein Parvenü!«
Der andere antwortet – locker gelassen: »Und Sie ein ungebildeter Rotzlöffel! – Außerdem: der Affe, den Sie meinen, heißt Parmesan!«

Kreativitätsübung August

Finden Sie 7 Minuten lang Anwendungsmöglichkeiten für einen Kochlöffel.

z. B. kochen, basteln, verbrennen, …

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für die Ladies: Finden Sie 3 Minuten lang Aussagen, die Sie einem / Ihrem Mann nie sagen sollten. (Benutzen Sie ruhig alle Klischees, die Sie kennen.)

z. B. Frag doch jemanden nach dem Weg.

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für die Herren: Finden Sie 3 Minuten lang Aussagen, die Sie einer / Ihrer Frau nie sagen sollten. (Bedienen Sie ruhig alle Klischees, die Ihnen einfallen.)

z. B. Hast Du zugenommen?

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Denksport des Monats

Ein Scheich hat eine Kamelherde von 17 Kamelen und drei Söhne. Auf dem Totenbett bestimmt er, dass der älteste die Hälfte der Kamele bekommen soll, der mittlere ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. Die Söhne müssen versprechen, kein Tier zu töten und sich bei der Erbteilung nur friedvoller Mittel zu bedienen. Nun ist guter Rat teuer. Wie wird die Erbschaft geteilt? Ein Derwisch, der auf seinem Kamel dahergeritten kommt, hilft ihnen. Aber wie?

… wenn sie nach einigem Nachdenken selbst nicht auf die Lösung kommen – schicken Sie mir eine e-mail. Sie erhalten dann von mir die Lösung.

Witze und Anekdoten

Eine Garderobenfrau in Berlin wird gefragt: »Sind Sie sicher, dass das mein Mantel ist?« »Das nicht. Aber es ist der, den Sie mir gegeben haben.«

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Ein Mann kommt zur Wahrsagerin und setzt sich vor die Kristallkugel.
»Wie ich sehe, sind Sie Vater von zwei Kindern«, sagt sie.
»Der Meinung sind Sie«, erwidert er, »ich bin Vater von drei Kindern.«
Die Wahrsagerin lächelt: »Der Meinung sind Sie …«

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Managerseminar: 30 Teilnehmer aus aller Welt treffen sich zu einem Wissenstest. »Der Modus ist einfach«, erklärt der Seminarleiter, »ich nenne ein Zitat, Sie sagen mir, wer es wo und wann gesagt hat: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …«

Eisiges Schweigen, bis sich ein Japaner meldet: »Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Osterspaziergang,1806.«

Alle murmeln anerkennend, der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: »Der Mond ist aufgegangen, die goldenen Sternlein prangen …«

Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort vom Japaner: »Matthias Claudius, Abendlied,1782.«

Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden, als der Seminarleiter wieder loslegt: »Festgemauert in der Erden …«

»Schiller«, strahlt der Japaner, »das Gedicht von der Glocke,1799.«

In der ersten Reihe murmelt einer der Manager: »Scheiß Japaner!«

Der Japaner: »Max Grundig, CEBIT 1982!«

Schlagfertiger Witz zwischen Mann und Frau

Ein Rechtsanwalt sitzt im Flugzeug einer Blondine gegenüber, langweilt sich und fragt, ob sie ein lustiges Spiel mit ihm machen wolle. Sie ist müde und möchte lieber schlafen. Doch der Rechtsanwalt gibt nicht auf, denn das Spiel sei nicht nur lustig, sondern auch leicht: »Ich stelle eine Frage und wenn Sie die Antwort nicht wissen, zahlen Sie mir fünf Euro und umgekehrt. « Die Blondine lehnte ab und stellt den Sitz zum Schlafen zurück.

Der Rechtsanwalt bleibt hartnackig und schlägt vor: »Okay, wenn Sie die Antwort nicht wissen, zahlen Sie 5 Euro, aber wenn ich die Antwort nicht weiß, zahle ich Ihnen 500 Euro!« Jetzt stimmt die Blonde zu, und der Rechtsanwalt stellt die erste Frage: »Wie groß ist die Entfernung von der Erde zum Mond?« Die Blondine greift in die Tasche und reicht ihm wortlos fünf Euro rüber.

»Danke«, sagt der Rechtsanwalt, »jetzt sind Sie dran.« Sie fragt: »Was geht den Berg mit drei Beinen rauf und kommt mit vier Beinen runter?« Der Rechtsanwalt ist verwirrt, verbindet seinen Laptop mit dem Bordtelefon, schickt E-Mails an seine Mitarbeiter, fragt bei der Staatsbibliothek und bei allen Suchmaschinen im Internet nach. Vergebens! Nach einer Stunde gibt er auf, weckt die Blondine und gibt ihr 500 Euro.

»Danke«, sagt sie und möchte weiter schlafen. Der frustrierte Rechtsanwalt hakt nach und fragt: »Also gut, was ist die Antwort?« – Wortlos greift die Blondine in die Tasche und gibt ihm … fünf Euro!

Der Angriff des Monats Juni

Situation: Damenkränzchen im Cafe: Am Nachbartisch sitzt ein netter junger Mann, der Sie an Ihren Lieblingsschauspieler erinnert. Sie schauen – vielleicht etwas zu lange – in seine Richtung und eine Freundin macht eine Bemerkung wie: „Na, das wär wohl Dein Typ, meine liebe Anne.“ Und die nächste Freundin bemerkt erheitert:

„Erwischt! Du wirst ja rot wie eine Tomate!

 

Ihre Antwort: ________________________________________________________________

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Gelungene Abwehrtechniken:

  1. Ich bin leider noch nicht so abgebrüht wie Du.
    • Retourkutsche, die hier durchaus angebracht scheint. Das kommt ganz darauf an, wie gut Sie befreundet sind und was Ihnen diese Freundschaft wert ist.
  2. Endlich mal jemand, der Farbe in die Runde bringt.
  3. Nur distinguierte Damen halten ihre Regungen »unter Putz«.
  4. Lieber rot als tot.
  5. Gott Sei Dank, meine Durchblutung funktioniert.
  6. Gedanken sind wie Haare. Die meisten sind wertlos, sobald sie den Kopf verlassen haben. Werner (Mitsch)
  7. Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet oder erröten sollte. (Mark Twain)
    • Sie erzielen eine sehr gute Wirkung durch ein vorbereitetes Zitat. Damit sind Sie immer gewappnet und solch eine Bemerkung kann Sie dann gar nicht mehr aus der Ruhe bringen.
  8. An Himbeere arbeite ich noch.
    • Wunderschöne Assoziation. Durch diese zeigen Sie, dass Sie über den Dingen stehen.
  9. Im Wunschdenken warst Du schon mal besser.
  10. Danke, dass Du mich darauf aufmerksam machst. Stell Dir vor, ich werde rot und keiner sagt etwas dazu.
  11. Besser als grün wie eine Gurke.
  12. Ich bin halt gschamig.
  13. Na, grün wäre ja komisch, oder? Oder: Wäre Dir grün lieber?
  14. Tomate? Da muss ich gleich an Pizza denken. Vor zwei Jahren war ich übrigens im Urlaub in Italien, was mir da passiert ist. Am Strand. Aber den Strand fand ich in Bali schöner. Da war ich mit meinem Ex-Freund. Getrennt haben wir uns, weil…
  15. Wie eine spanische oder wie eine holländische Tomate?

Warum die perfekte Antwort die Schlagfertigkeit verhindert

Gerade die Suche nach der perfekten Antwort blockiert uns schnell. Seien Sie am Anfang mit einer Antwort zufrieden. Die Brillanz kommt dann mit der Zeit. Als Nothelfer bieten sich Standardsätze an. Einige Standards funktionieren in 95 % aller Fälle. Durch Standards gewinnen Sie Zeit und haben immer eine Antwort parat. Mit einigen dieser Rettungssätze bewaffnet können Sie jedem Disput ab sofort gelassen entgegen sehen.

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Lieblingsantworten, damit Sie – ab sofort – nie mehr sprachlos sind!

Als Standards bieten sich zum Beispiel an:

  • Das ist Ihre Sicht. Ich sehe das folgendermaßen…
  • Ich denke darüber nach und gebe Ihnen morgen Bescheid.
  • Wie darf ich Ihre Aussage verstehen?